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Schwabe strampelt sich für Kiel 2024 ab

Manuel Hartmann Schwabe strampelt sich für Kiel 2024 ab

Als Pasta-Chefkoch vor Heimspielen des Drittligisten Holstein Kiel ist er mit Beginn dieser Saison in Rente gegangen. Als Botschafter der Kampagne „Kiel für Olympia 2024“ tritt er dagegen zurzeit sogar knüppelhart in die Pedalen: Fußball-Profi Manuel Hartmann.

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Manuel Hartmann auf seinem Bambus-Rad während des KN Förde-Triathlons am Sonntag.

Quelle: Matthias Hermann

Kiel. Beim 27. KN Förde-Triathlon am vergangenen Sonntag gab der 31-jährige Defensiv-Allrounder in dieser Mission Vollgas. „20 Kilometer auf einem Bambus-Rad mit nur acht Gängen. Damit habe ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 30 km/h geschafft. Auch wenn manche Rennmaschine an mir vorbei geflogen ist, mit diesem Ergebnis bin ich zufrieden“, sagt Hartmann. Denn das Ziel dieses sportlichen Abstechers sei ohnehin ein anderes gewesen, als zusammen mit der mehrfachen Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn und TV-Moderator Dennis Wilms den respektablen 20. Platz im Staffel-Wettbewerb zu belegen. „Hauptsache, wir holen die Sommerspiele 2024 nach Hamburg und Kiel“, erklärt Hartmann im Brustton der Überzeugung.

 Der 106-fache Zweitligaspieler ist in Esslingen geboren. Ein Ur-Schwabe in Diensten der Nordlichter? „Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hat angefragt. Und ich habe nach dem Okay meines Trainers Karsten Neitzel sofort zugesagt, bei dieser Kampagne im Rahmen von Plakataktionen, Interviews oder eben auch mal bei einem Triathlon mitzuwirken“, so Hartmann. „Das zeigt auch, wie sehr ich hier angekommen bin. Ich bin jetzt im vierten Jahr bei Holstein. So lange war ich in meiner Karriere noch nie bei einem Verein. Die Leute sehen mich mittlerweile offenbar eher als Kieler denn als Schwabe. Ich will den Menschen hier im Norden jetzt etwas zurückgeben.“

 Auch deshalb, weil durch diese Bewerbung die Chance bestehe, dass der Sport in der Landeshauptstadt eine zusätzliche Aufwertung erfahre. Besser ausgestattete Hallen und Sportstätten seien in einer immer mehr von Computern und Fernsehern bestimmten Gesellschaft eminent wichtig. Gerade für die Jugend. „Wer Sport treibt, lernt Werte für jeden Lebensbereich kennen“, lautet Hartmanns Credo nach elf Jahren Selbsterfahrung als Berufsfußballer.

 Im Optimalfall schließt Hartmann im Sommer nächsten Jahres sein Wirtschafts-Fernstudium mit der Bachelorarbeit ab. Dann läuft auch sein Kontrakt bei den Störchen, für die er bislang 84 Punktspiele bestritten hat, aus. Ob es eine Verlängerung des Engagements gibt, weiß der Verteidiger noch nicht. „Macht mein Körper weiter so mit wie bisher, möchte ich so lange spielen wie möglich.“ Vorstellbar sei aber auch der Einstieg in die „normale“ Arbeitswelt.

 Geplant ist auch die Hochzeit mit seiner Verlobten Ricarda. Schöne Aussichten – mit einem kleinen Wermutstropfen. „Die in der Nähe Stuttgarts ansässige Familie ist doch sehr weit weg.“ Da passte das Pokal-Gastspiel des VfB Stuttgart am vergangenen Sonnabend – abgesehen vom Ergebnis – sehr gut. „VfB-Sportvorstand Robin Dutt war in meiner Zeit bei den Stuttgarter Kickers mein Trainer, er hat mich zum Profifußballer gemacht. Und mit VfB-Kapitän Christian Gentner bin ich seit der C-Jugend befreundet. Da gab’s viel zu erzählen.“ Vielleicht drückt nun sogar der eine oder andere Schwabe die Daumen für Kiels Olympia-Bewerbung. Manuel Hartmann sei Dank!

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