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Hochglanz-Stürmer für die Störche

KSV Holstein Hochglanz-Stürmer für die Störche

Am Sonnabend (13.45 Uhr) will Fußball-Drittligist Holstein Kiel im Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt seinem treuen Anhang zum Saisonfinale noch einmal einen Augenschmaus bieten.

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Und ab geht die Post: Der Noch-Aalener Dominick Drexler (re.), hier bei einer eleganten Ballmitnahme gegen Thomas Hübner (Cottbus), soll in der neuen Saison für zusätzlichen Schwung im Angriff von Holstein Kiel sorgen.

Quelle: imago/Aswendt

Kiel. Die Vorgaben liefert der scheidende Sportchef Uwe Stöver, der in den letzten Tagen seiner Arbeit für die Störche ein Personal-Feuerwerk zündet. Nach der Verpflichtung von Spielmacher Luca Dürholtz von Dynamo Dresden am Mittwoch präsentierten die Kieler nur 24 Stunden später einen neuen Hochglanz-Stürmer: Dominick Drexler kommt vom Liga-Konkurrenten VfR Aalen und unterschrieb an der Förde einen Dreijahresvertrag.

 Zeitgleich statteten die Kieler Miguel Coimbra Fernandes, 19-jähriges Offensivtalent aus der eigenen U19, mit einem bis zum 30. Juni 2018 datierten Profi-Kontrakt aus. Perspektivspieler Louis Mandel hingegen löst seinen Vertrag zum Ende dieser Serie auf, der 20-Jährige sucht in Hamburg eine neue sportliche Herausforderung.

 Die Vita von Dominick Drexler, der am 26. Mai seinen 26. Geburtstag feiert, liest sich sehr gut: Bayer Leverkusen II, RW Erfurt, Greuther Fürth und eben Aalen heißen die bisherigen Stationen des Offensiv-Allrounders. 111 Drittliga- sowie 33 Zweitligaspiele absolvierte der 1,82 große Angreifer bislang, war in dieser Serie an 16 Treffern des VfR direkt beteiligt (neun Tore, sieben Assists) und hatte damit maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt der vom Ex-Kieler Peter Vollmann gecoachten Süddeutschen.

 Sowohl bei Dürholtz als auch bei Drexler laufen die Arbeitspapiere bei ihren aktuellen Klubs am 30. Juni aus, sie wechseln daher ablösefrei an die Ostsee. „Herr Stöver und Cheftrainer Karsten Neitzel haben sich schon zu Beginn der Rückrunde um mich bemüht. Der Trainer wollte mich schon vor Jahren (Saison 2012/2013/Anm. der Redaktion) zum VfL Bochum holen“, erzählt Drexler.

„Schlagkräftige Truppe“

 Sein neues Team schätzt er als „schlagkräftige Truppe“ ein: „Natürlich möchte ich oben in der Tabelle mitspielen. Aber dafür muss man in dieser unfassbar engen Liga hart, hart arbeiten.“ Um optimal für den Auftakt der Saisonvorbereitung am 19. Juni gerüstet zu sein, erholt sich das baldige Wahl-Nordlicht zunächst einmal in Südtirol. Danach will er sich in Kiel eine Wohnung suchen.

 „Dass Dominick jetzt bei uns ist, freut mich total. Er ist im Offensivbereich auf allen Positionen einsetzbar, von ihm erhoffe ich mir eine höhere Effizienz“, sagt Neitzel. Ziel sei es, die gute und mit viel Aufwand verbundene Defensivarbeit künftig besser als in diesem Spieljahr zu belohnen. Neitzels Faustregel: „Drei Tore mehr bedeuten häufig sechs Punkte mehr.“

 Auch Stöver, der am Sonntag bei der Auswärtspartie gegen den FC St. Pauli erstmals in offizieller Mission für seinen neuen Arbeitgeber 1. FC Kaiserslautern auf der Tribüne sitzt, lehnt sich ob des Transfers zufrieden zurück: „Dominick Drexler ist ein absoluter Qualitätsspieler dieser Dritten Liga und eine echte Verstärkung für Holstein.“

 Wer am Sonnabend im Holstein-Angriff aufläuft, ist derweil noch unklar. Hinter dem Einsatz von Mathias Fetsch (Kniereizung) steht wie bei Mittelfeldakteur Maik Kegel (Infekt) ein dickes Fragezeichen. Definitiv fehlen werden Kenneth Kronholm, Marlon Krause (beide Aufbautraining) sowie die angeschlagenen Willi Evseev, Dominik Schmidt, Tim Siedschlag und Patrick Kohlmann. Ungeachtet der angespannten Personalsituation sagt Neitzel vor dem Duell mit dem auf Rang elf platzierten Tabellennachbarn aus Thüringen: „Es besteht die Möglichkeit, im Abschluss-Ranking zwischen Platz acht und 13 einzulaufen. Das sollte Anreiz genug sein. Außerdem wollen wir mit einem Sieg die 50-Punkte-Marke knacken.“

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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