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Was stimmt nicht, Herr Neitzel?

Holstein-Trainer Was stimmt nicht, Herr Neitzel?

Wo er die Betriebsferien des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel bis zum 3. Januar verbringt, mochte Chefcoach Karsten Neitzel nicht verraten. Bevor der 48-Jährige mit unbekanntem Ziel aufbrach, sprach er über Einschätzungen, Wünsche und Perspektiven vor der Rückrunden-Fortsetzung am 24. Januar bei Werder Bremen II.

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Wo er die Betriebsferien des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel bis zum 3. Januar verbringt, mochte Chefcoach Karsten Neitzel nicht verraten.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Frage: Herr Neitzel, nach dem Relegations-Drama von München am 2. Juni haben Sie den fast schon legendären Satz geprägt: „Diese Saison war eine richtig geile Scheiße!" Wie bewerten Sie die ersten 21 Partien dieses Spieljahres?

 Wir haben 24 Punkte geholt. Die großartige Rückrunde der vergangenen Saison mit dem Erreichen des Relegationsplatzes hat natürlich Erwartungen geweckt, die enttäuscht worden sind. Wir hatten Phasen, in denen wir gut Fußball gespielt, aber zu wenig gepunktet haben. Liegt es an der Qualität des Kaders, hatten wir Pech? Das sind ja immer die zentralen Fragen. Was die Qualität des Kaders betrifft, da muss ich sagen, dass die Qualität gut ist, aber nicht in dem erhofften Ausmaß abgerufen wurde. Aber mit den gezeigtenLeistungen fünf oder sechs Punkte mehr zu holen, wäre kein Hexenwerk gewesen. Haben wir aber nicht. Deswegen bin ich mit dem Verlauf der Vorrunde nicht zufrieden. Aber nicht nur wegen des Tabellenstandes (Rang 15, d. Red.), sondern weil ich erwartet hatte, dass wir mit dieser Mannschaft stabiler auf dem Platz stehen würden.

 Zwölf Akteure haben das Nest der Störche vor und zu Beginn dieser Saison verlassen, zehn externe kamen. Inwieweit ist der personelle Umbruch bis heute gelungen?

 Wir haben extrem wichtige Spieler verloren, Rafael Kazior und Mikkel Vendelbo zum Beispiel haben die KSV verlassen, Kenneth Kronholm und Marlon Krause erlitten Kreuzbandrisse. Dann haben wir ein paar Profis dazu bekommen, die die Erwartungen erfüllt haben, andere neue Spieler haben das nicht. Die sportliche Leitung und die Spieler müssen es nun gemeinsam hinbekommen, dass jeder in der Rückrunde sein maximales Leistungsvermögen abruft.

 Gibt es im Kader hoffnungslose Fälle?

 Nein.

 Mit Innenverteidiger Eidur Sigurbjörnsson vom schwedischen Erstligisten Örebro SK steht der erste Wintereinkauf fest. Wo sehen Sie die größten Baustellen im Kader?

 Auf Herrmann, Czichos und Kohlmann konnte man sich in der Viererkette verlassen. Und mit Sigurbjörnsson als Ergänzung sind wir jetzt in der Abwehr sehr gut aufgestellt. Siedschlag und Schnellhardt haben insgesamt eine gute Hinrunde gespielt. Es ist ganz klar unser Ziel, die Gruppe der Spieler, die ihr Niveau konstant abrufen, in der Rückrunde größer werden zu lassen.

 Zum Trainingsauftakt am 3. Januar arbeiten Sie offiziell mit Uwe Stöver als neuem Geschäftsführer Sport zusammen. Erhoffen Sie sich auch von dieser Personalie neue Impulse?

 Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Mit seinem Erfahrungsschatz, seinen Kontakten und seinem souveränen Auftreten wird Uwe Stöver Holstein Kiel sicher gut tun.

 Acht Punkte sind es bis Platz vier, der am Ende der Saison die Qualifikation für den DFB-Pokal bedeuten würde. Elf Zähler fehlen zum Relegationsrang drei. Und drei Punkte beträgt der Abstand zum ersten der drei Abstiegsplätze. Was darf das Kieler Fußball-Volk in der 17-teiligen Restserie von der KSV Holstein noch erwarten?

 Ich kann natürlich nichts versprechen. Wir werden gemeinsam mit den Spielern an deren Form und Konstanz sowie an den Abläufen auf dem Platz permanent arbeiten. Dann darf man von uns auch erwarten, dass wir insbesondere zu Hause erfolgreicheren Fußball spielen.

 Interview: Andreas Geidel und Thomas Pfeiffer

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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Holstein Kiel
Foto: Auch Dominik Widemann (re., hier gegen den Kieler Marlon Krause) gilt als großes Offensivtalent.

Eine offizielle Bestätigung gibt es seitens der Verantwortlichen des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel nicht. Und doch verdichten sich die Gerüchte, wonach die Störche im Rahmen der Transferperiode II (1. Januar bis 1. Februar) auf intensiver Stürmer-Suche sind.

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