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Können Einkäufe den Störchen helfen?

Holstein Kiels Krise Können Einkäufe den Störchen helfen?

Als wäre die herbe 0:4 (0:2)-Heimpackung gegen den Halleschen FC am Freitagabend zum Jahresabschluss für Fußball-Drittligist Holstein Kiel nicht genug. Tags darauf punktete die Konkurrenz aus unteren Tabellenregionen. Lediglich drei Zähler trennen die Störche (Rang 15/24 Punkte) noch vom ersten Abstiegsplatz.

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Ratlos gegen den Halleschen FC, ratlos im Tabellenkeller: Fabian Schnellhardt und Holstein Kiel.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Nach dem Rostocker 1:0 gegen Chemnitz, dem Sieg des VfB Stuttgart II mit 2:1 in Münster, einem Unentschieden von Werder II mit 1:1 in Cottbus und Fortuna Kölns 2:0 in Aalen kann von einem entspannten Weihnachtsfest im Lager der Kieler vor dem Auftakt der 17-teiligen Restserie am 24. Januar bei Werder Bremen II nicht die Rede sein.

Lange Gesichter gab's bei den Störchen schon am Freitagabend. „Es ist klar, dass die Fans enttäuscht sind. Aber man kann uns glauben, dass wir Spieler am enttäuschtesten von allen sind“, sagte Störche-Spielmacher Fabian Schnellhardt. Und der routinierte Linksverteidiger Patrick Kohlmann rätselte: „Das war ein ganz komisches Spiel. So böld sich das nach einem 0:4 anhört, aber wir haben sehr gut angefangen. Wir mussten in der ersten halben Stunde in Führung gehen – und liegen auf einmal zur Halbzeit 0:2 zurück. Nach dem 0:3 war das Spiel dann entschieden.“

Jetzt kommen wohl noch mehr Neueinkäufe

Ein Chancenplus von acht zu fünf für seine Farben hatte auch KSV-Cheftrainer Karsten Neitzel gesehen. Doch einmal mehr gelang es den Kielern gegen die fast gnadenlos effektiven Konter-Künstler aus Halle nicht, vor immerhin noch 5424 Zuschauern das Runde ins Eckige zu bringen. Jetzt ist ein gutes Händchen bei den Verantwortlichen um den neuen Geschäftsführer Uwe Stöver gefragt, um diese Offensiv-Baustelle zu beheben. Ohne offizielle Bestätigung scheint klar, dass neben dem bereits unter Vertrag stehenden Innenverteidiger Eidur Sigurbjörnsson noch weitere Wintereinkäufe das Nest der Störche betreten werden.

Der zu Saisonbeginn vorgenommene Umbruch hat (noch) nicht die erhoffte Wirkung erzeugt. Sowohl die individuelle als auch die kollektive Inkonstanz bereiten arge Kopfschmerzen. Das Personalpuzzle passt nicht. Neitzels Worte zum Jahreswechsel sind unmissverständlich: „Sechs bis sieben Spieler müssen zu besserer Form finden.“

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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KSV-HFC 0:4
Foto: Konsterniert: Fabian Schnellhardt konnte die bittere 0:4-Niederlage von Holstein Kiel kaum fassen.

Das Jahr endet für den Fußball-Drittligisten Holstein Kiel wie die Saison für ihn begonnen hatte: Mit einem fulminanten Heimspiel-Frust! 0:4 hieß es im Juli gegen Mainz II, 0:4 (0:2) auch an diesem rabenschwarzen Freitagabend gegen den Halleschen FC.

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