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Holstein Kiel bezwingt Erzgebirge Aue

3:0-Sieg Holstein Kiel bezwingt Erzgebirge Aue

Was für ein furioser Sieg: Holstein Kiel bezwingt Erzgebirge Aue mit 3:0 (2:0). Mathias Fetsch, Manuel Janzer und Marc Heider trafen gegen den Tabellenzweiten im heimischen Holstein-Stadion.

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Holstein Kiel besiegte Erzgebirge Aue.

Quelle: imago

Kiel. Wenn du denkst, da geht nichts mehr, kommen plötzlich die Störche in alter Stärke daher. Vollauf verdient mit 3:0 (2:0) gewann der von Siegeswille und Leidenschaft beseelte Fußball-Drittligist Holstein Kiel sein Heimspiel gegen Erzgebirge Aue. Jenen Aufstiegsaspiranten, der zuvor 15 Mal in Folge ungeschlagen geblieben war und bis zum Sonnabend in 29 Saisonpartien nur 16 Gegentreffer kassiert hatte.

Mathias Fetsch (17.), Manuel Janzer (35.) und Marc Heider (89.) sorgten mit ihren Toren für ausgelassene Stimmung bei den Kieler Fans unter den 4417 Zuschauern. Kein Wunder, hatten die Störche sich doch zuvor in den Begegnungen gegen die Abstiegs-Mitkonkurrenten Rostock (0:1) und Cottbus (1:2) zwei kapitale Fehlschläge geleistet und sich damit in eine tiefe Krise manövriert. Ohne fünf verletzte, gesperrte oder formschwache Akteure gelang nun die Wende zum Guten. Die neu nominierten Spieler stachen als überraschende Trümpfe. Wie die souveränen Innenverteidiger Denis-Danso Weidlich und Dominik Schmidt, die in dieser Besetzung nur zum Saisonauftakt beim 0:4 gegen Mainz II Seite an Seite gestanden hatte. „Dieser Sieg war mit Blick auf die anderen Ergebnisse extrem wichtig“, atmete Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel durch. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung acht Spiele vor dem Abschluss des Spieljahres auf den ersten der drei Abstiegsplätze. Den belegt der Chemnitzer FC, der allerdings noch ein Nachholspiel gegen Cottbus bestreitet. „Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung“, sagte Neitzel und forderte Konstanz von seinen Profis ein.

Die zeigten sich gegen das Team aus dem Erzgebirge von der ersten Minute an extrem lauf- und kampfbereit. Selbst ein Vorzeige-Techniker vom Schlage eines Fabian Schnellhardt war sich nicht zu schade, dem Beispiel seiner Kollegen zu folgen, und verloren gegangene Bälle sofort wieder zurückzuerobern. Schnellhardt war es auch, der mit einem fein getimten Pass auf Patrick Kohlmann die 1:0-Führung einleitete. Die exakte Flanke des Linksverteidigers, im Training unter der Woche 50 Mal geübt, landete auf dem Kopf von Fetsch (17.) und von dort aus sechs Metern im Auer Netz.

Eine präzise Kombination als Anfang vom Ende für lange harmlose Erzgebirgler. „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen. Das einzige Positive an diesem Nachmittag ist, dass mein Ex-Verein drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt hat“, sagte Aue-Coach Pavel Dotchev, der in der Serie 1994/95 das Störche-Trikot getragen hatte. Und Holstein-Präsident Roland Reime ergänzte mit einem Lächeln auf dem Gesicht: „Wenn du gegen die von unten verlierst, musst du eben gegen die von oben gewinnen.“ Sprach’s und hoffte auf Wiederholung solcher Taten am kommenden Sonntag beim Kieler Gastspiel in Magdeburg. Dort wird Kohlmann wegen seiner fünften Gelben Karte fehlen. Der einzige Wermutstropfen dieses gelungenen Arbeitstages.

Holstein Kiel – Erzgebirge Aue 3:0

Holstein Kiel: Zentner – Herrmann, Weidlich, Schmidt, Kohlmann – Siedschlag – Janzer (67. Heider), Kegel (81. Nyarko), Schnellhardt – Schäffler (74. Sane), Fetsch.

Erzgebirge Aue: Männel – Rizzuto, Susac, Riedel, Handle (56. Köpke) – Tiffert, Riese – Soukou, Kvesic (46. Samson), Skarlatidis (61. Adler) – Wegner.

Schiedsrichter: Robert Kempter (Sauldorf) – Tore: 1:0 Fetsch (17.), 2:0 Janzer (35.), 3:0 Heider (89.) – Zuschauer: 4417 – Gelbe Karten: Kohlmann (5., in Magdeburg gesperrt)/-.

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