21 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Aller Anfang ist schwer

Holstein gegen Kilia Aller Anfang ist schwer

Aller Anfang ist schwer. Ein Wortspiel mit realem Hintergrund. Bei der Spiel-Premiere des neuen Cheftrainers der KSV Holstein, Markus Anfang, knirschte es am Freitagabend beim FC Kilia vor allem im ersten Durchgang noch reichlich im Kombinationsgetriebe der Störche.

Voriger Artikel
Markus Anfang peilt oberes Tabellendrittel an
Nächster Artikel
Absturz aus dem Fußball-Himmel

Holsteins Kapitän Rafael Czichos (li.) steigt höher als Kilias Kevin Punk, verfehlt aber das Ziel.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Dennoch gewann der Drittligist am Schluss standesgemäß mit 6:0 (1:0) beim Tabellenvorletzten der SH-Liga.

Eine leichte Enttäuschung bot zunächst die Kulisse im Kilia-Stadion: Trotz ansprechenden Spätsommerwetters und des vereinbarten Benefiz-Charakters dieser Partie – die Einnahmen sollen den Erdbebenopfern in Italien zugute kommen – waren nur 418 Zuschauer gekommen.

 Auch die meisten Kilia-Akteure wäre lieber zu Hause geblieben. Sie hatten sich intern gegen die Austragung dieses Spiels nur zwei Tage vor der SH-Liga-Pflichtaufgabe gegen die U23 der Störche (Sonntag, 14 Uhr) ausgesprochen, entsprach dann aber doch dem Wunsch der Verantwortlichen des Traditionsklubs vom Hasseldieksdammer Weg.

 Zur allgemeinen Überraschung zog sich der vom Ex-Holsteiner Malte Sawkulycz und Daniel Sahre gecoachte Außenseiter in der ersten Halbzeit überaus achtbar aus der Affäre. Die ersatzgeschwächten Vollprofis aus Liga drei taten sich in einem ähnlichen 4-1-2-2-1-Taktikmuster wie beim jüngsten 3:0-Heimsieg gegen Zwickau anfangs sehr schwer gegen den tief stehenden Kontrahenten.

Leichtigkeit fehlte

 Es schien, als stecke den Störchen das Vormittagstraining noch in Kopf und Beinen. Mitunter fehlte die Leichtigkeit, in einigen Szenen auch die Ballfertigkeit und das Tempo, um das Bemühen um Ballbesitz und -kontrolle zu erfolgreichen Abschlüssen zu bringen. Dazu kam in den ersten 45 Minuten die mangelnde Chancenverwertung. Lediglich Mathias Fetsch (14.) zeigte sich bei seinem Treffer zur 1:0-Halbzeitführung aus zehn Metern eiskalt.

 Nach der Pause kam der Zwei-Klassen-Unterschied auch durch Tore zum Ausdruck. Allerdings fiel der KSV Holstein das Treiben auch deshalb leichter, weil der Fünftligist fünf Spieler aus seiner zweiten Mannschaft (A-Klasse) einwechselte. Saliou Sane zeigte dazu seine zwei Gesichter: Zunächst scheiterte der KSV-Stürmer mit einem Fouelfmeter kläglich an Jacob Bannow (75.). Fünf Minuten später bewies er mit einem Abstauber zum 5:0 Torjägerqualitäten.

 „Wir haben die Jungs in den vergangenen zwei Tagen komprimiert mit Informationen über unsere Spielidee vollgestopft. Logisch, dass das alles noch etwas ungewohnt ist. Dass nicht alles von heute auf morgen klappen kann“, sagte Anfang nach dem Spielschluss. „Ich habe aber schon viele positive Ansätze gesehen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3