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Kompaktes Wohlgefühl

Rückrundenauftakt Kompaktes Wohlgefühl

Dieses Duell verspricht Musik mit Paukenschlägen und Knalleffekten. Nach der Jahresauftakt-Schlappe bei Werder Bremen II und der bedrohlichen Nähe zu den Abstiegsrängen (zwei Punkte) muss Fußball-Drittligist Holstein Kiel am Sonnabend (14 Uhr) sehr dringlich den Triumphmarsch anlässlich des dritten Heimsieges in dieser Saison intonieren.

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Kompakt und im Takt: Wie hier beim kollektiven Seilspringen wollen sich die in tabellarische Not geratenen Störche am Sonnabend ihrem Publikum als echte Einheit präsentieren.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Gegen einen Chemnitzer FC, der drei Zähler (27) mehr auf dem Konto weiß, als Tabellenelfter sechs Ränge besser platziert ist – und bei dem das Duo Daniel Frahn und Anton Fink für offensives forte fortissimo steht.

Die Töne der Störche im Vorfeld dieses Duells wirken derweil auf den Zuhörer so neu wie Helene Fischers „Atemlos“. Die Stunde der Not, durchaus branchenüblich gekennzeichnet von der Klaviatur der Standardfloskeln. Das 1:2 von Bremen, so Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel, dürfe am Sonnabend keine Rolle mehr spielen. Vieles hänge in diesem schweren Spiel von der Tagesform ab. Personell werde nicht „am großen Rad gedreht“. Die breite Brust sei in allen Belangen gefordert. Auch als moralische Aufbauhilfe gegen die wenig Mut machende Heimbilanz (neun Punkte aus zehn Spielen mit schon fünf Niederlagen): „Wir haben uns vorgenommen, zu Hause erfolgreicher zu spielen als in der Vorrunde.“

Die Stabilisierung der Defensive ist eine Seite der zurzeit wahrlich nicht schillernden Medaille. Auch die anhaltend schwache Chancenverwertung bereitet Sorgen. Sowohl Sportchef Uwe Stöver („Der Tag wird kommen, an dem sich unsere Spieler für ihren Aufwand mit Toren belohnen“) als auch Neitzel vertrauen in diesem Punkt nicht zuletzt den Neuzugängen Willi Evseev und Mathias Fetsch. „Willi ist in den ersten 45 Minuten zu drei Torchancen gekommen. Das hatten wir lange nicht bei einem zentralen Mittelfeldspieler“, so Neitzel, der glaubt, die Fehler der Nürnberger Leihgabe bei dessen Rückwärtsbewegung zügig korrigieren zu können. Dass Fetsch den Kielern noch viel Freude bereiten werde, auch davon ist der Coach überzeugt. Gleichfalls steht für den gebürtigen Dresdner fest, dass „die Chemnitzer noch Großes vorhaben. Die haben die Runde mit Blick nach oben noch nicht abgeschenkt“.

Der 28-jährige Fink, mit 96 Treffern Spitzenreiter der ewigen Drittliga-Torjägerliste, geht bei der von einem großen finanziellen Engagement begleiteten Mission als Kapitän der Himmelblauen voran, der gleichaltrige Königs-Transfer Frahn soll als Knisper die bisherige Ergebnis-Inkonstanz der Sachsen in richtige Bahnen lenken. „Frahn und Fink kriegen genau die Beachtung wie jedes andere Angriffspaar dieser Liga“, sagt Neitzel und schiebt einen Kernsatz nach, den alle Beteiligten an der Förde unterschreiben: „Die drei Punkte müssen in Kiel bleiben.“

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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