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Holstein Kiel droht Handball-Gefahr

Gegen Fortuna Köln Holstein Kiel droht Handball-Gefahr

In der Dritten Liga entscheiden Nuancen, sagt Karsten Neitzel vor dem Spiel gegen Fortuna Köln am Sonnabend (14 Uhr). Vor allem die Standards und die Einwurf-Flanken sind eine echte Waffe des Gegners. Doch Holstein Kiel geht mit einem Statistik-Plus in die Partie.

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Knapp daneben und doch vorbei: Holstein-Torjäger Steven Lewerenz (Mitte) scheiterte hier knapp an Lotte-Keeper Benedikt Fernandez. Später traf der 25-Jährige zum 3:1-Endstand. Vor dem Köln-Spiel zwickt’s beim Flügelflitzer im Oberschenkel.

Quelle: Frank Molter

Kiel/Köln. Bedurfte es noch eines Beweises für die Unberechenbarkeit der Dritten Fußball-Liga, Fortuna Köln liefert ihn: Als sogar von Weltmeister Lukas Podolski per Twitter gerühmter Tabellenführer mit blütenweißer Weste (sechs Punkte/5:0 Tore) gastierten die Rheinländer am dritten Spieltag beim SV Wehen Wiesbaden. Null Tore und ein Zähler zierten dagegen das Konto der Hessen vor dem Anpfiff am Dienstagabend. „Logischer“ Endstand: 3:0 für den SVWW. Kein Wunder, dass die Zeichen der Kölner vor dem Heimspiel gegen Holstein Kiel am Sonnabend (14 Uhr/live auf www.kn-ksv-liveticker.de) auf Wiedergutmachung stehen.

 „Es war eine erschreckende Unterlegenheit“, klagte Fortuna-Coach Uwe Koschinat hernach im „Kicker“. Dessen Kieler Kollege Karsten Neitzel könnte ob dieser Worte und der Ergebnisse an Spieltag zwei der Englischen Woche vergleichsweise optimistisch nach vorne blicken. Doch der 48-Jährige, ausgestattet mit der Erfahrung von 117 Drittliga-Einsätzen auf der KSV-Bank, lässt sich nicht locken: „In dieser Liga entscheiden Nuancen. Die Spiele sind knapp und werden knapp bleiben. “

 Wie am Dienstag im Holsteinstadion, als die Störche mit Glück und einer Riesenportion Kampfgeist zum 3:1-Erfolg gegen den starken Aufsteiger SF Lotte kamen – der befreiende erste „Dreier“ der Nordlichter in dieser Serie. „Wir haben bei eigenem Ballbesitz noch ganz viel Luft nach oben. Das macht Mut“, so Neitzel. Mit Tammo Harder (4.) und Mathias Fetsch (81.) hatten gegen Lotte zwei Akteure aus der besonders kritisch beäugten Sturmabteilung getroffen. Der zum Saisonauftakt gegen FSV Frankfurt mit seinem Hackentor begeisternde Saliou Sane, dritter KSV-Angreifer im Bunde, überzeugte als Joker gegen den Neuling, provozierte unter anderem beim Stand von 1:1 den Platzverweis für den Lotter Matthias Rahn (71.).

 Alles im Lot also in vorderster Holstein-Front? „Alle Stürmer haben uns mit ihren Toren gute Zeichen gesendet. Aber wir halten bis zum Ende der Transferperiode am 31. August die Augen offen und bilanzieren die Lage in der Punktspielpause nach der Partie in Köln“, sagt Ralf Becker, Geschäftsführer Sport bei den Störchen.

 Ob Harder (Wadenprobleme), Manuel Janzer und Steven Lewerenz (beide Oberschenkelbeschwerden) am Sonnabend auflaufen können, will Neitzel frühestens heute am späten Nachmittag nach dem Abschlusstraining auf dem Gelände des großen Fortuna-Rivalen 1.FC Köln entscheiden. Sein Credo: „Nur, wer 100 Prozent fit ist, wird spielen.“

 Einrichten sollten sich die Störche auf einen Kontrahenten mit Gardemaß-Akteuren (Cedric Mimbala, Bone Ueferro). „Die haben ein paar Funktürme dabei. Die Standards sind deshalb eine echte Waffe der Fortuna“, weiß Neitzel. Und sie sind in Sachen Effizienz nach Einwurf-Flanken sogar deutsche Spitze. Handball-Experte und Fortunen-Kapitän Daniel Flottmann macht den EM-Isländern alle Ehre. Doch nicht nur in der Luft, auch auf dem Rasen verstehen die Kölner ihr Geschäft. Ex-Storch Maik Kegel und Markus Pazurek leiten die Kreativabteilung.

 Ein Duell ohne Favoriten, aber eines mit einem Statistik-Plus für die Störche: Denn in den beiden bisherigen Drittliga-Vergleichen im Südstadion (0:0, 3:2) blieben die Störche ungeschlagen.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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