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Kein Abend für Schönheitspreise

Holstein Kiel in Rostock Kein Abend für Schönheitspreise

Hansa Rostock gegen Holstein Kiel (19 Uhr): Tradition pur – Rivalität inklusive. Hier der um seine sportliche Existenz in der Dritten Liga ringende Fußball-Stolz Mecklenburg-Vorpommerns, dort Kieler Störche, die den Anschluss ans gesicherte Tabellenmittelfeld herstellen wollen.

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Zweikampfhärte: So wie hier beim 0:0 im Hinspiel in Kiel zwischen Manuel Schäffler (Mitte) und dem Hansa-Abwehrspieler Dennis Erdmann dürfte es heute Abend auf dem holprigen Rasen des Rostocker Stadions häufiger zur Sache gehen.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Erwartete 15000 Zuschauer werden beim zweiten Akt der Englischen Woche für einen Lärmpegel der besonderen Art sorgen, 500 bis 600 KSV-Schlachtenbummler wollen dagegen halten.  Auch Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel glaubt beim „K&K“-Duell um die Ostseekrone eher an Kampf und Krach denn an Schönheitspreise: „Wir müssen uns darauf einrichten, dass die Hansa-Spieler zähnefletschend aus der Kabine kommen.“ Die Atmosphäre müsse als „Leistungsstimulanz“ wirken, so der 48-Jährige: „Das wird eine echte Herausforderung für jeden.“

 Auch deshalb, weil die Hanseaten nach ihrem 1:0-Mutmacher-Erfolg in Cottbus am vergangenen Sonnabend Morgenluft im Abstiegsrennen wittern. Die Lust auf weitere Erfolge ist gewaltig, ob sich aber der holprige, einem Kartoffelacker gleichenden Rasen bei der Mission „Rettung der Hanse-Kogge“ als echter Heimvorteil erweist, muss sich dagegen noch zeigen. Beim jüngsten Gastspiel in Rostock am 20. Dezember 2014 feierten die Störche auf ähnlich miserablem Untergrund einen 4:0-Kantersieg.

 Im Gepäck des am Montag um 15 Uhr gen Rostock gestarteten Holstein-Trosses liegt das saubere Gefühl, auch dreckig gewinnen zu können. Beim 1:0 gegen den VfR Aalen knirschte ungewollt gehörig Sand im Kombinationsgetriebe, heute richtet Neitzel die Mannschaft schon vor dem Anpfiff auf Basis-Tugenden ein – Hacke, Spitze und Doppelpass dürften zum Bonus-Angebot der 90 Minuten mutieren. „Gegen gut organisierte Rostocker ist die andere Facette des Fußballs gefragt: lange und hohe Bälle, Zweikämpfe und Standards“, so der Coach. Voraussetzungen wie gemalt für einen Akteur vom Schlage des Dominik Schmidt, der sich selbst schon als „Rasenkrieger“ beschrieb. „Dominik ist auch wegen seiner Kopfballstärke tatsächlich eine Option für die Startelf“, sagt Neitzel, der Tim Siedschlag nach auskuriertem Muskelfaserriss eine Einsatzgarantie fürs zentrale Mittelfeld ausstellt.

 Bitter hingegen entwickelt sich die Personalie Willi Evseev. Der dynamische Leih-Mittelfeld-Motor aus Nürnberg fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel mutmaßlich mindesten drei bis vier Wochen aus. Um ähnliches Ungemach für Sturmspitze Mathias Fetsch, der nach einem Kreuzbandriss erst seit seiner Verpflichtung in Kiel im Januar regelmäßig über die volle Distanz zum Einsatz kommt, fernzuhalten, will Neitzel die Belastung für den Ex-Dresdner moderat gestalten. Der Ex-Rostocker Dennis-Danso Weidlich verpasst die Rückkehr an alte Wirkungsstätte wegen eines Infektes.

 „Wir brauchen mehr – und wir brauchen Dich! Gemeinsam gegen Kiel nachlegen“ – mit diesem Motto wirbt Hansa auf der Vereinshomepage bei den eigenen Fans um Unterstützung. Fußball-Kiel kontert derartige Aufrufe mit neutraler Statistik. In den bislang fünf Drittliga-Vergleichen musste die KSV Holstein bei zwei Siegen und drei Remis das Feld noch nie als Verlierer räumen.

Das Spiel können Sie bei uns im Liveticker auf www.kn-ksv-liveticker.de verfolgen.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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