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Neitzel stellt die T-Frage

Holstein im Trainingslager Neitzel stellt die T-Frage

Sollten sich die Winter-Neuzugänge des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel – Sigurbjörnsson, Evseev und Fetsch – als die erhofften Verstärkungen erweisen, bleibt für Chefcoach Neitzel nur noch ein Problem, das im Gegensatz zu den anderen Mannschaftsteilen mit „Bordmitteln“ gelöst werden soll: die Torhüterfrage.

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Torwarttraining in der Türkei: Niklas Jakusch (r.) hechtet gegen den Widerstand eines Gummiseils nach dem Ball. Sein Konkurrent Robin Zentner dient als Fixpunkt (hinten).

Quelle: Uwe Paesler

Manavgat. Nachdem sich Kenneth Kronholm, in der glorreichen Vorsaison zum besten Drittliga-Keeper gewählt, im August das linke vordere Kreuzband gerissen hatte, ruhte Neitzels Vertrauen zunächst auf dem Kieler Jung Niklas Jakusch – und endete mit dem 2:2 gegen Fortuna Köln am 25. August, dem fünften Spieltag. Einen Tag später verpflichtete die KSV Robin Zentner als Nummer eins, doch das Wechselspiel war damit nicht beendet.

Das sind die Fotos von der Entspannung am Abend des dritten Tags im Holstein-Trainingslager.

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Neitzel ist unzufrieden und erwartet von seinem Tor-Tandem eine deutliche Steigerung: „Beide haben in der Vorrunde gute und weniger gute Leistungen gezeigt. Egal wer in der Rückrunde im Tor steht: Es ist seine Aufgabe, ein konstant guter Rückhalt für die Mannschaft zu sein.“ Klare Worte. Die miese Quote von 32 Gegentoren kann nicht allein der Feldabwehr zugeschrieben werden.

Die Betroffenen geben sich optimistisch

Das wissen die Betroffenen und präsentieren sich in einer Mischung aus Schuldbewusstsein und Zuversicht. Robin Zentner sagt zu seiner Degradierung: „Ich habe sofort nach meinem Wechsel gespielt, und dann waren wir auf einmal Letzter. Der Trainer entschied daraufhin, den Torwart zu wechseln. Ich bin aber davon ausgegangen, dass der Coach das nicht persönlich gemeint hat, sondern dass diese Entscheidung allein der sportlichen Situation der gesamten Mannschaft geschuldet war. Meine Spiele waren zwar nicht überragend, aber auch nicht grottenschlecht.“ Zu wenig für Neitzel.

Doch Niklas Jakusch, Holsteins Eigengewächs und Favorit der Fans, konnte auch seine zweite Chance nicht nutzen. Zwar stand der 26-Jährige auch im letzten Punktspiel 2015, dem 0:4 am 18. Dezember gegen Halle, im Tor, doch der Wettbewerb um die Pole Position wird vor der Saison-Fortsetzung am 24. Januar bei Werder Bremen II erneut eröffnet.

Auch der Zweikampf läuft professionell

„Wenn der Trainer das Gefühl hat, einen Spieler auswechseln zu müssen, muss man das professionell nehmen“ will auch Jakusch nicht hadern, fügt allerdings hinzu: „So ein richtiges Torwartspiel, in dem man auch mal einen oder zwei Unhaltbare hält und der Mannschaft einen Schub gibt, hatten wir beide in dieser Saison nicht.“

Jakusch betont seine ungebrochen professionelle Berufsauffassung auch im Zweikampf mit dem Konkurrenten. „Wir wollen zusammen Erfolg haben. Das Wichtigste ist die Mannschaft. Und das ist nicht nur so dahergesagt“, betont Zentner, und Jakusch nickt zustimmend.

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Foto: Holstein Kiel Trainingslager: Dominik Schmidt klärt das Testspiel gegen Halle.

Das schreckliche Attentat von Istanbul, das zehn Menschen in den Tod riss, darunter acht Deutsche, ist natürlich auch im Trainingsquartier von Holstein Kiel in Manavgat an der Mittelmeerküste ein Thema. Zwar trennen den Badeort geografisch 516 Kilometer von der Millionenmetropole am Bosporus, doch gefühlt ist die Tragödie natürlich näher.

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