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Lazarett in Mannschaftsstärke

Holstein Kiel vor Aue Lazarett in Mannschaftsstärke

Die Uhr tickt, der Anpfiff des mit Blick auf den Tabellenkeller eminent wichtigen Heimspiels des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel gegen Erzgebirge Aue (Sonnabend, 14 Uhr) rückt näher. Am Donnerstag stand das Abschlusstraining auf dem Dienstplan. Ein Protokoll des Arbeitstages.

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Die mögliche Innenverteidigung für das Duell gegen Erzgebirge Aue: Denis-Danso Weidlich (li.) gibt Evans Nyarko im Abschlusstraining der Kieler Störche am Donnerstag schon einmal die Richtung vor.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. 12.20 Uhr: Manuel Hartmann erscheint im Nachwuchsleistungszentrum Projensdorf. Doch die Fußballschuhe werden nicht ausgepackt. Ein Kapselanriss im großen Zeh des rechten Fußes zwingt den Routinier zur Schonung – ein Einsatz gegen Aue ist eher unwahrscheinlich. „Unser Torwart Robin Zentner ist mir fünf Minuten nach meiner Einwechslung in der Partie gegen Cottbus auf den Fuß getreten. Der war danach taub und nach Spielschluss dick und lila. Alle dachten zuerst, der sei gebrochen“, berichtet der 31-jährige, der das aktuelle Holstein-Lazarett fast auf Mannschaftsstärke bringt: Kenneth Kronholm, Marlon Krause, Milad Salem (alle Aufbau nach Kreuzbandriss), Rafael Czichos und Willi Evseev (beide Muskelfaserriss im rechten hinteren Oberschenkel), Finn Wirlmann (Sehnenanriss im rechten vorderen Oberschenkel), Steven Lewerenz (Reizzustand im rechten Knie), Dominik Schmidt (Reizzustand im linken Hüftgelenk) und Patrick Herrmann (Reizschmerz im rechten Knie). Dazu fällt am Sonnabend noch Eidur Sigurbjörnsson (Gelbsperre) aus. „Dann müssen das eben die anderen richten“, sat Hartmann. „Das ist am Sonnabend nicht das Endspiel, sondern eines von noch neun.“

 12.30 Uhr: Pressekonferenz mit Cheftrainer Karsten Neitzel und Sportchef Uwe Stöver. Auch hier wird die angespannte Personallage diskutiert. Neitzel nimmt die Situation ähnlich gelassen wie Handball-Nationalcoach Dagur Sigurdsson beim EM-Triumph in Polen: „Schade, wenn der eine oder andere ausfällt. Aber jeder, der neu ins Team kommt, kann ein Drittligaspiel über Durchschnitt abliefern.“ Währenddessen bereiten sich die gesunden Profis im Kraftraum auf die anstehende Einheit vor.

 13.30 Uhr: Videoschulung zum Thema „Schnelles Erkennen von wichtigen Situationen“. Zwei Spieler sind mit dem Zusammenstellen der entsprechenden Szenen aus dem Heimspiel gegen Cottbus (1:2) betraut. Auch Neitzel hat Filmmaterial vorbereitet.

 14.20 Uhr: Abschlusstraining auf einem Außenplatz in Projensdorf. Fitnesstrainer Timm Sörensen bringt die zuletzt flügellahmen Störche gehörig ins Schwitzen. Mittendrin der auf die Zähne beißende Rechtsverteidiger Herrmann und Milad Salem, der im Rahmen seines medizinischen Eingliederungsprozesses wieder dichter ans Team heranrückt. Fünf „Kiebitze“ beobachten danach die schnellen Passfolgen im 5-gegen-2-Spielchen auf kleinem Raum. Dann werden die Leibchen an die Akteure der möglichen Startformation vom Sonnabend verteilt. Innenverteidiger wären demnach Denis-Danso Weidlich und Evans Nyarko. Der zuletzt in der Kritik stehende Maik Kegel zeigt im internen Testspiel besonderen Ehrgeiz. Neitzel legt großen Wert auf die richtige Aufnahme des Gegners. Lobt und korrigiert. Unterbricht die Wettkampf-Geschwindigkeit und lässt die Profis das exakte Verschieben der Defensivreihen im Schritttempo üben.

 15.35 Uhr: Feierabend. Die Konzentrationsphase auf das Spiel gegen Aue beginnt unter der Dusche. Die Uhr tickt ...

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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