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Kampf gegen die Auswärtsmisere

Holstein Kiel beim Chemnitzer FC Kampf gegen die Auswärtsmisere

Natürlich geht der Lokalpatriot vom Positiven aus. Doch die Fakten beinhalten aus Sicht des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel auch weniger rosige Aussichten.

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Kiel. Verlieren die Störche am Sonnabend (14 Uhr/live in der MDR-Konferenz) beim Chemnitzer FC, könnte nach dem 15. Spieltag die Punktedifferenz zum ersten Abstiegsrang erstmals geringer sein als die zum derzeit zwei Zähler entfernt liegenden Relegationsrang drei.

Den belegen sinnigerweise die himmelblauen Gastgeber aus Sachsen – dank eines Zwischenspurtes mit 14 Punkten aus den jüngsten sechs Partien, in denen der CFC zuletzt vier Mal in Folge ungeschlagen blieb, vier Siege einfuhr und nur eine Niederlage kassierte. 14 der insgesamt 23 Treffer gehen auf das Konto von Daniel Frahn und Anton Fink, dem teuersten und besten Angriffsduo der Liga.

Damit agieren die Chemnitzer gegen den Drittliga-Trend. „Die große Tor-Armut“ titelte der „Kicker“ in seiner Montagausgabe und untermauerte diese These mit alarmierenden Zahlen. Nicht einmal einen Treffer im Schnitt gab’s in den Begegnungen der vergangenen drei Spieltage. Bereits 91 Mal stand bei einem Verein in dieser Saison die offensive Null. Auch die KSV Holstein blieb bislang in 50 Prozent seiner Drittliga-Pflichteinsätze ohne Torerfolg.

„Eigentlich kotzt es mich an, dass wir aus unseren vielen Chancen zu wenig Tore erzielt haben. Aber würden wir auf der Gegenseite viele Gegentreffer fangen, wäre ich auch nicht begeistert“, sagt Störche-Cheftrainer Markus Anfang. „Wir wollen auch in Chemnitz das Spiel dominieren. Wir wollen nur eine Sache ändern: dass wir kaltschnäuziger vor dem gegnerischen Tor werden.“

Beispielsweise nach Standardsituationen. Zehn folgenlose Eck- und elf Freistöße hat der 42-Jährige beim jüngsten Heim-0:0 gegen Erfurt notiert. „Das war während der Länderspielpause ein wichtiger Bestandteil der Analyse. Inklusive der Video-Vorführung für die Spieler“, so Anfang in der Hoffnung, seinen Profis vor dem Gang ins Stadion an der Gellertstraße die Sinne für die Bedeutung bei ruhenden Bällen geschärft zu haben: „Mit solchen Chancen müssen wir besser und wesentlich konzentrierter umgehen.“

Nur Liga-Primus MSV Duisburg hat weniger Gegentore (acht) geschluckt als die KSV Holstein (neun). Lediglich die Drittliga-Torfabrik vom Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt (24 Treffer) weist eine bessere Tordifferenz (+10) auf als die Störche (+8). Dass sich die Nordlichter dennoch mit Mittelmaß-Rang neun begnügen müssen, ist der mangelnden Effizienz speziell in fremden Gefilden geschuldet. Mit sechs Zählern bei sieben Anläufen rangieren die Kieler in der Auswärtstabelle auf Platz 17 der 20-köpfigen Konkurrenz.

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