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Luca Dürholtz kommt zu den Störchen

Holstein Kiel Luca Dürholtz kommt zu den Störchen

Luca Dürholtz (geb. 19. August 1993 in Wermelskirchen) wechselt ins Storchennest. Der 22-jährige Mittelfeldspieler von Dynamo Dresden hat bei der KSV Holstein einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben.

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Luca Dürholtz wechselt zu Holstein Kiel.

Quelle: imago

Kiel. Am kommenden Sonnabend (13.45 Uhr) beendet Fußball-Drittligist Holstein Kiel das Spieljahr 2015/16 mit der Heimpartie gegen Rot-Weiß Erfurt. Schon am Mittwoch indes haben die Störche personelle Weichen für die kommende Saison gestellt. Mit Luca Dürholtz vom Liga-Primus und Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden präsentieren die Nordlichter ihren ersten Neuzugang. Einen wegen seiner ausgefeilten Technik bundesweit bekannten Kreativspieler, der an der Förde den endgültigen Durchbruch im Profifußball schaffen soll.

Dürholtz, der am 18. August seinen 23. Geburtstag feiert, hat bei den Kielern einen Zweijahresvertrag unterschrieben. „Luca ist ein junger, gut ausgebildeter offensiver Mittelfeldspieler, von dem wir hoffen, dass er bei uns sein großes Potenzial abruft“, sagt KSV-Cheftrainer Karsten Neitzel. Der scheidende Holstein-Sportchef Uwe Stöver ergänzt: „Er kann auf der 8er- oder 10er-Position spielen und wird unser zentrales Mittelfeld bereichern.“ Dass Luca Dürholtz dank seines Alters zu den vier laut Reglement erforderlichen U23-Akteuren im 18-köpfigen Aufgebot pro Spieltag zählen könne, sei ein weiterer Pluspunkt.

Der Spielmacher ist nach Wintertransfer Mathias Fetsch der zweite Ex-Dresdner im Kieler Kader. Schon längere Zeit, so Stöver, habe der Junge auf der Wunschliste der Störche gestanden. Im vergangenen Winter habe es bereits Kontakte gegeben.

Das war ein Zeitpunkt, zu dem Dürholtz in Dresden nicht mehr erste Wahl war. In seiner Premieren-Saison für Dynamo 2014/15 war er noch auf 32 Drittliga-Einsätze mit zwei Toren und vier Torvorbereitungen gekommen, in dieser Serie nur noch auf vier Einsätze. Unter Trainer Uwe Neuhaus hat Dürholtz seinen Stammplatz verloren. Stövers Erklärung: „Da hatte Luca das eine oder andere körperliche Problemchen. Dynamo kam in Fahrt. Und Uwe Neuhaus setzte vor allem auf das erfolgreiche Offensivtrio Justin Eilers, Pascal Testroet und Marvin Stefaniak.“

Dürholtz ist mit Gattin Rebecca verheiratet und seit 21 Monaten Vater von Filius Mika. Er selbst war im zarten Alter von zehn Jahren von seinem Heimatverein SV Hackenberg zu Bayer Leverkusen gewechselt. Zehn U16- und neun U17-Länderspiele stehen zu Buche, er galt als eines der größten Spielmacher-Talente der Republik. Selbst Real Madrid war auf Dürholtz aufmerksam geworden und unterbreitete dem damals 16-Jährigen ein Angebot. Eine Ablösesumme von 700.000 Euro stand im Raum. Doch Dürholtz entschied sich für den Verbleib unter dem Bayer-Kreuz. „Weil ich die Sprache nicht kannte, mein Abitur zu Ende machen und deshalb nicht von zu Hause weg wollte“, wie er später der „Bild“ berichtete. Den Sprung ins Bayer-Bundesligateam schaffte der Filigranfußballer indes nicht.

Erfüllt der 1,76 Meter große Dürholtz die Erwartungen, hat sich Holstein einen dicken Fisch geangelt. Wie es derweil mit den aktuellen Mittelfeld-Akteuren Maik Kegel und Finn Wirlmann weiter geht, steht noch in den Sternen. Beim 26-jährigen, in Dresden geborenen Kegel, wie Dürholtz im zentralen Kreativbereich positioniert, läuft der Vertrag ebenso aus wie bei Wirlmann, der aus der Nachwuchsabteilung der Störche stammt. Dem 19-Jährigen soll ein Angebot von Holstein vorliegen, das für die kommende Serie eine Ausleihe zwecks größerer Spielanteile vorsieht. Kegels Chancen auf einen neuen Vertrag dürften mit Dürholtz’ Verpflichtung nicht gerade steigen. „Es gibt derzeit keinen neuen Stand“, sagt Stöver nur.

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