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Anpfiff zum Wunder von Kiel

Relegations-Hinspiel Anpfiff zum Wunder von Kiel

Vorhang auf: Am Freitag öffnet das ausverkaufte Theater der Träume in Kiel seine Pforten. Auf dem Programm steht das Hinspiel der Aufstiegs-Playoffs zur Zweiten Fußball-Bundesliga zwischen Holstein Kiel und 1860 München (20.30 Uhr/live beim NDR). Die Förde brodelt, nach 34-jähriger Abstinenz fiebern die Störche und ihre Anhänger der Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus entgegen. Verfolgen Sie das Spiel im KN-KSV-Liveticker.

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Marc Heider, Manuel Schäffler und Patrick Breitkreuz: Die Endphasen der vergangenen vier Spielzeiten standen bei den Störchen ausnahmslos im Zeichen wichtigster Entscheidungen.

Quelle: Matthias Hermann

Kiel. Drama, Drama und noch einmal Drama – die Endphasen der vergangenen vier Spielzeiten standen bei den Störchen ausnahmslos im Zeichen wichtigster Entscheidungen. 2012 verpasste Holstein den Aufstieg in Liga drei durch ein finales 1:4 in Wolfsburg. 2013 wurden den Kielern am Vorabend des Meisterschafts-Finales gegen Havelse durch die Insolvenz des FC Oberneuland sechs Punkte abgezogen, nur der folgende Sieg sicherte die Aufstiegsspiele gegen Hessen Kassel. Dort feierten die Nordlichter am 2. Juni den Sprung in die Dritte Liga. Knapp zwölf Monate später gelang erst am letzten Spieltag mit einem 3:1 in Darmstadt der Klassenerhalt. Und 2015?

Für Rafael Kazior, der am Freitag letztmals vor seinem Abschied in Richtung Werder Bremen II vor heimischer Kulisse aufläuft, ist der Kampf gegen den Zweitliga-16. ein 50:50-Duell. „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre, speziell die negativen, haben uns noch mehr zusammengeschweißt. Das kann jetzt helfen“, sagt der 32-jährige Kapitän. Von der Anfangself, die vor zwei Jahren in Kassel triumphierte, stehen noch zehn Akteure im aktuellen Kader. Von der Startformation der Münchner bei ihrem 2:1-Pokalerfolg an der Förde zu Beginn dieser Serie laufen am Freitag noch maximal drei Profis im Löwen-Trikot auf. Kontinuität trifft Chaos!

Letztlich aber dürften die Nerven eine entscheidende Rolle über Wohl und Wehe spielen. „Es ist wichtig, so viel Normalität wie möglich in den Abläufen beizubehalten“, sagt Holsteins Kreativkopf Maik Kegel zum schmalen Grat zwischen positiver Anspannung und Verkrampfung, zwischen leistungsförderndem Adrenalinausstoß und Übermotivation. Freitag Mittag treffen sich die Störche in ihrem gewohnten Tageshotel, fahren nach der letzten Besprechung gemeinsam zum Stadion. Nach dem Abppiff – und das ist die einzige Änderung im Vergleich zu „normalen“ Freitagabendspielen – geht’s wieder zurück ins Teamquartier. „Wir wollen absichern, dass die Regeneration der Spieler vor dem Rückspiel am Dienstag in München optimal verläuft“, erklärt Cheftrainer Karsten Neitzel vor Teil eins der Kieler Bonus-Runde.

8400 Kieler Zuschauer und 1400 Löwen-Fans werden das Holsteinstadion schon beim Warmmachen der Teams 35 Minuten vor dem Anstoß in einen Hexenkessel verwandeln. Die Wetterprognose sagt eine 55-prozentige Regen-Wahrscheinlichkeit voraus. All das dürfte Manuel Schäffler nicht im Geringsten tangieren. Der Störche-Torjäger will seine „alte Liebe“, deren Trikot er in seiner Jugend und zu Beginn seiner zehn Jahre getragen hatte, in den Abstieg schießen. Der 26-Jährige lehnte zwecks uneingeschränkter Fokussierung sämtliche Interview-Wünsche in dieser Woche ab. Natürlich, denn es steht viel auf dem Spiel. Nicht weniger als das Wunder von Kiel.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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