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Ein Test als großes Erlebnis

Holstein gegen HSV Ein Test als großes Erlebnis

Holstein Kiel gegen den Hamburger SV, der Tabellenzehnte der Dritten Liga gegen den Zwölften der Bundesliga, ein Nordderby als Testspiel (18.30 Uhr), das einen Hauch von großem Fußball an die Förde weht. 8250 Tickets waren bis Mittwoch verkauft, davon 1500 an HSV-Fans. Die Vorfreude ist allenthalben groß.

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So wie beim letzten Testspiel Holstein Kiels gegen den Hamburger SV vor vier Jahren (1:1) wird Ex-Nationaltorhüter Rene Adler auch heute von Autogrammjägern umringt sein.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Auch Karsten Neitzel präsentierte sich am Tag vor dem Kräftemessen mit dem „unabsteigbaren“ Dino in einer Mischung aus tiefer Entspannung und freudiger Erwartung, denn der aktuelle Trend ist der Freund des KSV-Cheftrainers. Nach zwei überzeugenden Siegen in Folge, die den Ligaverbleib so gut wie gesichert haben, hat sich auch das Lazarett bis auf die drei „Kreuzbänder“ Krause, Kronholm und Salem gelichtet. „Das ist eine gute Situation, so viele Feldspieler zur Verfügung zu haben“, erläuterte der 48-Jährige, der heute allerdings keine Experimente wagen wird, zumindest nicht in der Startelf. „Wir nehmen diesen total schönen Test total ernst und wollen uns dem großen Publikum präsentieren. Vielleicht können wir dabei auch ein paar neue Zuschauer für unsere Punktspiele gewinnen“, ergänzte Neitzel.

 Natürlich sind auch sämtliche Profis heiß darauf, gegen den HSV Werbung für Holstein und sich selbst zu machen. Da werden die letzten Wehwehchen gern kleingeredet, dabei sein ist alles. Vizekapitän und Turbo-Sechser Tim Siedschlag hat noch Schmerzen in der Kniekehle, auch die zuletzt formidablen Innenverteidiger Dominik Schmidt (Knie, Hüfte) und Denis-Danso Weidlich (Wade, Knie) sind nicht ganz bei 100 Prozent und dürften wohl von den etablierten Kräften Eidur Sigurbjörnsson und Rafael Czichos ersetzt werden. Dabei will Neitzel den Begriff „Stammpersonal“ gar nicht mehr verwenden, denn im Laufe einer Saison „braucht man Spieler immer wieder“.

 So wie heute Abend, wenn sich die Störche natürlich auf die Stärken der ranghöheren Gäste einstellen müssen. Die simple Strategie: die Bundesliga-Profis so weit wie möglich vom eigenen Tor fernhalten. „Das Pressing ist wichtig. Unsere fünf Offensivspieler müssen laufen, bis die Socken qualmen“, fordert Neitzel massiven Druckaufbau schon in des Gegners Hälfte. So soll verhindert werden, dass sich die Hanseaten nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge und damit erneuter Abstiegssorgen die Köpfe freispielen, wie das beispielsweise Pierre-Michel Lasogga gut gebrauchen könnte. Der einstmals an der Elbe gefeierte Torjäger hat seinen letzten Liga-Treffer vor mehr als vier Monaten erzielt und ist zum Sinnbild für das notorische Abschlussdefizit des HSV avanciert. Karsten Neitzel bleibt gelassen: „Vielleicht schießt ja Manuel Schäffler zwei Tore holt sich damit Sicherheit für die Liga.“

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