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Psychologe Neitzel gefragt

Störche in Aalen Psychologe Neitzel gefragt

In der Kürze liegt die Würze. Mit einer der Videoschulung nachgeschobenen, rund 40-minütigen Praxiseinheit stimmte sich der zuletzt um positive Ergebnisse verlegene Fußball-Drittligist Holstein Kiel am Freitagnachmittag auf die Dienstreise zum VfR Aalen ein. Anstoß beim Zweitliga-Absteiger ist am Sonntag um 14 Uhr.

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Bereit für die Abwehrzentrale der Störche: Der etatmäßige Libksverteidiger Rafael Czichos (2. v. li.) könnte am Sonntag im Duell beim Zweitliga-Absteiger VfR Aalen Denis-Danso Weidlich ersetzen.

Quelle: Matthias Hermann

Kiel. Neben den drei Kreuzbandfällen Kenneth Kronholm, Marlon Krause und Milad Salem fehlt Karsten Neitzel auf der schwäbischen Ostalb möglicherweise auch Denis-Danso Weidlich (Magen-Darm-Infekt). Erster Vertreter für die Abwehrzentrale sei, so der Störche-Cheftrainer, der etatmäßige Linksverteidiger Rafael Czichos. „Kein Problem, das habe ich früher beim VfL Wolfsburg II auch schon gespielt“, so der 25-jährige Czichos am vergangenen Mittwoch nach dem 9:0-Viertelfinalerfolg im SHFV-Lotto-Pokal beim SH-Ligisten Flensburg 08, bei dem er erstmals im KSV-Trikot auf dieser Position agiert hatte.

 Nach vier sieglosen Drittliga-Partien in Folge (drei Niederlagen, ein Remis) mit elf Gegentreffern ist im Fußballlehrer Neitzel der Stratege und der Psychologe zu gleichen Teilen gefragt. „Niemand kommt jetzt angeflogen, der uns hilft. Jeder muss intern die Bereitschaft einbringen, seine Stärke in die Gruppe zu investieren. Auch oder gerade in dieser Situation“, lautet Neitzels Appell, den er am Abend des Sonnabends im Rahmen einer Mannschaftssitzung im Teamhotel den KSV-Profis noch einmal eindringlich nahe bringen möchte. Noch fehle dem neu formierten Kader aufgrund der Verletzungen und dem Vereinswechsel letztjähriger Leit-Störche wie Rafael Kazior und Mikkel Vendelbo eine klare Hierarchie. Es gelte, in der Gruppe seine Rolle zu finden und zu akzeptieren. „Am zweiten Spieltag der vergangenen Saison saßen beim 2:2 in Dortmund mit Kazior, Wahl und Schäffler drei Spieler auf der Bank, die im weiteren Verlauf der Serie eine tragende Rolle übernommen haben“, erinnert in diesem Zusammenhang Neitzel.

 Die Kieler Mission beginnt am Sonnabend um 9.15 Uhr mit der Abfahrt zum Hamburger Flughafen. In Aalen platzen die Störche mitten hinein in das größte Stadtfest der ostwürttembergischen Region, die 41. Reichsstädter Tage. Diese sollen nach Wunsch des auch in Kiel noch bestens bekannten VfR-Coaches Peter Vollmann die Schwarz-Weißen nach dem 4:0-Kantersieg in Cottbus möglichst zum zweiten „Dreier“ in Serie beflügeln. „Aalen spielt ein neues 4-4-2-System. Die zwei Spitzen tun dem Team sichtlich gut. Das sieht frisch aus, da ist Qualität drin“, sagt Neitzel nach Studium des morgigen Gegners. Der VfR stelle eine gute Mischung aus jungen und routinierten Spielern. Die Abwehr wird von Oliver Barth (35/57 Bundesliga-und 109 Zweitligaspiele) organisiert. In vorderster Front laufen die Fäden bei Dominick Drexler (25/33 Zweitligaeinsätze) zusammen. „Den hätte ich damals schon gerne zum VfL Bochum geholt“, so Neitzel im Rückblick. Damals am 1. Februar 2013, als er als Cheftrainer der Ruhrpott-Elf mit dem späteren Weltmeister Christoph Kramer ein 2:2 in Aalen holte. Ein Ergebnis, mit dem die KSV Holstein am Sonntag beim Premierenduell gegen den VfR in der Scholz-Arena durchaus leben könnte.

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