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KN trifft KSV mit Marlon Krause

Holstein Kiel KN trifft KSV mit Marlon Krause

Marlon Krause ist neuer Kapitän bei Holstein Kiel. Wie er die Störche in der Dritten Liga führen will und was beim ersten Treffen mit seinen Vorgänger Rafael Kazior passiert, sehen Sie in dieser Ausgabe von "KN trifft KSV".

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KN-Redakteur Andreas Geidel mit Marlon Krause.

Quelle: Niklas Schomburg

Kiel. Er steht für den Hierarchie-Wechsel beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel, für den personellen Umbruch und zugleich für die Erfolgstugenden der vergangenen Saison – Leidenschaft, Teamgeist und Siegeswillen: Marlon Krause, der neue Kapitän der Störche.

Der 24-jährige Defensivallrounder, der in diesem Spieljahr nach den strategischen Gedanken von Cheftrainer Karsten Neitzel aus der Innenverteidigung ins Mittelfeld vorrückt, macht keinen Hehl aus seiner Freude über das Votum des fünfköpfigen Mannschaftsrates zu seinen Gunsten. „Das ist ein Zeichen enormer Wertschätzung, ein großer Vertrauensbeweis“, so der in Halstenbek geborene Profi. Worte, bei denen der Vorzeige-Zerstörer unter den Störchen übers ganze Gesicht strahlt. Weder beim FC St. Pauli noch beim FC Carl Zeiss Jena, seinen zwei Profi-Stationen vor dem Wechsel zur KSV Holstein im Sommer 2012, sei er ein Kandidat für den Mannschaftsrat, geschweige denn für das Amt des Mannschaftsführers gewesen. Jetzt will er auch außerhalb des Platzes Präsenz zeigen, ein Bindeglied zwischen seinen Spielerkollegen und dem Trainerteam sein, ein offenes Ohr haben für beide Seiten. Sein vergleichsweise junges Alter spiele in dieser Funktion keine Rolle. „Ob ich 20 oder 35 bin, das ist egal. Ich übernehme gerne Verantwortung. Mein Vertreter Maik Kegel und ich werden ein gutes Team bilden.“

Viel abgeschaut habe er sich, sagt Krause ohne falsche Scham, in der vergangenen Jahren von seinem Vorgänger, den 32-jährigen, zu Werder Bremen II gewechselten Rafael Kazior. „Rafa hat das als Kapitän überragend gemacht, einzigartig“, schwärmt der „Agressiv-Leader“ der Störche, der trotz seiner konsequenten Gangart auf dem Rasen in der vergangenen Serie nur drei Gelbe Karten kassiert hat.

Dass das Profileben nicht nur Sonnenseiten besitzt, auch diese Erfahrung hat Krause bereits hinter sich gebracht. Von September 2013 bis August 2014 musste er wegen eines Kreuzbandrisses fast ein ganzes Jahr pausieren. Auch eine Zeit der Reife, wie der 1,80-Meter-Mann mit der enormen Sprungkraft im Rückblick behauptet. „Ich bin ein Kämpfer und werde es auch immer bleiben“, so Krause, der nach seinem Drittliga-Comeback am 24. September 2014 (2:0 in Regensburg) zu einem entscheidenden Impulsgeber für den Höhenflug der Störche avancierte. An dessen Ende stand bekanntermaßen das Relegations-Drama von München am 2. Juni.

Doch Krause zeichnet jene Stehaufmännchen-Mentalität aus, die erforderlich ist, um ohne den Ballast der Vergangenheit neue Großtaten anzuvisieren. „Wir haben eine brutale Qualität im Kader. Wenn wir es schaffen, die mit dem Teamgeist der vergangenen Saison zu bündeln, dann geht Vieles“, orakelt Krause im fein geschliffenen „Capitano“-Deutsch. Um Sekunden später eine Stakkato-Klartext-Salve abzuschießen: „Ab jetzt muss wieder jeder für den anderen einstehen, für ihn kämpfen, für ihn Fehler ausbügeln. Jeder muss jeden Zentimeter Gras fressen.“ Nur dann werde sich sein Wunsch für den Drittliga-Start am Sonnabend (14 Uhr) im Holsteinstadion gegen Mainz 05 II erfüllen: „Drei Punkte – und das Ganze vor vollem Haus.“

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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