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Aus zwei Welten das Beste machen

Holstein ratlos Aus zwei Welten das Beste machen

Eine Zeitmaschine wäre jetzt hilfreich, um das Halbfinale im SHFV-Lotto-Pokal beim Regionalligisten VfB Lübeck noch einmal zu spielen – eine Blamage weniger und die Chance auf 140000 Euro DFB-Pokal-Antrittsgeld hätten beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel für Gewissheit gesorgt: Wir sind auf einem guten Weg.

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Mister Zuverlässig steht auf der Kippe: Holsteins Linksverteidiger Patrick Kohlmann (re., gegen den Münchner Löwen Krisztián Simon) konnte wegen Rückenproblemen am Mittwoch nicht trainieren.

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Kiel. Doch das 0:1 im Landesderby ist nun einmal nicht korrigierbar, und so stellt vor dem Punktspiel am Freitag (19 Uhr) beim VfB Stuttgart II wieder einmal die Frage: Wo steht die KSV?

Karge Kollektivleistung, "dumme Einsatzbereitschaft"

Damit die Antwort positiv ausfällt, greift Trainer Karsten Neitzel zu einem einfachen psychologischen Kniff: aus den beiden „Welten“ der vergangenen zwei Wochen das Beste zu machen. „Wichtig ist: Das letzte Punktspiel haben wir gewonnen. Und daran müssen wir in Stuttgart anknüpfen“, betrachtet der 47-Jährige die beste Saisonleistung beim 3:1-Sieg über den Tabellendritten SG Sonnenhof Großaspach am 7. November als tragfähiges Fundament, auf dem die karge Kollektivleistung von Lübeck zu wertvollen Erkenntnissen verarbeitet werden soll. Nach Analysen und Gesprächen „waren die Spieler einsichtig“, so Neitzel, der jedoch das allgemeine Urteil von der fehlenden Einsatzbereitschaft im Pokalspiel nicht teilt. „Damit wäre ich vorsichtig. Sie haben eine dumme Einsatzbereitschaft gezeigt, lange und zweite Bälle nicht festgemacht.“

Damit sich eine Panne wie gegen die Lübecker Amateure beim 17. der Dritten Liga nicht wiederholt, beschwört Neitzel den Teamgeist. „Die Mannschaft muss zusammenarbeiten. Dann kann jeder seine individuelle Qualität richtig einsetzen.“ Bei der praktischen Umsetzung dieser Forderung könnten die äußeren Umstände und der Gegner mithelfen. Der Rasen im renovierten Gazi-Stadion eignet sich für Kombinationen weitaus besser als der Platz an der Lohmühle, und der Stuttgarter Bundesliga-Unterbau bevorzugt wie die Störche das Fußball-Spiel im wörtlichen Sinne. „Nach schwachem Saisonstart hat sich dieses Team gefangen“, betont Neitzel, dass die VfB-Youngster Respekt verdienen.

Geduld bei Torflaute nicht unendlich

Neben den gravierenden Leistungsunterschieden zwischen den Partien gegen Sonnenhof und gegen Lübeck muss der Trainer auch einen anderen, emotionalen Spagat hinkriegen. Auf der einen Seite hat er „weiterhin Spaß an der Arbeit, denn ohne Spaß geht es nicht“. Andererseits bereiten ihm zwei Baustellen, auf denen sich kein Fortschritt einstellen mag, weiterhin Sorge: die Unaufmerksamkeiten bei gegnerischen Standards sowie die Torflaute der Angreifer. Ersteres ist ein mentales Problem, das letztlich nur die Spieler selbst lösen können. Im Sturm „muss es klappen in den fünf Spielen bis zur Winterpause. Danach werden wir weitersehen“, deutet Neitzel an, dass die Geduld der Verantwortlichen nicht unendlich ist.

Aus den anderen Mannschaftsteilen gibt es gute und schlechte Nachrichten. Mittelfeld-Stratege Fabian Schnellhardt hat seine Grippe überwunden, hingegen laboriert Evans Nyarko weiterhin an seiner Verhärtung in der Wadenmuskulatur und fällt für Stuttgart aus. Fraglich ist noch der Einsatz von Linksverteidiger Patrick Kohlmann, der am Mittwoch wegen Rückenproblemen nicht trainieren konnte.

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