25 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Keine Zentner-Last im Kasten

Holsteins Torwart Keine Zentner-Last im Kasten

Fünf Spiele in Folge ohne Niederlage mit nur einem Gegentreffer haben bei ihm positive Spuren hinterlassen. Robin Zentner von Holstein Kiel wirkt, als sei er in Folge des gesteigerten Selbstbewusstseins noch ein wenig gewachsen. Das könnte ihm auch beim anstehenden Match gegen SV Wehen Wiesbaden nützen (Sonnabend, 14 Uhr).

Voriger Artikel
Warnung vor den Hessen-Kontern
Nächster Artikel
Störche verlieren gegen SV Wehen Wiesbaden

Holsteins Torhüter Robin Zentner hatte zuletzt nicht besonders viel zu tun. Hier streicht der Kopfball von Max Wegner (Aue, hinten) an seinem Gehäuse deutlich vorbei.

Quelle: imago

Kiel/Wiesbaden. Dabei misst der Torwart des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel schon im normalen Leben respektable 1,94 Meter. Ein Gardemaß, das der 20-Jährige auch heute (14 Uhr) beim wichtigen Auswärtsauftritt der Störche beim SV Wehen Wiesbaden zum Wohle seiner Farben nutzen will.

 Das Gastspiel gegen den tabellarisch angeschlagenen Konkurrenten in der Brita-Arena ist nicht nur wegen der sportlichen Brisanz keine Partie wie jede andere für den langen Blonden mit dem großen Schuh (46-2/3). Nur 15 Autominuten von seinem Heimatdorf Eltville entfernt liegt das SVWW-Stadion, in ebenfalls einer Viertelstunde ist von dort die Mainzer Coface-Arena erreichbar. Dort, wo der Keeper als Nummer zwei der 05er in die Bundesliga-Saison gestartet war, ehe die Rheinland-Pfälzer den Italiener Gianluca Curci verpflichteten, sich Kenneth Kronholm in Kiel einen Kreuzbandriss zuzog und Zentner auf Leihbasis bis zum 30. Juni 2016 an die Förde wechselte. „Ja natürlich, meine Eltern, mein Bruder, meine Freundin und viele Freunde werden in Wiesbaden dabei sein“, sagt der Wahl-Kieler. Gekrönt wird die Vorfreude auf die familiäre Unterstützung durch einen ganz besonderen Besuch: „Oma und Opa kommen auch, die sehen mich zum ersten Mal live in der Dritten Liga.“

 Er selbst hat gute Erinnerungen an den „Beton- und Blechtempel“ in der hessischen Landeshauptstadt. „In der vergangenen Serie habe ich mit Mainz 05 II dort mit 2:1 gewonnen“, sagt Zentner. Die Störche selbst feierten im Frühjahr 2015 einen „dreckigen“ 1:0-Erfolg beim SVWW. Eine Wiederholung dieses Resultates wäre für Zentner fast der Idealfall. Für das Punktekonto der KSV, für seine persönliche Statistik und für den in der Reha befindlichen Kollegen Kronholm. Der feierte am vergangenen Mittwoch seinen 30. Geburtstag. „Kenneth ist ein super Kerl, der hat es wirklich verdient, dass wir uns für ihn so richtig ins Zeug legen“, so Zentner.

 Fast schon paradox angesichts der blendenden Defensivbilanz der vergangenen 450 Minuten, dass Zentner in dieser Zeit kaum Paraden zeigen musste. „Gegen Magdeburg hat er uns in einer brenzligen Situation vor einem Rückstand bewahrt. Ansonsten hatte er nicht viel zu halten“, sieht Cheftrainer Karsten Neitzel den Grund für die Stabilität in hinteren Regionen auf mehrere Schultern verteilt: „Robin hat den gleichen Anteil wie die Stürmer oder Innenverteidiger.“

 Begonnen hatte die aktuelle Stammkraft zwischen den Holstein-Pfosten seine Fußball-Karriere als Stürmer. Sogar noch in der D-Jugend von Mainz 05 sei er Torjagd gegangen, erzählt Zentner. Tipps für seine in den vergangenen fünf Begegnungen viermal torlos gebliebenen Mitstreiter aus der Offensivabteilung erspart er sich allerdings: „Die haben genug Qualität. Das schaffen die auch ohne meine Ratschläge.“ Was zu hoffen ist, denn der vierte Saisonsieg wäre das richtige Signal für die Konkurrenz und zugleich die passende Eigenwerbung für das kommende Heimspiel gegen die Drittliga-Überflieger von Dynamo Dresden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3