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2:0: Holstein zieht ins Halbfinale ein

Landespokal in Flensburg 2:0: Holstein zieht ins Halbfinale ein

Pflicht erfüllt, Halbfinale im SHFV-Lotto-Pokal erreicht: Mit einem glanzlosen, aber von großer Effizienz geprägten 2:0 (1:0) gewann Fußball-Drittligist Holstein Kiel am Sonnabend beim klassentieferen Landesrivalen ETSV Weiche Flensburg.

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Zufrieden mit dem Weiterkommen: Holstein Kiel siegte am Sonnabend bei Weiche Flensburg.

Quelle: Uwe Paesler

Flensburg. Mathias Fetsch (42., 74.) traf vor 1052 Zuschauern im Doppelpack und bescherte den Störchen mit seinen Treffern das noch nicht terminierte Semifinale auf der Lohmühle gegen den VfB Lübeck.

Das sind die Bilder vom Landespokal-Spiel zwischen Weiche Flensburg und Holstein Kiel.

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Der Viertligist von der dänischen Grenze startete mit sieben ehemaligen Kielern. Und getrieben von der festen Überzeugung, den Profis aus der Landeshauptstadt gehörig Paroli bieten zu können. Die Störche taten sich derweil im Pflichtspiel eins nach Karsten Neitzel lange Zeit schwer. In einer neuen 4-3-3-Grundordnung, in der Kingsley Schindler den leicht angeschlagenen Dauerbrenner Patrick Herrmann als Rechtsverteidiger ersetze und Kapitän Rafael Czichos den wegen Rückenbeschwerden pausierenden Patrick Kohlmann vertrat.

Tempoarmes Treiben in Halbzeit eins

Heraus kam im ersten Durchgang ein tempoarmes Treiben, das äußerst überschaubaren Unterhaltungswert besaß. Der um defensive Kompaktheit bemühte, sich aber keineswegs versteckende Viertligist agierte im gegenseitigen Zerstörungskampf auf Augenhöhe mit den Kielern. Rene Guder (14.) und Finn Wirlmann (33.) verzogen ihre Schussversuche bei zwei Halbchancen.

Auf der Gegenseite prüfte Steven Lewerenz ETSV-Keeper Florian Kirschke erstmals in der 38. Minute. Bis zu diesem Zeitpunkt hakte es gewaltig im KSV-Spielaufbau. Der konzentriert agierende ETSV zwang seinen Kontrahenten häufig zu langen und zumeist unpräzisen Schlägen. Das Umschaltspiel dauerte zu lange.

Dann aber rollte die Kugel doch einmal flott durch die Kieler Reihen. Über die Stationen Dominick Drexler, Siedschlag und Lewerenz landete der Ball bei Mathias Fetsch (42.), der zur Freude der 300 Kieler Schlachtenbummler überlegt zur 1:0-Halbzeitführung der Gäste einschob.

Flensburger Torschrei auf den Lippen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Flensburger mutiger und aggressiver zu  Werke. Zwar verschlampte Drexler (48.) die erste Tormöglichkeit nach der Pause, danach aber setzte der Regionalligist gegen zwischenzeitliche pomadig agierende Störche die Akzente. Fabian Arndt (52.), Guder (59.) und Jannick Ostermann (62.) per Kopf sorgten für Aufregung im Holstein-Strafraum. Und als Guder (72.) steil durch die KSV-Abwehrmitte sprintete und einen Heber über Kenneth Kronholm ansetzte, hatten die Zuschauer den Torschrei schon auf den Lippen. Pech aber für den ETSV, dass der Ball lediglich gegen den Innenpfosten und von dort zurück ins Feld prallte.

Perfekt wurde das Ungemach der Flensburger im direkten Gegenstoß. Plötzlich brachte Finn Wirlmann Gegenspieler Lewerenz am eigenen Fünfmeterraum zu Fall. Für Schiedsrichter Malte Göttsch gab es trotz wütender Proteste keinen Zweifel: Elfmeter! Fetsch (74.) lief an und verwandelte eiskalt zur Entscheidung.

„Wir fahren jetzt hier nicht weg und sagen: Wir haben nichts zu tun. Es gibt noch viele Baustellen. Gerade im Offensivspiel. Aber wir hatten einen Auftrag – und den haben wir erfüllt“, sagte Holstein-Interimstrainer Ole Werner, der froh war, eine turbulente Woche mit einem positiven Ergebnis beendet zu haben.

Sportchef Ralf Becker freute sich ebenfalls und lobte die gute Arbeit des Gespannes Werner/Hannes Drews. Das Gerücht, Tomislav Maric könne Nachfolger des am vergangenen Dienstag freigestellten Karsten Neitzel werden, wollte Becker nicht kommentieren. Mit dem 43-Jährigen Maric hatte Becker zwischen 1996 und 1998 bei den Stuttgarter Kickers zusammen gespielt und den Kroaten im Trainerstab des VfB Stuttgart erlebt.

Weiche Flensburg - Holstein Kiel 0:2 (0:1)

ETSV Weiche: Kirschke – Wirlmann, Walter, H. Ostermann – Guder, Hasanbegovic, J. Ostermann (84. Drews), Pläschke – Sykora – Arndt (66. Ilidio), Wulff.

Holstein Kiel: Kronholm – Schindler, Schmidt, Hoheneder, Czichos – Nyarko – Siedschlag, Bieler (67. Dürholtz) – Lewerenz, Fetsch (79. Sane), Drexler (90. Harder).

Schiedsrichter: Malte Göttsch (Hartenholm) – Tore: 0:1 Fetsch (42.), 0:2 Fetsch (74., Foulelfmeter) – Zuschauer: 1052 – Gelbe Karten: Wulff, Wirlmann/Czichos.

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Hochgesteckte Saison-Erwartungen, nach vier Spielen aber nur vier Punkte (ein Sieg, ein Remis, zwei Niederlagen) – die Parallelen zwischen dem Fußball-Regionalligisten ETSV Weiche Flensburg und dem Drittligisten Holstein sind offenkundig. Am heutigen Sonnabend kommt es zum Aufeinandertreffen im Landespokal.

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