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Geht doch: Ein Schwabe in Kiel

Holsteins Manuel Janzer Geht doch: Ein Schwabe in Kiel

Manuel Janzer, sprintstarker Flügelmann vom Fußball-Drittligisten Holstein Kiel, hat sich seit seinem Dienstantritt im vergangenen Sommer gut eingelebt. Gleichwohl freut sich der 23-jährige Schwabe auf die Rückkehr in seine Heimat, wenn die KSV heute Abend (19 Uhr) beim VfB Stuttgart II antritt.

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Kann auch mehrere Gegenspieler umdribbeln: Manuel Janzer (Mitte) hat Technik und Tempo, will aber torgefährlicher werden.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Janzer ist angekommen in Kiel, nicht nur körperlich, sondern auch mental. Das ist unter dem meteorologischen Aspekt keine Selbstverständlichkeit, besonders wenn man aus dem behaglichen Schwabenland stammt. Bereits mit zwölf Jahren war der geborene Aalener ins knapp 80 km entfernte, renommierte Internat des VfB gewechselt. Die Ausbildung mündete in 94 Drittliga-Spielen (15 Tore) für die U23 des Bundesligisten, ehe der Mittelfeldspieler zur Saison 2014/15 zum Zweitligisten 1. FC Heidenheim wechselte, für den er zehn Partien absolvierte.

Erfolg soll auch die Leistung bringen

Der Anfang beim nördlichsten Profiklub der Republik war nicht leicht, aber es geht voran. „Ich habe mich gut eingelebt in Kiel, war noch gar nicht zu Besuch in der Heimat. Das Wetter hier ist natürlich schon gewöhnungsbedürftig, aber ein Problem ist das nicht“, beschreibt der Rechtsfuß, dass er mit Schleswig-Holstein nicht mehr fremdelt. Auch sportlich geht es nach anfänglichen Problemen aufwärts. „Ich war zu Saisonbeginn verletzt, bin schwer reingekommen. Aber jetzt bin ich fit, wenn auch noch nicht bei 100 Prozent“, erzählt Janzer, der weiß, was zum vollständigen Leistungsabruf noch fehlt: „Erfolg. Aber der kommt noch. Der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, drückt das Potenzial eben doch manchmal um ein paar Prozent.“

Familie und Freunde werden zuschauen

Doch diese kleine Hemmung soll sich alsbald auflösen, am besten schon am Freitag im Stuttgarter Gazi-Stadion, wo die Familie und Freunde den Auftritt von Manuel Janzer live verfolgen werden. Eine leichte Aufgabe wird das nicht, weiß der Rückkehrer: „Eine junge Mannschaft, die was drauf hat. Immerhin hat die U23 des VfB als Gründungsmitglied der Dritten Liga den Abstieg bislang vermeiden können.“

Wer gewinnen will, muss Tore schießen – in dieser Saison nicht gerade eine Spezialität von Holsteins Offensive. Die interne Torjägerliste führt mit Rafael Czichos ein Verteidiger an (sechs Treffer), Manuel Janzer traf noch gar nicht. „Dass will und muss ich ändern“, fordert der Sport- und Fitnesskaufmann von sich selbst mehr Zug auf die Bude. Vielleicht hat’s nur deswegen noch nicht geklappt, weil der schwäbische Landsmann im KSV-Kader, Manuel Hartmann, noch nicht die geliebten Maultaschen zubereitet hat. Im Sinne des sportlichen Erfolgs fordert Janzer: „Da muss Manu noch mal ran.“

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