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Pokal-Posse um Holsteins Viertelfinale

SHFV Pokal-Posse um Holsteins Viertelfinale

Auch der Pokalwettbewerb des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) hat seine eigenen Gesetze. Manchmal sportlicher Natur, aktuell allerdings eher mit Blickrichtung Provinzposse. Nach den organisatorischen Fehlleistungen rund um das von Krawallen überschattete SHFV-Lotto-Pokalfinale zwischen dem VfB Lübeck und Holstein Kiel am 15. Juli wurde am Dienstagnachmittag das für Mittwoch (18.30 Uhr) geplante Viertelfinale zwischen dem SH-Ligisten Flensburg 08 und den Drittliga-Störchen aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt.

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Das für Mittwochabend (18.30 Uhr) geplante Viertelfinale im SHFV-Lotto-Pokal des Drittligisten Holstein Kiel beim SH-Ligisten Flensburg 08 ist erneut abgesagt worden.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Ein neuer Termin, erklärte SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer, stehe noch nicht fest. Die Partie solle dann im Stadion des ETSV Weiche Flensburg stattfinden. Den Austragungstag können die Kieler bestimmen. Da aber das den Sicherheitsbestimmungen entsprechende Manfred-Werner-Stadion des Regionalligisten keine Flutlichtanlage besitzt, sei ein Termin in den kommenden sechs Wochen wünschenswert.

Nach Informationen dieser Zeitung erhielt Holsteins Sicherheitsbeauftragter Martin Zandeck am vergangenen Freitag erstmals Nachricht, dass die Austragung des Viertelfinales bei 08 gefährdet sei. Die Stadt Flensburg habe Sicherheitsbedenken erhoben, bestätigte Meyer. Zehn bis 20 gewaltbereite KSV-Fans der Kategorie B, so die städtische Aussage aufgrund der Erkenntnisse der Polizei, sollen für morgen den Trip in den Norden geplant haben. Auch eine Unterstützung von ETSV-Krawallmachern sei denkbar gewesen. Das städtische Stadion in Flensburg besäße nicht die Infrastruktur, um gegnerische Fan-Lager zu trennen, das Szenario eines Platzsturmes sei nicht auszuschließen. Eine zu gefährliche Gemengelage für ein „nicht gefahrenfreies Spiel“, so die Begründung.

„Wir haben Riesenprobleme mit der Stadt Flensburg. Die verantwortlichen Gremien der Stadt haben für den Fußballsport nicht viel übrig“, sagte Meyer und kündigte Gespräche mit den Stadtoberen an. Die Absage des Viertelfinales, der in den vergangenen Wochen intensiver E-Mail-Verkehr vorausgegangen sei, sei wegen der Gesetzeslage alternativlos gewesen. „Wir haben uns bis zuletzt um die Spielaustragung bemüht. Doch 08 konnte die Auflagen der Stadt einfach nicht erfüllen. Als Verband hast du dann letztlich keine Chance“, erklärte Meyer weiter.

Der Termin dieses Pokal-Duells stand definitiv seit dem 7:0-Achtelfinalsieg der Störche beim ATSV Stockelsdorf am Nachmittag des 18. Juli fest. Angesetzt war diese Begegnung zunächst für gestern. Da aber am Abend der Hamburger SV ein Testspiel gegen den dänischen Spitzenklub Aalborg BK im Stadion des ETSV Weiche bestritt, war aus sicherheitsrelevanten Aspekten auf den heutigen Mittwoch ausgewichen worden. Dass die KSV Holstein von dieser Verlegung nicht durch direkte Kommunikation mit dem SHFV erfuhr, sondern laut des Sportlichen Leiters Ralf Heskamp am Sonntag, 19. Juli gegen 23 Uhr per E-Post, rundet das aktuelle Dauer-Ärgernis rund um den SHFV-Pokal mit Störche-Beteiligung ab. Ein Wettbewerb, dessen Sieger immerhin in die mit 140.000 Euro Garantiegage dotierte DFB-Pokalhauptrunde einzieht.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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