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Flutlicht als gutes Holstein-Omen?

Partie gegen Magdeburg Flutlicht als gutes Holstein-Omen?

Nach vier Spielen in Folge ohne Niederlage (drei Remis, ein Sieg) könnte Holstein Kiel in die Überholspur der Dritten Fußballliga wechseln. Voraussetzung: ein Heimsieg am Freitagabend (19 Uhr) gegen den Aufsteiger 1. FC Magdeburg.

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Szenen, die Fußball-Kiel gerne sieht: Rafael Czichos,Steven Lewerenz und Dominik Schmidt (von links) zeichneten bislang für sieben der insgesamt 14 Störche-Treffer verantwortlich.

Quelle: imago sportfotodienst

Kiel. Störche-Cheftrainer Karsten Neitzel, der um die Fitness von Steven Lewerenz (bislang drei Tore) und Kapitän Maik Kegel bangt, verlangt Vollgas mit taktischem Verstand: „Wir wollen unbedingt den zweiten Heim-Dreier dieser Saison. Mit 16 Punkten nach zwölf Spielen kannst du dann sagen: Hallo, da sind wir wieder!“ KN-online ist am Spieltag ab 18.30 Uhr mit dem Live-Ticker für Sie am Ball.

Der Traditionsklub aus Sachsen-Anhalt durchläuft seit dem Sprung auf den zweiten Tabellenplatz am fünften Spieltag ein kleines Ergebnistief (sechs Zähler aus sechs Partien), ist in fremden Gefilden bei drei Unentschieden und zwei Niederlagen zudem noch ohne Sieg. Doch Neitzel relativiert diese statistischen Werte: „Es ist noch keiner Mannschaft gelungen, die Magdeburger aus dem Stadion zu fegen.“ Soll heißen, das Team des bodenständigen Trainers Jens Härtel präsentiert sich auch auswärts als kompakte Einheit mit guter Moral, die sich selbst durch Rückschläge nicht aus der Bahn werfen lässt. „Die lassen sich nicht so leicht umschubsen, auch wenn sie einmal taumeln“, ergänzt Holsteins Assistenz-Coach Jan Sandmann.

Allerdings müssen die Gäste unter anderem ohne ihren Spielmacher Lars Fuchs (Prellung am Sprunggelenk) auskommen. Neitzel stellt derweil hinter die Einsätze von Flügelspieler Steven Lewerenz (Knieprobleme) und Kapitän Maik Kegel (Schlag auf das Sprunggelenk), der wie Innenverteidiger Rafael Czichos mit vier Gelben Karten vorbelastet ist, Fragezeichen. „Wir haben Stabilität im Spiel gegen den Ball gewonnen, münzen unsere fußballerische Überlegenheit aber noch nicht genug in Zahlbares um“, hadert Neitzel unabhängig von möglichen Personalproblemen.

Wie zuletzt in Aalen und Aue, als die Störche sich trotz guter Möglichkeiten mit Nullnummern begnügen mussten. „Wenn ich eine Patentlösung wüsste, würde ich sie sofort umsetzen“, sagt der seit 2009 in Diensten der Kieler stehende Offensiv-Dauerbrenner Marc Heider mit Blick auf seine 574 Minuten dauernde Torflaute. Fabian Schnellhardt und Lewerenz mit jeweils drei Treffern sowie Manuel Schäffler, Dominik Schmidt und Czichos (je zwei) rangieren im internen Ranking vor dem Torjäger und Top-Scorer der vergangenen Jahre, der in dieser Serie vor allem als nimmermüder Anläufer des Gegners in vorderster Front Qualität bewies. Nur beim 3:0 gegen Werder Bremen II traf der 29-Jährige, der am 16. Juni durch die Geburt seines Töchterchens Miley zum zweiten Mal Vater geworden ist, bislang – und auch das vor allem dank gütiger Mithilfe des Bremer Keepers Raphael Wolf. „Arbeiten, arbeiten, arbeiten und nicht zuviel darüber nachdenken“, lautet Heiders Losung.

Vielleicht hilft am Abend das Flutlicht Heider und Co. in die richtige Tor-Spur. „Ich glaube, dass Spieler und Zuschauer bei dieser Atmosphäre noch zwei Prozent mehr Spaß haben“, orakelt Neitzel. Beim bislang letzten Drittliga-Heimspiel im Scheinwerferlicht am 27. Februar beeindruckten die Kieler mit einer überragenden Balance zwischen Offensive und Defensive. Am Ende stand ein grandioser 4:1-Triumph gegen RW Erfurt. Nachahmung dringend empfohlen.

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