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Holstein Kiel sichert Heimsieg gegen Regensburg

+++ Mit Videos +++ Holstein Kiel sichert Heimsieg gegen Regensburg

Fußball-Drittligist KSV Holstein Kiel hat am Samstag mit einem 2:1 (0:0) gegen Jahn Regensburg den fünften Heimsieg der Saison gefeiert. Steven Lewerenz (77.) und Tim Siedschlag (83.) erzielten vor 4256 Zuschauern im Holstein-Stadion die Tore für das Team von Trainer Markus Anfang,

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Torjubel bei Holstein Kiel.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Der Bann ist gebrochen! Mit 2:1 (0:0) gewann Fußball-Drittligist Holstein Kiel am Sonnabend sein Heimspiel gegen Aufsteiger Jahn Regensburg. Ein verdienter Sieg nach einer furiosen, von großer Moral geprägten zweiten Halbzeit und einer vor Spannung knisternden Schlussphase. Steven Lewerenz (77.) und Joker Tim Siedschlag 30 Sekunden nach seiner Einwechslung ließen mit ihren Treffern die 4256 Zuschauer im nasskalten Regen spät jubeln.

Der unbedingte Wille, nach zuletzt vier Remis in Folge endlich wieder einen Dreier einzutüten, war den Kielern von Beginn an deutlich anzumerken. Störche-Cheftrainer Markus Anfang hatte seine Anfangsformation extrem mutig zusammengestellt. Mit Alexander Bieler als spielstarkem „Sechser“, Luca Dürholtz und Dominick Drexler, der neben Mathias Fetsch beinahe die zweite Spitze gab, im Mittelfeld-Kreativzentrum.

Doch die Gäste aus der Oberpfalz zeigten sich bestens vorbereitet auf Wucht und Tempo der Nordlichter. Die Jahn-Profis behielten trotz der schnellen und teils attraktiven Passfolgen der Störche sowie deren aggressiven Pressing- und Gegenpressing-Verhaltens die Ruhe. Profitierten zudem davon, dass es den Gastgebern trotz zahlreicher Ideen an der Präzision beim letzten Zuspiel und vor allem der finalen Durchschlagskraft in vorderster Front mangelte.

Die Regensburger setzten ihrerseits brandgefährliche Offensiv-Nadelstiche. Vor allem Erik Thommy prüfte die Reaktionskünste des KSV-Keepers Kenneth Kronholm gleich im Doppelpack (8., 19.). Auf der Gegenseite besaß Drexler (11.) per Direktschuss die beste Chance. Bei Drexlers Lupfer (32.) waren dessen Kollegen nicht schnell genug mitgelaufen, bei der Direktabnahme von Steven Lewerenz (34.) fehlten nur Zentimeter.

Nach der Halbzeitpause legten die Störche noch eine Schippe drauf. Elf Ecken, zum Teil erarbeitet im Minutentakt, brachten das Regensburger Deckungsbollwerk ins Wanken. Fetsch (56.) verpasste ein Dürholtz-Zuspiel denkbar knapp. Und dann hatten die Fußball-Götter endlich ein Einsehen mit den Kielern. Thommys Schuss (59.) klatschte an den Pfosten des KSV-Gehäuses.

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Vielleicht der passende Weckruf. Denn mit den eingewechselten Dominic Peitz und Kingsley Schindler kam noch eine Portion mehr Schwung in die Reihen der Nordlichter. Zunächst scheiterte Lewerenz (70.) noch an Pilipp Pentke zwischen den Jahn-Pfosten. Sieben Minuten später aber erlöste der Top-Scorer der Vorsaison den blau-weiß-roten Anhang. Drexler passte auf Fetsch, der ließ die Kugel geschickt durch die Beine passieren und ebnete so den Weg für Lewerenz. Dessen präziser Direktschuss ins lange Eck brachte das 1:0.

Dann bewies Anfang ein goldenes Händchen. Keine 60 Sekunden stand Siedschlag auf dem tiefen Rasen, da schlug er per Direktabnahme auch schon vorentscheidend zur 2:0-Führung zu (83.). Schindler (85.) hätte nach Blitz-Konter den Vorsprung sogar noch ausbauen können.

Stattdessen wurde es durch Oliver Heins Anschlusstreffer (88.), der nach einem Kronholm-Patzer abstaubte, noch einmal spannend. Eine Bogenlampe nach einem Pressschlag senkte sich bedrohlich auf das Kieler Tornetz (89.). Auf der Gegenseite verpassten Schindler und Siedschlag das 3:1.

„Der Sieg der Kieler geht in Ordnung, keine Frage. Holstein war die beste Mannschaft, gegen die wir bislang in dieser Saison gespielt haben“, sagte Jahn-Coach Heiko Herrlich. „Wir haben immer den Glauben gehabt, diesen Dreier zu holen. Wir wollten diesen Sieg erzwingen und haben uns heute endlich belohnt“, schnaufte Anfang am Ende befreit durch.

Holstein Kiel – Jahn Regensburg

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Schmidt, Hoheneder, Czichos – Bieler – Salem (70. Schindler), Dürholtz (60. Peitz), Drexler (82. Siedschlag), Lewerenz – Fetsch.

Jahn Regensburg: Pentke – Hein, Nachreiner, Knoll, Hofrath (18. Kopp) – Saller (76. Lais), Geipl – George, Luge (61. Pusch), Thommy – Grüttner.

Schiedsrichter: Sven Waschitzki (Essen) – Tore: 1:0 Lewerenz (77.), 2:0 Siedschlag (83.), 2:1 Hein (88.) – Zuschauer: 4256 – Gelbe Karten: Schmidt, Czichos/Geipl.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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