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„Krieg der Sterne“ an der Förde

Holstein Kiel trifft auf Chemnitz „Krieg der Sterne“ an der Förde

Am Sonnabend (14 Uhr) der Chemnitzer FC, am 2. Mai Spitzenreiter Arminia Bielefeld, dann gegen Fortuna Köln, beim MSV Duisburg (Platz drei) und zum finalen Clash die Kickers aus Stuttgart (Rang vier) – das Restprogramm für den Fußball-Drittligisten Holstein Kiel im Aufstiegsrennen zur Zweiten Bundesliga ist wahrlich knackig. Verfolgen Sie das Spiel im KN-KSV-Liveticker.

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Drei sind keiner zu viel: Holstein-Regisseur Maik Kegel (Mitte) setzt sich gegen das Hallenser Trio (v.li.) Florian Brügmann, Ivica Branovic und Akaki Gogia (Halle) durch.

Quelle: imago

Kiel. Namhafte Gegner, die Störche-Mittelfeldspieler Maik Kegel uneingeschränkte Vorfreude bereiten: „Mehr geht wirklich nicht. Wegen solcher Spiele ist man Fußballprofi.“ Bei der beeindruckenden Aufholjagd am vergangenen Sonntag in Halle, als der Tabellenzweite aus Kiel einen 0:2-Rückstand in ein 2:2 drehte, zählte der 25-Jährige zu den treibenden Kräften der Störche. Bot speziell in Halbzeit zwei im Stile eines Quarterbacks eine Top-Leistung mit einer überragenden Pass-Quote. „Deshalb haben wir Maik im Sommer verpflichtet“, sagt KSV-Erfolgstrainer Karsten Neitzel.

Am Sonnabend nun gibt’s für Kegel, der zuversichtlich ist, trotz einer Knieglenkreizung auflaufen zu können, ein Wiedersehen mit seinem vorherigen Arbeitgeber, den „Himmelblauen“ aus Chemnitz. „Ich habe zwei Jahre für den CFC gespielt. Man trifft alte Bekannte. Das gibt einen zusätzlichen Motivationsschub. Die haben einen guten Lauf. Das wird ein spannendes Spiel“, fiebert der ehemalige U17- und U20-Nationalspieler dem Vergleich mit den seit fünf Partien ungeschlagenen und in den jüngsten drei Begegnungen siegreichen Sachsen entgegen. Gute Kontakte habe er noch zu einigen Ex-Kollegen. So gratulierte er am Montag Mittelfeld-Akteur Christian Mauersberger zu dessen 20. Geburtstag.

Auch Tim Danneberg durfte feiern, 29 Kerzen zierten am Donnerstag seinen Geburtstagskuchen. Noch zu Saisonbeginn kämpfte der im Jahr zuvor als Königstransfer verpflichtete Danneberg mit Kegel um einen Stammplatz im Kieler Kreativzentrum. Doch zum Abschluss der Wechselperiode wurde der gebürtige Westfale nach 40 Drittliga-Spielen für die KSV Holstein Ende August – für viele Kritiker an der Förde unverständlicherweise - aus dem Störche-Kader aussortiert. Danneberg wechselte nach Chemnitz, erzielte bei seinem ersten Auftritt im himmelblauen Trikot am 14. September gleich ein Tor und freute sich am neunten Spieltag über die Tabellenführung. Holstein hatte tags zuvor mit 1:2 in Osnabrück verloren und dümpelte auf Rang 14. Was dann folgte, beschreibt das kleine Wunder von der Förde auch in Zahlen: Während die Kieler danach in 24 Partien nur noch eine Niederlage kassierten und sagenhafte 51 Zähler (!) einfuhren, eroberte der CFC „nur“ noch 29 Punkte.

Holstein gegen Chemnitz, das ist somit am Sonnabend auch das Duell Kegel kontra Danneberg. Ein „Krieg der Sterne“ im Holsteinstadion? Wie Karsten Neitzel (17. Dezember) ist Kegel (8. Dezember) in Dresden im Sternzeichen „Schütze“ geboren. Ihnen eilen Attribute voraus wie Mut, Schnelligkeit und Experimentierfreudigkeit. Sterndeuter beschreiben „Schützen“ als Menschen, die am Puls der Zeit sein möchten, dort, wo Aufregendes geboten wird. „Das passt schon“, sagt Kegel und relativiert selbstkritisch: „Bis auf die Sache mit der Schnelligkeit.“

„Stieren“ wie Danneberg hingegen werden als Minuspunkte unter anderem Sturheit und der Hang zur Trägheit nachgesagt. Begriffe, die auch Torjäger Marc Heider (18. Mai), einziger „Stier“ im Kreis der Störche, weniger gefallen dürften. „Na ja, wer’s glaubt“, lacht Kegel, der sich als Holtenauer Nachbar von Torwart Kenneth Kronholm „prima in Kiel eingelebt hat“, über diese spirituelle Pikanterie, lobt Danneberg stattdessen lieber als „sehr guten Fußballer“. Getreu dem Motto: „Schütze“ oder „Stier“ - die vor Spannung knisternde Wahrheit liegt ausschließlich auf dem Platz.

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