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Bittere Kreuzband-Serie hält an

KSV-Kapitän verletzt Bittere Kreuzband-Serie hält an

Die Kreuzbandriss-Seuche hält den Fußball-Drittligisten Holstein Kiel weiter fest im Griff. Nach Milad Salem und Torwart Kenneth Kronholm muss nun auch Innenverteidiger Marlon Krause für minimal neun Monate pausieren. Der Kapitän der Störche erlitt die Verletzung am linken Knie plus einer begleitenden Meniskusblessur am vergangenen Sonnabend beim 2:3 in Osnabrück.

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Dominik Schmidt (KSV, links) und Massimo Ornatelli stützen den Holstein-Kapitän, der mit schmerzverzerrtem Gesicht das Spielfeld verlässt.

Quelle: Matthias Hermann

Kiel/Osnabrück. Die befürchtete Schock-Diagnose erhielt der Vorzeigekämpfer am Montag nach einer MRT-Untersuchung – einen Tag vor seinem heutigen 25. Geburtstag. Schon im September 2013 hatte Krause ein Kreuzbandriss an gleicher Stelle ein Jahr lang zum Zuschauen verurteilt.

„Das ist äußerst bitter für Marlon und die KSV Holstein“, sagte der Sportliche Leiter Ralf Heskamp. Mit dem Wechsel von Hauke Wahl (SC Paderborn) und dem Ausfall Krauses ist den Störchen das Defensiv-Duo der zweiten Hälfte der Vorsaison weggebrochen. Dennoch sahen die Holstein-Verantwortlichen bis zum Ende der Transferperiode I am Montag um 18 Uhr von einer personellen Aufstockung des Kaders ab. „Vereinsführung und Trainerstab haben größtes Vertrauen in das vorhandene Personal. Jeder steht jetzt in der Verantwortung mitzuhelfen, diese schwierige Situation zu bewältigen“, so Heskamp weiter.

„Wir scannen aber den Markt weiter, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein“, ergänzte stellvertretend der Kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Schwenke. Er halte nichts von Panikkäufen. Und die schon zuvor im Blickfeld der Störche befindlichen Spieler hätten aus wirtschaftlichen oder sportlichen Gründen nicht wirklich gepasst. Oder sie konnten nicht an die Förde übersiedeln. Wie Hendrik Starostzik (24) von den Stuttgarter Kickers, die am Sonnabend (14 Uhr) im Holstein-Stadion gastieren. Laut „Stuttgarter Nachrichten“ waren die Kieler an dem und 1,90-m-Innenverteidiger interessiert, Kickers-Sportdirektor Michael Zeyer habe aber eine vorzeitige Freigabe aus dem laufenden Vertragsverhältnis ausgeschlossen.

So bleibt die Hoffnung auf vertragslose Profis oder auf das Comeback der alten Abwehrqualität mit den neu formierten Störchen. Die haben in den bislang sechs Saisonpartien zwar beachtliche elf Tore erzielt, auf der Gegenseite aber auch 13 Treffer kassiert. Nur der VfB Stuttgart II (15) schneidet in dieser Statistik schlechter ab. Mit Patrick Kohlmann und Manuel Hartmann weiß Cheftrainer Karsten Neitzel zwei höherklassig erprobte Routiniers in Hinterhand. Doch auch der aus Rostock kommende Neuzugang Denis-Danso Weidlich zeigte in Osnabrück im zweiten Durchgang an der Seite des Ex-Münsteraners Dominik Schmidt gute Ansätze. „Bei beiden stimmen die Automatismen noch nicht. Daran wird gearbeitet“, sagt Schwenke.

Und vielleicht ist Osnabrück ja auch ein Wendepunkt zum Guten. Wie im Vorjahr, als die Störche am neunten Spieltag an der Bremer Brücke mit 1:2 unterlagen und mit neun Zählern (10:11 Tore) wie heute mit acht Punkten auf Platz 14 rangierten. Danach gab’s bis zum 21. Spieltag keine Niederlage mehr, fingen sich die Kieler in elf Begegnungen nur drei Gegentreffer ein. Übrigens mit Marlon Krause als Mittelfeldakteur. Die Position des Innenverteidigers übernahm der aktuelle Mega-Pechvogel erstmals am 20. Dezember 2014 beim 4:0-Auswärtserfolg in Rostock aus. Es war bereits der 22. Spieltag, als Coach Neitzel seine Idealbesetzung gefunden hatte.

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+++ Video-Interview +++
Foto: KN-Redakteur Andreas Geidel im Gespräch mit Ralf Heskamp.

Analyse statt Panikmache: Holstein Kiels Sportlicher Leiter Ralf Heskamp mahnt nach dem 2:3 in Osnabrück zur Sachlichkeit und hält sich in Sachen Neuverpflichtungen nach der Verletzung von Kapitän Marlon Krause bedeckt.  

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