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Rafael Czichos bleibt Holsteins Kapitän

Mannschaftsführerwahl Rafael Czichos bleibt Holsteins Kapitän

Der Spitzname „Rafa“ avanciert beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel immer deutlicher zum Synonym für Verantwortung. Nach einer knapp 15-minütigen Abstimmung im Trainingszentrum Projensdorf stand fest, dass Rafael Czichos die Binde des Mannschaftskapitäns auch im neuen Spieljahr behält.

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Grund zur Freude: Rafael Czichos ist seit der Mannschaftswahl am Dienstag alter und neuer Kapitän der Kieler Drittliga-Störche.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Der 26-jährige Innenverteidiger tritt damit endgültig in die Fußstapfen des langjährigen „Capitanos“ Rafael Kazior, der im Sommer 2015 zum SV Werder Bremen II gewechselt war. Neben Czichos zählen Dominik Schmidt, Patrick Kohlmann sowie die beiden aktuell angeschlagenen Dominic Peitz (Innenbandanriss im linken Knie) und Tim Siedschlag (Probleme mit der Gesäßmuskulatur) zum fünfköpfigen Mannschaftsrat. „Die Mannschaft hat entschieden. Ich wünsche mir, dass Rafael uns zusammen mit dem Mannschaftsrat gerade in kritischen Phasen hilft“, kommentierte Cheftrainer Karsten Neitzel das Votum der Störche-Profis.

Czichos selbst interpretierte die Stimmen seiner Kollegen zu seinen Gunsten „auch als Anerkennung und Bestätigung für meine Arbeit in der jüngeren Vergangenheit. So viel kann ich dann wohl nicht falsch gemacht haben“. Gewundert hätte er sich nach eigenen Worten indes schon, wenn die Wahl anders ausgefallen wäre: „Doch, keine Frage, auch das hätte ich akzeptieren müssen.“

Dass er als Spielführer eine Stammplatzgarantie besitze, schloss der 1,88 Meter große, im Juli 2015 von RW Erfurt an die Ostsee gewechselte Czichos unabhängig von seinen bislang 39 Pflichtpartien und elf Toren für die Störche aus. „Die Konkurrenz im Kader ist groß. Bei einem personellen Austausch gibt es keinen Qualitätsverlust.“ Die finale Bewertung des neu formierten KSV-Aufgebotes behält sich der Mann mit der Erfahrung von 134 Drittliga-Einsätzen noch vor, sagt aber immerhin: „Erst in sportlich schlechten Zeiten zeigt sich der wahre Charakter einer Mannschaft. Im Moment habe ich aber ein sehr gutes Gefühl. Mein erster Eindruck ist, dass die Spieler ihr eigenes Wohl zum Wohle des Teams hintanstellen.“

Am Sonnabend (14 Uhr) führt Czichos die Blau-Weiß-Roten zum Punktspielstart gegen den Zweitligaabsteiger FSV Frankfurt auf den Rasen des Holsteinstadions. „Jeder ist froh, dass die Vorbereitung dann endlich vorbei ist“, sagt der Mann mit dem starken linken Fuß und ergänzt: „Gedanklich bin ich schon direkt nach unserem Schalke-Spiel beim FSV. Der kommt mit seinen 18 Neuzugängen allerdings als echte Wundertüte nach Kiel.“

Eine der Verletzungsmisere geschuldete Überraschung könnte es indes auch in Kieler Reihen geben. Denn nach Peitz und dem am Dienstag weiter nur individuell im Schongang arbeitenden Siedschlag droht gegen die Hessen mit Evans Nyarko auch der dritte „Sechser“ für das defensive zentrale Mittelfeld auszufallen. Der Ex-Dortmunder drehte mit dem ebenfalls angeschlagenen Arne Sicker abseits des Mannschaftstrainings seine Runden.

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