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„ZiSch“-Kiebitze bei den Störchen

Holstein Kiel „ZiSch“-Kiebitze bei den Störchen

So viel Zeit musste noch sein. Drei Achtklässler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums Neumünster und zwei gleichaltrige Gymnasiasten der Jungmannnschule Eckernförde beobachteten am Freitagnachmittag im Nachwuchsleistungszentrum Projensdorf die Trainingseinheit des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel.

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 Mittendrin mit Zisch: Die fünf 13-jährigen Nachwuchsreporter Tim Hüst, Marian Michalsky, Oke May, Konrad Elmentaler und Tjark Hölbling waren beim Training von Holstein Kiel live dabei.

Quelle: Kerstin Tietgen

Kiel. Und nahmen danach im Rahmen des KN-Projektes „ZiSch“ (Zeitung in der Schule) die Profis Marc Heider, Steven Lewerenz und Robin Zentner sowie Cheftrainer Karsten Neitzel per Interview ins „Kreuzverhör“. Die letzte Aufgabe der Störche vor ihrem freien Wochenende, das Neitzel den Akteuren ob der Punktspielpause bis zum nächsten Drittliga-Auftritt beim SV Wehen Wiesbaden (17. Oktober) gewährt. Exklusive der Gruppe, die am Sonnabend bei der U23 im SH-Liga-Duell beim PSV Neumünster Spielpraxis sammeln soll.

„Wir haben in dieser Woche die Anzahl der Trainingseinheiten erhöht. Sowohl auf dem Rasen als auch im mentalen Bereich“, sagte Neitzel. Auch das Thema „Torflaute“ habe dabei eine Rolle gespielt. Denn der Positivtrend, die jüngsten fünf Drittliga-Partien in Folge ohne Niederlage mit nur einem Gegentreffer überstanden zu haben, wird durch die darin enthaltenen vier Nullnummern relativiert. „Zu unseren Spielformen auf engen Feldern gehören automatisch auch Zweikampfverhalten und Torschüsse“, so Neitzel.

Derweil wirkte der freiwillige Abgang des Sportlichen Leiters Ralf Heskamp, der am Mittwoch „aus privaten Gründen“ nach nur gut neun Monaten seinen bis zum 31. Dezember 2017 datierten Vertrag vorzeitig aufgelöst hatte, am Freitag im Nest der Störche nur noch am Rande nach. „Natürlich war das überraschend. Ralf Heskamp hat einen sehr guten, seriösen und netten Eindruck gemacht. Aber wenn private Gründe dahinter stecken, dann ist das sicherlich wichtiger. Dennoch finde ich es sehr schade für uns. “, erklärte stellvertretend Mittelfeld-Techniker Fabian Schnellhardt.

Beim Aufsichtsrat der KSV Holstein hat mittlerweile die Suche nach einem Heskamp-Nachfolger begonnen. Die Stellenbesetzung müsse nicht zwangsläufig auf einen prominenten Namen hinauslaufen, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Tholund. Auch die Möglichkeit, dass erneut ein zuvor nie auf einer derart verantwortungsvollen Position tätig gewesener Kandidat wie das Osnabrücker Urgestein Heskamp die Kommandobrücke des Kieler Fußball-Flaggschiffs betritt, sei nicht ausgeschlossen. „Ein zweiter Versuch in diese Richtung wäre zwar mutig. Aber entscheidend ist lediglich die Fachkompetenz. Dazu zählt nicht zuletzt die Weiterentwicklung unseres Nachwuchsleistungszentrums“, so Tholund.

Der Jurist strebt mit dem neuen Sportlichen Leiter eine langfristige Zusammenarbeit an. Wie zuvor mit dem Ex-Freiburger Andreas Bornemann, der im Juni 2014 nach viereinhalb Jahren die Störche in Richtung Greuther Fürth verließ, dem ambitionierten Zweitligisten „aus persönlichen Gründen“ aber kurz vor dem offiziellen Dienstbeginn absagte und seit 14 Tagen bei dessen fränkischen Nachbarn 1. FC Nürnberg unter Vertrag steht.

In Kiel landen die Bewerbungen zunächst auf dem Tisch des Kaufmännischen Geschäftsführers und Vizepräsidenten Wolfgang Schwenke, der im Verbund mit Neitzel kommissarisch die Aufgaben Heskamps übernimmt. Nach Sondierung der Kandidatenliste, persönlichen Gesprächen mit potenziellen Anwärtern und de Meinungsaustausch mit dem Präsidium bestimmt der Aufsichtsrat per Wahl den künftigen Sportlichen Leiter.

Print-Hinweis: Ein ausführliches Interview mit Holstein-Spielmacher Fabian Schnellhardt lesen Sie in der Montagausgabe der Kieler Nachrichten.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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