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„Konstanz ist der entscheidende Faktor“

Interview mit Karsten Neitzel „Konstanz ist der entscheidende Faktor“

Beim Saisonstart gegen Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt sitzt Karsten Neitzel, Cheftrainer des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel, zum 115. Mal in einem Punktspiel auf der Bank der Störche, Platz drei in der Trainer-Historie der Kieler. Sein Ausblick auf das kommende Spieljahr ist von Optimismus geprägt.

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Blick in die nahe Zukunft der Störche: Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel (re.) und sein Stab um (v. li.) Physiotherapeut Sebastian Süss, Fitnesstrainer Timm Sörensen, Torwarttrainer Patrik Borger und Assistenz-Coach Jan Sandmann.

Quelle: Uwe Paesler/Frank Molter

Kiel. Frage: Die Zielsetzung für die kommende Saison ist für Kieler Verhältnisse vergleichsweise offensiv formuliert: „Oberes Tabellendrittel“. Teilen Sie diese Einschätzung?

Karsten Neitzel: Den Anspruch sollten wir schon haben. Wichtig wird sein, diesen Anspruch mit Freude und Selbstvertrauen zu erfüllen und nicht mit einem Muss-Gefühl. Wenn wir als Gruppe funktionieren, habe ich ein gutes Gefühl.

 Ein Manko der Vorsaison war die schlechte Chancenverwertung. Wie, glauben Sie, kann diese Baustelle behoben werden?

 Torchancen haben wir uns schon in der Vergangenheit genug erarbeitet. Jetzt geht es um die Torgefährlichkeit aus den unterschiedlichen Mannschaftsteilen. Da ist in den vergangenen Jahren beispielsweise aus dem zentralen Mittelfeld zu wenig passiert. Spielertypen wie Alexander Bieler, Luca Dürholtz oder Dominik Drexler könnten uns da verstärken. Dazu kommt in vorderster Front Tammo Harder. Wir hoffen, dass diese Jungs vielleicht häufiger als zuletzt bei uns in entscheidenden Situationen die Fußspitze an den Ball bekommen. Davon könnte auch unser zentraler Stürmer Mathias Fetsch profitieren. Vielleicht entwickelt er sich durch das neue Bild von Spielern um ihn herum von einem sehr guten Wintertransfer zu einem Super-Wintertransfer.

 Im vergangenen Spieljahr präsentierte sich die Liga bis auf Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden mit seiner Ergebnis-Konstanz extrem ausgeglichen. Glauben Sie an eine ähnliche Entwicklung in dieser Serie?

 Das ist im Vorfeld schwierig zu beantworten. Vielleicht teilt sich das Tabellenbild auch in zwei Hälften. Die eine schaut nach oben, die andere nach unten. Konstanz ist der alles entscheidende Faktor. Dazu benötigt man das Quäntchen Glück. Darauf hoffen sieben bis acht Klubs genau wie Holstein Kiel. Wir müssen vor allem unsere schlechte Heimbilanz (sechs Siege, fünf Remis, acht Niederlagen – Rang 18 in der Heimtabelle, die Red.) verbessern. Drei bis sieben Punkte mehr im vergangenen Jahr hätten Platz acht bzw. Platz fünf bedeutet.

 Was trauen Sie den drei Zweitliga-Absteigern zu?

 Der MSV Duisburg bleibt als gewachsene Mannschaft zusammen. Auch der SC Paderborn dürfte vorne mitmischen. Der FSV Frankfurt erlebt einen großen Umbruch, da bin ich sehr gespannt.

 Vor der vergangenen Serie haben Sie von einer „brutal hohen Qualität im Kader“ gesprochen, von einem Problem, den der interne Konkurrenzkampf mit sich bringen könne. In diesem Jahr ist die Qualität des Kaders mutmaßlich deutlich höher. Wächst damit auch das Problem „Konkurrenzkampf“?

 Wir haben wirklich einen guten Kader beisammen. Der Vorteil zur Situation in der vergangenen Saison ist die Quantität des Kaders. Wir haben drei bis vier Spieler weniger im Aufgebot. Das entschärft die personelle Lage. Aufgrund der Erfahrungen des Vorjahres hoffen wir, einige Dinge besser steuern zu können.

 Am Freitag gastiert ab 18 Uhr in Projensdorf der dänische Vize-Meister und Europa-League-Teilnehmer Sonderjysk Elitesport im Trainingszentrum Projensdorf. Sind die Skandinavier der erste echte Prüfstein für Holstein zur Halbzeit der Saisonvorbereitung?

 Testspiele gegen Sonderjysk haben ja schon Tradition bei uns. Grundsätzlich dient jeder Test dem Spieler, sich beim Trainerstab zu empfehlen. Auch ein Vergleich mit einem Verbandsligisten. Aber die Dänen sind bislang sicher der schwerste Gegner. Es wird aber am Freitag auf keinen Fall die Kieler Mannschaft beginnen, die auch am ersten Drittliga-Spieltag als erste Formation aufläuft. Wir haben 21 Feldspieler, jede Position ist doppelt besetzt. Wir wollen möglichst viele Variationen in der Vorbereitung durchspielen, damit sich alle Akteure optimal auf dem Feld kennenlernen.

Am 22. Juli kommt der FC Schalke 04 zum Testspiel ins Holstein-Stadion. Tickets gibt es hier.

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Foto: Seine Mannschaft wird den Fans erst am 18. Juli vorgestellt: Holstein Kiels Trainer Karsten Neitzel.

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