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Scharmützel beim Stotterstart

Holstein Kiel gegen Hallescher FC Scharmützel beim Stotterstart

Der Saisonauftakt in der Dritten Fußball-Liga verlief für Holstein Kiel ebenso enttäuschend wie für den Halleschen FC. Am Sonntag (14 Uhr) schicken sich beide Teams in Halle an, ihren Stotterstart so schnell wie möglich vergessen zu machen.

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Nach dem Fehlstart in Cottbus ist der Hallesche FC (von links Joni Kauko/Cottbus, Ivica Banovic/Halle, Sven Michel/Cottbus und Marcel Baude/Halle) nun gegen die Störche gefordert.

Quelle: imago

Kiel. Neben dem sportlichen Tagesgeschäft beschäftigten den HFC allerdings unter der Woche ärgerliche Nebengeräusche. Das Hallenser Auswärtsspiel bei Energie Cottbus (0:2) hatte am vergangenen Sonntag kein schönes Ende genommen. Erst flog in der Nachspielzeit beim HFC Marco Engelhardt mit Gelb-Rot vom Platz. Anschließend lieferten sich HFC-Fans ein handfestes Scharmützel mit der Polizei. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof hatten einige Gäste-Anhänger laut Polizeibericht die vorgegebene Route nicht eingehalten und stattdessen versucht, die Absperrung zu durchbrechen. Die Situation sei eskaliert, als Flaschen flogen und Einsatzfahrzeuge beschädigt wurden. Die Schlachtenbummler von Halle machten hingegen die Polizei verantwortlich. Sie habe nicht getrennt, welche Fans in den Zug oder zum Bus wollten, hieß es aus dem HFC-Lager.

 Ganz bitter verlief der Nachmittag für Andreas Wolf. Der HFC-Fanbeauftragte hatte einen am Boden liegenden, leicht verletzten Anhänger helfen wollen, berichtete Wolf der „Mitteldeutschen Zeitung“. Als ihn ein Polizist daran hindern wollte, habe er dem Beamten seinen offiziellen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgestellten Lichtbild-Ausweis gezeigt. Ohne Erfolg. „Der Polizist hat ihn einfach nur weggeschlagen, mich vor die linke Schulter gestoßen und mir aus kürzester Distanz Pfefferspray zwischen die Augen gesprüht“, so der ehrenamtliche Klub-Mitarbeiter, der sofort nach dem Vorfall Anzeige erstattete und noch am Montag unter tränenden Augen litt. „Da wurde eine Grenze überschritten“, kommentierte HFC-Präsident Michael Schädlich die Geschehnisse.

 Nicht nur aus rein sportlicher Sicht wäre deshalb zum Heimspielauftakt ein Sieg gegen die Kieler Störche Balsam für derzeit geschundene HFC-Seelen. Mit kleinen Zielen, aber viel Optimismus haben sich die Hallenser für die neue Serie bewusst wenig vorgenommen und hoffen gerade deshalb auf ein erfolgreiches Jahr. Trainer Sven Köhler sitzt schon im neunten Jahr auf der HFC-Bank. Mit ihm strebt Vizepräsident Jörg Sitte zunächst einen Tabellenplatz im Mittelfeld an. „Eine weniger ausgeprägte Fieberkurve als in den vergangenen Jahren und etwas mehr Konstanz – dann wäre die Saison schon eine gute,“ sagte Sitte vor dem Saisonstart.

 Personell hat der ehemalige DDR-Oberligist in seiner vierten Drittligasaison den Weggang seines Spielmachers Akaki Gogia zum englischem Zweitligaclub Brentford FC zu verschmerzen. Zudem wechselte Stammverteidiger Marcel Franke zur SpVgg. Greuther Fürth. Dagegen fanden bisher fünf neue Spieler – unter anderem Robin Urban (Fortuna Düsseldorf, gegen Holstein Ersatz für den gesperrten Engelhardt) – den Weg an die Saale.

 Neben drei Punkten gegen die Kieler hat der HFC am Sonntag auch eine gute Generalprobe für den DFB-Pokal ins Visier genommen. Am 8. August empfangen die Rot-Weißen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Für die Tore in beiden Partien soll Osayamen Osawe sorgen. In der vergangenen Saison vor allem Kandidat für die letzten Spielminuten, traf der in Nigeria geborene, englische Stürmer in der Vorbereitung immerhin neun Mal.

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