22 ° / 10 ° Gewitter

Navigation:
Vertrauen ist der Anfang von allem

Holstein-Profis Vertrauen ist der Anfang von allem

Nein, seine berufliche Premiere verursacht ihm keine feuchten Hände. „Es geht nicht um mich, sondern um den Verein“, sagt Markus Anfang vor seinem Heim-Debüt als Profitrainer heute Abend (19 Uhr) gegen den VfL Osnabrück. Heute folgt gegen die Veilchen ein Spiel, das in die Kategorie „Wahrsager“ passt.

Voriger Artikel
Heimliche Ambitionen
Nächster Artikel
Ende mit Schrecken für Anfang

„Es geht nicht um mich, sondern um den Verein“, sagt Markus Anfang vor seinem Heim-Debüt als Profitrainer heute Abend (19 Uhr) gegen den VfL Osnabrück.

Quelle: Oliver Schwabe

Kiel. Seit dem 30. August ist der 42-Jährige der 25. Chefcoach von Holstein Kiel in den vergangenen 25 Jahren. Seine Feuertaufe für den Fußball-Drittligisten hatte der gebürtige Kölner beim imposanten 3:1-Auswärtserfolg vor einer Woche in Paderborn mit Bravour bestanden.

Das von der VfL-Führung traditionell gepflegte Understatement, wonach man sich erst einmal um den Klassenerhalt kümmern müsse, kann Anfang nicht zu einer Fehleinschätzung des Gegners verführen. „Osnabrück ist für mich immer ein gefühlter Zweitligist mit hohen Ambitionen“, sagt der Coach.

Schon ein Blick auf die aktuelle Leistungsstatistik der Niedersachsen und auf die direkten Vergleiche der Vorsaison gebietet Respekt. Elf Punkte nach drei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage spülten die Lila-Weißen auf den siebten Tabellenplatz, direkt dahinter rangiert Holstein mit ebenfalls drei Dreiern, aber zwei Niederlagen bei einem Remis. In der vergangenen Saison verloren die Störche beide Spiele gegen das Team von Trainer Joe Enochs (2:3, 0:1).

Diese Mini-Serie soll jetzt enden, am besten mit den Tugenden, die Anfang seinen Männern in knapp zwei Wochen in die Köpfe gepflanzt hat und Paderborn ratlos machte: schnelles Umschaltspiel in alle Richtungen, flache Pässe, Kreativität, Mut zum Risiko. Eine Strategie, der die Drittliga-Konkurrenten mehrheitlich robuste Abwehrarbeit, hohe Laufbereitschaft und Kampfkraft entgegensetzen werden. Wie erfolgreich die neue Kieler Vorgehensweise im Saisonverlauf ist, dürfte eine der spannendsten Fragen in der Dritten Liga werden. „Es gibt keine falschen Entscheidungen. Es gibt nur den Fehler, gar keine Entscheidung zu treffen“, bekräftigt Anfang das Mantra des Vertrauens in seine Profis. Er will ihnen „Freiraum lassen, damit sie ihre Linie aus dem Paderborn-Spiel wiederholen“. Dass die Störche das Potenzial haben, ihre technisch-taktischen und athletischen Fähigkeiten in reichlich Punkte umsetzten, ist unstrittig. Aber entscheidend ist, wie immer, auf’m Platz.

Dort wird Anfang heute kaum personelle Experimente wagen, auch wenn er die Belastung der kommenden englischen Woche berücksichtigen will und muss. Dennoch könnte Dominic Peitz nach überstandenem Innenbandriss und gelungenem Pflichtspieldebüt in Paderborn (nach einer Stunde eingewechselt) für Niklas Hoheneder als Sechser in die Startelf rücken. „Darüber werde ich noch mit Dominic Rücksprache nehmen. Er kann seinen Körper gut einschätzen. Aber wir müssen vorsichtig sein. Er soll ja langfristig im Team bleiben“, sagt Anfang. Im Training in dieser Woche hat der 32-Jährige bestätigt, dass er die Rolle einzunehmen gedenkt, deretwegen die KSV-Führung ihn verpflichtet hat: ein Führungsspieler, der die Mannschaft mit natürlicher Autorität zusammenhält, auf den gemeinsamen Erfolg einschwört. Ein homogener Auftritt wird gegen die Veilchen auch nötig sein. Markus Anfang erwartet „ein intensives Spiel mit Derby-Charkater“, zu dem die KSV rund 6000 Zuschauer erwartet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3