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Kazior: „Wir wollen auch in Kiel Zählbares holen“

Holstein gegen SV Werder II Kazior: „Wir wollen auch in Kiel Zählbares holen“

Am Ende des Abschlusstrainings am Freitag servierte Mittelfeld-Routinier Dominic Peitz noch einige Kostproben seiner Kopfballstärke. Auch am Sonnabend (14 Uhr) will sich der 1,96-m-Hüne vom Fußball-Drittligisten Holstein Kiel in die Lüfte schrauben, wenn der SV Werder Bremen II an der Förde gastiert.

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Keine Gnade unter Ex-Kollegen: Holstein-Verteidiger Patrick Herrmann fährt seinem Ex-Capitano Rafael Kazior beinhart in die Parade.

Quelle: imago sportfotodienst

Kiel. Drei Punkte stehen auf der Agenda der Störche ganz oben – vielleicht ja sogar garniert mit dem Premierentreffer des 32-Jährigen im KSV-Trikot.

 Cheftrainer Markus Anfang dürfte es ziemlich egal sein, wer die erhofften Tore schießt. Hauptsache, sie fallen. In Sachen Startaufstellung genießt der 42-Jährige die Qual der Wahl. Denn bis auf den angeschlagenen Linksverteidiger Patrick Kohlmann kann Anfang aus dem Vollen schöpfen. Neben dem Flügelspieler Milad Salem, der wegen des Tests gegen Hannover 96 vor Wochenfrist eine Einladung der afghanischen Nationalmannschaft ausgeschlagen hatte, pocht vor allem Allrounder Tim Siedschlag nach 14-tägiger Punktspielpause ob der Folgen eines grippalen Infektes auf eine Rückkehr in die Anfangself.

 Notfalls auch als Außenverteidiger, wie zuletzt in Schneverdingen gegen den Zweitliga-Zweiten von der Leine, als Siedschlag nach Salem-Ecke zum 2:2-Endstand einköpfte. „Tim auf diese Position zu beordern, war keine Verlegenheitslösung. Er ist auch dort immer eine Option“, so Anfang. Sollte Rafael Czichos nach auskuriertem Muskelfaserriss, aber nur zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft, zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen, könnte Siedschlag als Ersatz-Kapitän zur Seitenwahl seinen alten Mitstreiter Rafael Kazior begrüßen.

 Der langjährige Störche-Capitano trägt jetzt im zweiten Jahr die Mannschaftsführer-Binde beim Bremer Bundesliga-Unterbau. Drei Siege und sieben Niederlagen weist das Konto der Grün-Weißen aus. Zudem steht an der Weser die Schießbude der Dritten Liga (20 Gegentore). „Wir wollen natürlich auch in Kiel etwas Zählbares holen“, sagt Kazior ungeachtet aller Zahlen, verweist auf die Ausgeglichenheit der Liga und die eigenen Erfolge in Paderborn und gegen Osnabrück.

 Der 33-Jährige (drei Treffer, zwei Torvorlagen) fühlt sich mittlerweile als Teil der oft zitierten Werder-Familie, kann sich ein Engagement in Bremen über das Vertragsende am 30. Juni 2017 „sehr gut vorstellen“. Auch deshalb habe er, so Kazior, keine schlaflosen Nächte mehr vor einem Spiel gegen den Klub, bei dem er insgesamt fünf Jahre unter Vertrag stand. Das ihm vertraute Trainergespann Karsten Neitzel/Jan Sandmann sei weg, auch die meister Spieler seien neu.

 Aus der ruhmreichen Saison 2014/15 mit dem Erreichen der Aufstiegsspiele gegen München 1860 stehen neben Siedschlag nur noch Patrick Herrmann, Kohlmann, Saliou Sane und Kenneth Kronholm im Holstein-Aufgebot. Letzterer feierte am Freitag seinen 31. Geburtstag. Die Gratulation Kaziors zu drei Punkten nach dem Spiel wäre für den Torwart der Störche das perfekte Präsent.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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