12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Pokal-Verlockung gegen Flensburg 08

Lübeck Pokal-Verlockung gegen Flensburg 08

Die Verlegungsposse um das Viertelfinale des SHFV-Lotto-Pkals zwischen Flensburg 08 und Holstein Kiel ist Geschichte. Am Mittwoch (17.15 Uhr) wird das Duell zwischen dem SH-Ligisten und den Drittliga-Profis im Manfred-Werner-Stadion des ETSV Weiche tatsächlich angepfiffen.

Voriger Artikel
KN trifft KSV mit Patrick Kohlmann
Nächster Artikel
Flensburg 08 war chancenlos

Einsatz ungewiss: Störche-Stürmer Saliou Sane (2. v. li.) wird von Oberschenkelbeschwerden geplagt.

Quelle: Frank Molter

Kiel. Sollten die Störche ihrer Favoritenrolle gerecht werden, droht die nächste Dislussionsrunde zum Thema Sicherheit: Im Halbfinale müsste Holstein laut Auslosung beim VfB Lübeck antreten (Termin noch offen). Die Lohmühle erlebte bei den jüngsten Pokal-Duellen der Erzrivalen zum Teil gewalttätige Auschreitungen.

 Die beiden ersten Versuche, diese Begegnung zur Austragung zu bringen, brachten zunächst die Verlegung vom 28. auf den 29. Juli und dann die Absage am Tag vor dem geplanten Anstoß im 08-Stadion. In beiden Fällen gaben Sicherheitsbedenken den Ausschlag.

 SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer hatte vor sechs Wochen in dieser Zeitung sein Befremden über die Verhaltensweisen der Flensburger Stadtoberen geäußert („Die verantwortlichen Gremien der Stadt haben für den Fußballsport nicht viel übrig“) und Gespräche angekündigt. „Die sind jetzt vorbereitet. Im ersten Schritt gibt es ein Treffen mit allen Flensburger Vereinen und im zweiten Schritt eines auf Chefebene mit den Stadtvertretern“, so Meyer.

 Der Sieger der Partie ist im Halbfinale Gast des VfB Lübeck. Die Favoritenrolle liegt mit Blick auf den Zweiklassen-Unterschied eindeutig bei den Kieler Störchen. Es „droht“ also ein neuerliches Aufeinandertreffen der Erzrivalen auf der Lohmühle. Jener Sportstätte, die anlässlich der SHFV-Cup-Endspiele 2011 und am 15. Juli dieses Jahres als unrühmlicher Ort von zum Teil gewalttätigen Ausschreitungen in die Verbandsannalen eingegangen ist. „Nach heutigem Stand der Dinge findet dieses Spiel ganz normal in Lübeck statt“, sagt Meyer. Ralf Heskamp, der Sportliche Leiter der KSV Holstein, relativiert: „Für den Fall unseres Sieges bei 08 sind wir so verblieben, dass schnellstmöglich die Sicherheitsorgane, der Verband, Vertreter des VfB und wir zusammen kommen. Dann werden alle Möglichkeiten ausgelotet: Geisterspiel, Teilausschluss von Zuschauern, alles im normalen Rahmen oder ein Ortswechsel.“ Der Termin für das Halbfinale ist noch offen.

 Am Mittwochabend muss Holstein allerdings zunächst einmal die sportlichen Weichen stellen. Fünftligist 08 (Platz elf) läuft mit der Empfehlung eines 6:2-Sieges beim Titelanwärter Eutin 08 auf. Die Störche führen im Mannschaftsgepäck drei Niederlagen und ein Remis aus den jüngsten vier Drittliga-Spielen mit elf Gegentoren mit sich. „Wir wollen nichts schönreden. Aber wir hätten leicht fünf Punkte mehr auf dem Konto haben können“, sagt Heskamp. Die strategische Grundausrichtung sei trotz der bislang mageren Ausbeute (sieben Zähler) nicht infrage zu stellen. Individuelle Fehler hätten maßgeblich zum Sinkflug auf Rang 16 geführt.

 Eine Einschätzung, die Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel teilt. Deshalb kommt dem 47-Jährigen der Zeitpunkt dieses Pokalspiels vor dem Gastspiel beim VfR Aalen (Sonntag, 14 Uhr) auch durchaus gelegen: „Wir können jede Wettkampf-Möglichkeit zum Einschleifen unserer Automatismen gut gebrauchen.“ Ein Schwerpunkt der gestrigen Trainingseinheiten war das Gegenpressing. „Die Spieler sollen nach Ballverlusten nicht lange rumjaulen“, so Neitzel in bekannt burschikoser Art. Ob Steven Lewerenz (Adduktorenprobleme) und Saliou Sane (Verhärtung Oberschenkelmuskulatur) heute mitwirken, will Neitzel kurzfristig entscheiden.

 Verfolgen Sie das Spiel im KN-KSV-Liveticker.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3