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Torjäger Frahn soll Freude machen

KSV-Gegner Chemnitzer FC Torjäger Frahn soll Freude machen

Nein, am Stress im Profifußball allein lag es nicht, darauf legt CFC-Trainer Karsten Heine gesteigerten Wert, dass er im gesamten vergangenen Dezember wegen eines Hörsturzes arbeitsunfähig war. Nervenaufreibend war die Hinrunde für den gebürtigen Berliner ausgerechnet in der Jubiläums-Saison allemal.

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Bereits im Jubiläumsspiel am 17. Januar zum 50-jährigen Bestehen des Chemnitzer FC gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg (2:3) zeigte Neuzugang Daniel Frahn seine Qualitäten, als er an Wölfe-Torhüter Koen Casteels vorbei das 1:0 erzielte.

Quelle: imago

Chemnitz/Kiel. „Das Privatleben hält schließlich auch Anstrengungen bereit“, sagt der Trainer des Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC, der am Sonnabend (14 Uhr) bei Holstein Kiel gastiert.

 Der Verdruss gipfelte in der Installation einer achtköpfigen „Trainingsgruppe II“ zur Winterpause, in der sich jene Spieler fit halten mussten, mit denen der CFC nichts mehr zu tun haben wollte. Nach dem Bundesligisten TSG Hoffenheim war der CFC der zweite deutsche Profiklub, der solch’ ein „Strafbataillon“ einrichtete, das allerdings inzwischen durch Verkäufe und Ausleihen nahezu aufgelöst ist. Dabei hatten die Sachsen rein statistisch betrachtet nicht wirklich Anlass zur Sorge. Schon am achten Spieltag hatten sich die „Himmelblauen“ im Tabellenmittelfeld etabliert (10. Platz), nach 21 Spielen mit ausgeglichener Bilanz (sieben Siege, sechs Remis, acht Niederlagen / 27 Punkte) stehen sie auf Rang elf. Auch die Formkurve der letzten fünf Begegnungen (2, 1, 2 / 7) erscheint solide.

 Mehr als die Zahlen hat die Verantwortlichen die Art und Weise verärgert, wie die Mannschaft phasenweise aufgetreten ist. „Das größte Problem war die fehlende Konstanz, sowohl in einzelnen Spielen als auch über mehrere Partien hinweg. Und wenn Schwierigkeiten auftraten, fehlte oft der Wille, die Laufbereitschaft“, erklärt Heine. Sportdirektor Stephan Beutel wurde gegenüber „Freie Presse“ online noch deutlicher: „Wenn die Jungs dauerhaft keine Leistung bringen, ist man gezwungen zu reagieren. Spiele wie in Bremen oder in Rostock (2:3 bzw. 0:1 verloren, d. Red.) darf sich der Verein einfach nicht bieten lassen.“

 Die Hoffnungen ruhen kurz nach dem 50. Gründungstag des Klubs (15. Januar) auf der Einsichtsfähigkeit der Profis sowie auf den fünf Winterzugängen. Neben Torwart Marius Gersbeck (Hertha BSC), den Abwehrspielern Alexander Bittroff (FSV Frankfurt) und Jan Koch (FK Mlada Boleslav/Tschechien) sowie Mittelfeldspieler Eke Uzoma vom serbischen Erstligisten FK Spartak Subotica gilt Daniel Frahn vom Zweitligisten 1. FC Heidenheim als Königstransfer. Der Mittelstürmer war zwischen 2010 und 2015 am Aufstieg von RB Leipzig vom Regional- zum Zweitligisten mit insgesamt 85 Toren beteiligt. „Daniel ist eine Persönlichkeit und weiß außerdem, wo das Tor steht. An ihm können sich die Mitspieler aufrichten“, lobt Heine seinen mutmaßlich wertvollsten Mann, schränkt aber ein, dass er es allein nicht richten könne. Das kolportierte Grundgehalt des 28-Jährigen in der Dimension von 18000 Euro, das u.a. auch Holsteins Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver veranlasste, sich mit der Personalie Frahn „nie ernsthaft zu beschäftigen“, dementiert der Chemnitzer Coach so kurz wie süffisant: „Die Kieler Gehälter können wir nicht zahlen.“

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