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Kegel will in Kiel bleiben

KSV Holstein in Großaspach Kegel will in Kiel bleiben

Pünktlich um 15.35 Uhr hob am Freitagnachmittag der Flug Germanwings 4U7042 von Hamburg-Fuhlsbüttel nach Stuttgart ab. An Bord der Tross des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel auf seinem Weg zum Duell mit der SG Sonnenhof Großaspach (14 Uhr unter www.kn-ksv-liveticker.de).

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Maik Kegel entscheidet hier im Hinspiel am 7. November 2015 das Duell der damaligen Kapitäne (li.: Kai Gehring) zu seinen Gunsten.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel/Aspach. Liegen auf der Rückreise drei Punkte im Gepäck, dürfte Cheftrainer Karsten Neitzel seinen Jungs ein Bier auf das Erreichen des Minimalzieles „Klassenerhalt“ genehmigen.

 Das Problem für die seit fünf Spielen ungeschlagenen Nordlichter: Der Provinz-Klub aus dem Stuttgarter Dunstkreis will aufsteigen, hat sowohl für die Zweite als auch die Dritte Liga die Lizenz erhalten und benötigt mit Blick auf den Relegationsrang 3 vier Spieltage vor Saisonschluss händeringend einen Heimsieg. Das wäre zugleich der erste SG-Dreier des Jahres in der heimischen Mechatronic Arena. Fast schon paradox: Die auswärtsstärkste Mannschaft der Liga rangiert in der Heimtabelle (22 Punkte) nur einen Platz vor den Kielern (18./20 Zähler). Doch auch die Störche fliegen in fremden Gefilden (sechs Siege, fünf Remis, sechs Niederlagen) erfolgreicher als im Holsteinstadion.

 „Unsere nicht gerade berauschende Heimbilanz kann man nicht erklären“, rätselt stellvertretend KSV-Mittelfeld-Taktgeber Maik Kegel. Dies sei ein maßgeblicher Grund für die „durchwachsene Saison“, so der 26-Jährige. Der im grandiosen Vorjahr noch als Quarterback oder „Iniesta von der Förde“ geadelte Techniker steht fast schon als Symbol für die Leistungs- und Ergebnis-Achterbahn der Kieler in dieser Spielzeit.

 „Die Situation zu Jahresbeginn war für Maik und auch den Verein unbefriedigend. Jetzt ist er aus dem Loch heraus – und wir schauen weiter“, sagt Neitzel und spielt damit auf den am 30. Juni auslaufenden Vertrag des gebürtigen Dresdners an. „Es gab bereits Gespräche, es ist aber noch nichts entschieden“, bestätigt Kegel, der sich nicht nur wegen der gutnachbarschaftlichen Beziehungen zu Torwart Kenneth Kronholm in Holtenau vorstellen könnte, sein Engagement in Kiel zu verlängern.

 Zunächst aber steht heute die SG Sonnenhof Großaspach und deren Spielmacher Michele Rizzi auf der Agenda. „Den kennen wir ja aus den bisherigen Duellen ganz gut. Zweimal haben wir zu Hause gewonnen, einmal auswärts 1:1 gespielt“, meint Kegel mit der Routine seiner 197 Drittligaeinsätze für Dresden, Chemnitz und Holstein. Damit liegt der Filigranfußballer auf Rang 14 der Profi-Rangliste mit den meisten Spielen in dieser Liga. Es führt Fabian Stenzel (Chemnitz) mit 248 Partien. „200 – das liest sich schon ganz gut“, sagt Kegel nicht ohne Stolz.

 Eine Wiederholung des 3:1-Erfolges aus der Hinserie wäre nicht nur für den Kreativkopf der Kieler ein optimales Ergebnis. Der 7. November 2015 war gleich in doppelter Hinsicht ein Knackpunkt-Spiel: Die Störche hoben mit diesem Triumph vom letzten Tabellenplatz ins untere Mittelfeld ab. Und KSV-Abwehrspieler Rafael Czichos vollbrachte Historisches: drei Treffer für die eigenen Farben, und als Zugabe ein Eigentor.

 Wiederholung dringend erwünscht.

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