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Keine lösbare Aufgabe für Holstein Kiel

2:4 gegen Chemnitzer FC Keine lösbare Aufgabe für Holstein Kiel

Drittligist Holstein Kiel hat das Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC 2:4 (1:2) verloren. Torschützen für die Störche waren Fabian Schnellhardt (45. Minute) und Rafael Czichos (83.).

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Tim Siedschlag (Holstein Kiel, links) versucht seinen Gegenspieler Nils Röseler (Chemnitzer FC) vom Ball zu trennen.

Quelle: Matthias Hermann

Chemnitz. Tief im Osten gab’s für den Fußball-Drittligisten Holstein Kiel einen zumindest ergebnismäßig heftigen Rückschlag. 2:4 (1:2) hieß es nach 90 heißen Minuten, von denen die Störche gut 60 dominierten. Doch die katastrophale Anfangsphase mit zwei schnellen Gegentoren war am Ende nicht zu kompensieren. Dazu kam eine gnadenlose Chancenverwertung der Gastgeber.

In den zehn Anfangsminuten übten sich beide Teams in einem unterhaltungsarmen Abnutzungskampf mit vielen Fehlpässen hüben wie drüben. Dann plötzlich verfielen die Störche bei deutlich über 30 Grad in der Sonne in den Schlummer-Modus. Die Chemnitzer agierten nun wacher, mutiger und zielstrebiger. Dass auch ihren Aktionen der große Glanz fehlte, spielte eine untergeordnete Rolle, da die Nordlichter in der Staffelung ungeordnet und zweikampf- sowie kopfballschwach agierten. Einen schnellen Angriff über die rechte Kieler Abwehrseite veredelten Frank Löning mit einer Flanke und Reagy Ofosu (14.) per Kopf aus sechs Metern zur CFC-Führung.

Ein Weckruf zur frühen Stunde für die KSV-Profis? Mitnichten! Nur drei Minuten später verlor Hauke Wahl ein Kopfballduell gegen Löning. Und Drittliga-Rekordtorjäger Anton Fink (17.) markierte mit einem platzierten 16-m-Schuss in seinem 150. Spiel für die „Himmelblauen“ das 2:0. Die Kieler hätte ein Debakel ereilen können, wenn Christian Cappek (23.) und der aufgerückte CFC-Innenverteidiger Marc Endres (27.) ihre Möglichkeiten genutzt hätten.

Hier sehen Sie Bilder vom Drittligaspiel Chemnitzer FC - Holstein Kiel am 22.08.2015

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So aber kam plötzlich Leben ins Störche-Gefüge. Marc Heiders scharfe Flanke von der Torauslinie fälschte Kevin Conrad ins eigene Tor ab (31.). Schiedsrichter Timo Gerach ließ auf Signal seines Assistenten weiter spielen, die TV-Bilder belegten den Fehler des 28-jährigen Betriebswirts aus Landau. Die Gäste klagten nicht, sondern suchten den Weg zur Wende.

Cheftrainer Karsten Neitzel wechselte nach 34 Minuten Manuel Schäffler für den wirkungslosen, in den vergangenen Tagen von Wadenproblemen geplagten Tim Siedschlag ein. Eine Rotation mit Wirkung. Zunächst verpasste der KSV-Top-Joker aus 16 Metern das Ziel (43.). 60 Sekunden später nahm Schäffler einen 50-m-Diagonalpass von Maik Kegel auf, passte flach nach innen und fand Fabian Schnellhardt, der kurz vor der Halbzeitpause aus fünf Metern mit dem linken Fuß zum 1:2 der Hoffnung im Holstein-Lager zählbare Nahrung gab.   

Zumal es nach dem Wiederanpfiff in gleichem Takte weiterging. Vier Ecken binnen vier  Minuten und ein Schnellhardt-Flatterschuss (51.) – den Sachsen schien die Luft auszugehen, Holstein Kiel dominierte das Geschehen. Denis-Danso Weidlich (67.) und Lewerenz (70.) hatten Peck beim Abschluss.

Doch nach Schnellhardt-Fehler im Spielaufbau und einem verlorenen Zweikampf von Czichos gingen Holstein-Kapitän Marlon Krause und Ofosu im KSV-Strafraum ins Duell. Eine Berührung hier, ein Zupfer dort – und schon gab’s Strafstoß. Klare Sache für Fink (72.) zum 3:1. Und als Hauke Wahl die Kugel gegen Jamil Dem die Kugel verlor, zog Routinier Löning auf und davon, donnerte den Ball zur Entscheidung ins Kieler Netz (83.). Czichos` Kopfballtreffer (88.) nach Schnellhardt-Freistoß kam zu spät.

„Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Schrecklich erste 20 Minuten, in denen wir hinten und vorne fast jedes Kopfballduell verloren und zu viel lange Bälle geschlagen haben. Mit der Leistung ab der 25. Minute bin ich trotz der Niederlage sehr einverstanden“, sagte Neitzel nach dem Abpfiff. 

Chemnitzer FC - Holstein Kiel 4:2 (2:1)

Chemnitzer FC: Kunz — Stenzel, Endres (78. Nandzik), Röseler, Conrad — Danneberg (73. Steinmann), Dem — Ofosu, Anton Fink, Cappek (60. Cecen) — Löning. — Trainer: Karsten Heine

Holstein Kiel: Jakusch — Herrmann, Weidlich, Wahl, Czichos — Kegel, Marlon Krause — Siedschlag (34. Schäffler), Schnellhardt — Lewerenz, Heider (68. Sané). — Trainer: Karsten Neitzel

Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau-Queichheim)

Tore: 1:0 Ofosu (14.), 2:0 Anton Fink (16.), 2:1 Schnellhardt (44.), 3:1 Anton Fink (72., Foulelfmeter), 4:1 Löning (83.), 4:2 Czichos (84.)

Zuschauer: 9045

Gelbe Karten: Dem — Schnellhardt, Kegel

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