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Holstein Kiel feiert ersten Heimsieg gegen Lotte

3:1 (1:0) Holstein Kiel feiert ersten Heimsieg gegen Lotte

Für Siege gibt es im Ergebnissport Fußball keinen Ersatz. Deshalb durften 5358 Zuschauer zu Recht den glücklichen 3:1 (1:0)-Heimerfolg des Drittligisten Holstein Kiel gegen den kecken Aufsteiger Sportfreunde Lotte gebührend feiern.

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 Vorentscheidung im Holsteinstadion: Kiels Mathias Fetsch trifft zum 2:1 während der Fußball-Drittliga-Partie zwischen Holstein Kiel und Sportfreunde Lotte.

Quelle: Frank Molter

Kiel. Tammo Harder (4.), Mathias Fetsch (81.) und Steven Lewerenz (90.+2) sicherten den ersehnten ersten „Dreier“ dieser Saison. Die Leistung der Störche indes entsprach nur in Sequenzen dieser umkämpften 90 Minuten den eigenen Ansprüchen.

Abendspiel, Flutlicht-Atmosphäre, sportliche Brisanz – die Zutaten stimmten. Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel hatte mit Fetsch und Neuzugang Harder im Gegensatz zu den beiden ersten Störche-Auftritten einen neuen Sturm ins Rennen geschickt. Eine gute Wahl. Denn bereits nach vier Minuten gab’s nach einer Koproduktion zweier Ex-Dortmunder den ersten Jubel auf den Rängen. Nach abgewehrtem Freistoß und Eckball der Störche kam Linksverteidiger Patrick Kohlmann zur Flanke. SFL-Keeper Benedikt Fernandez wehrte die Kugel zu kurz ab, und Harder staubte mit seinem ersten Drittliga-Tor im KSV-Trikot zur Kieler Führung ab. Wer nun auf anhaltenden Sturm und Drang der Gastgeber gehofft hatte, sah sich getäuscht.

Die Nordlichter überließen dem Neuling ab der 25. Minute ein optisches Übergewicht und mehrheitlich den Ballbesitz. Die robust agierenden, couragiert pressenden und gut organisierten Gäste bewiesen plötzlich Spielkultur. Standen mit den baumlangen Gerrit Nauber und Matthias Rahn im Deckungszentrum kompakt und schalteten blitzschnell in die Offensive um. Patrick Schikowski (16.), der bullige Mittelstürmer Bernd Rosinger (35./Außenpfosten) und Marcel Kaffenberger (45.) nach Fehler von Holstein-Torwart Kenneth Kronholm besaßen gegen eine nicht immer aufmerksame KSV-Defensive Chancen zum Ausgleich. Der wäre zur Pause verdient gewesen, weil der Kieler Plan von der kontrollierten Offensive nicht vollends aufging. Das Aufbauspiel hakte ob diverser Fehlpässe, den Kontern mangelte es trotz guter Ansätze Wucht und an finaler Übersicht.

An diesem Bild änderte sich auch nach dem Seitenwechsel wenig. Schlimmer noch, bei Holstein ging phasenweise fast nichts mehr zusammen. Fetsch (61.) hätte per Kopf nach Kohlmann-Flanke die ob des knappen Vorsprungs arg belasteten Nerven der Kieler beruhigen können, doch der Ball flog Zentimeter am Ziel vorbei. Die Quittung folgte auf dem Fuß. Kevin Pires-Rodrigues (69.) zog aus der Distanz ab, die Kugel wurde in einer Kopie des jüngsten Gegentreffers in Aalen zum 1:1 abgefälscht.

Selbst in Unterzahl – Matthias Rahn (71.) hatte nach einer vermeintlichen Notbremse gegen Saliou Sane die Rote Karte gesehen – dominierten die Gäste weiter. Und kassierten in der turbulenten Schlussphase dennoch die kalte Dusche. Fetsch (81.) grätschte eine Flanke Patrick Herrmanns zum 2:1 über die Linie. Steven Lewerenz (90.+2) sprintete mit der letzten Aktion über 70 Meter in die entblößte Lotte-Deckung und schob als Symbol der intakten Moral eiskalt zum Endstand ein. Dass Kronholm mit Glanztaten gegen Andre Dej (84.) und Moritz Heyer (90.) den Kieler „Dreier“ gerettet und Rosinger (84.) zudem das sichere 2:2 vergeben hatte, war beim Abpfiff vergessen.

Auch Neitzel schnaufte durch: „Wir wissen, dass wir besser Fußball spielen müssen und können. Und werden das auch in den nächsten Wochen zeigen. Trotzdem werden wir aus diesem Sieg viel Selbstvertrauen ziehen.“

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