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„Störche“ weihen neue Voliere ein

Holstein Kiel „Störche“ weihen neue Voliere ein

Holstein Kiel macht sich für das Tierheim Uhlenkrog stark. Am Sonntag kamen die Störche mit der ganzen Fußballmannschaft, den Cheerleadern und Geschäftsführer Wolfgang Schwenke in die Anlage des Tierschutzvereins, um eine neue Voliere für Wildvögel einzuweihen.

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Begehrtes Fotomotiv: Holstein-Spieler bringen verletzte Möwen in die neue Wildvogelvoliere des Tierheims Uhlenkrog.

Quelle: bk

Kiel. 20000 Euro kostete die neue Anlage. 8600 Euro stammen aus der Bingo-Lotterie, der Rest wird über Spenden finanziert. „Wir bekommen von der Stadt keinen Cent Unterstützung“, erinnerte Sabine Petersen, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, an die Rahmenbedingungen.

 „Die Voliere wurde weitaus teurer als wir geplant hatten“, berichtete Julius Andresen, der ehrenamtlich als Tierarzt für den Verein Tierheim Uhlenkrog arbeitet und die Freiluftanlage mit plante. Ein bisschen wie Fort Knox sieht der dicht an einem Teich gelegene Neubau im hinteren Bereich des Geländes aus. Besonderheiten sind Maximalabstände von zwei Zentimetern zwischen Türen und Rahmen, ein 60 Zentimeter tiefes Fundament, eine rund 20 bis 40 Zentimeter dicke Betonplatte und ein extra kleinmaschiger Zaun, der tief in die Erde eingelassen wurde.

 Sand und ein Paddelbecken für die Wasservögel, das mit Brunnenwasser vom Tierheimgrundstück gefüllt wird, gehören zur Ausstattung. Was noch fehlt, sind Sitzbretter für die Tiere und Pflanzen, die den Riesenkäfig abschirmen, sagte Sabine Petersen vom Vereinsvorstand. Mit dem Hochsicherheitstrakt will das Tierheim Ratten von den verletzten Tieren fernhalten. Im Winter waren die Allesfresser in die alten Volieren des Tierheims eingedrungen und hatten verletzte, wehrlose Vögel gefressen, erklärte Andresen.

 Nachdem der Vereinsvorsitzende Manfred Dunkelmann und Wolfgang Schwenke das rote Band am Eingang zu dem sechs Meter langen, drei Meter breiten und 2,40 Meter hohen Riesenkäfig durchschnitten hatten, kam der große Moment: Die Holstein-Spieler Dominik Schmidt, Niklas Jakusch, Manuel Schäffler, Marlon Krause und Tim Siedschlag trugen die ersten Bewohner, fünf verletzte Möwen, in Transportboxen in die Voliere.

 Fans der Störche erlebten danach eine Mannschaft zum Anfassen. In aller Ruhe gaben die Spieler Autogramme. Die Cheerleader luden Mutige ein, sich von ihnen auf die Schultern nehmen zu lassen. Schwenke warb im Interview mit Dunkelmann erneut um Verständnis für die Entscheidung, Dauerkartenbesitzer von ihrem Stammplätzen zu holen und auf der gegenüberliegenden Tribüne unterzubringen. Er versprach: „Wenn das Stadion erweitert ist, kommen sie auf Ihre Plätze zurück.“ Schwenke erinnerte: „Wir brauchen neue Werbepartner. Sie helfen dem Verein.“

 In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Werbepartner von 70 auf derzeit 235 gewachsen. Die Bilanz bei den Dauerkarten sei ebenfalls positiv.: 900 mehr als 2014 hat Holstein Kiel verkauft. Im Durchschnitt wollen inzwischen 6300 Fußballfreunde ein Holstein-Spiel sehen.

 Den knapp verpassten Aufstieg in die zweite Liga nahm Schwenke zum Anlass, nach vorne zu blicken: „Der Verein ist gut aufgebaut. Wir wollen nachhaltig beweisen, dass wir konkurrenzfähig sind.“ Er betonte: „Wir werden mit Respekt an die Sache herangehen. Die dritte Liga ist so gefährlich, wir wurden in der letzten Saison hochgespült.“

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