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Holstein Kiel II fehlen Automatismen

SH-Liga Holstein Kiel II fehlen Automatismen

Fünf Spiele in der Schleswig-Holstein-Liga, 6:14 Tore, ein mageres Pünktchen, dunkler Tabellenkeller – das ist die bislang ungewöhnlich dürftige Ausbeute der U23-Mannschaft des ambitionierten Fußball-Drittligisten Holstein Kiel.

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Evans Nyarko (li. gegen David Kroll/Flensburg 08) ist einer der Drittliga-Profis, die derzeit in der SH-Liga zum Einsatz kommen.

Quelle: jpw

Kiel. Beim jüngsten 2:4 in Todesfelde standen mit Bernd Schipmann, Rene Guder, Manuel Hartmann, Louis Mandel, Evans Nyarko, Saliou Sane und Fabian Arndt gleich sieben Akteure aus dem Profikader in der Anfangsformation des von Ole Werner trainierten Störche-Ausbildungsteams. Eine Tatsache, die nur auf den ersten Blick zusätzliche Stärke garantiert, wie KSV-Chefcoach Karsten Neitzel weiß: „Da arbeitest du die ganze Woche mit 15,16 Spielern. Und am Spieltag kommen auf einmal sechs, sieben Leute aus dem Liga-Kader dazu. Das ist nicht einfach.“

 Neitzel kennt derartige Situationen aus eigener Erfahrung nur zu gut. Über elf Jahre wirkte der 47-Jährige, der „den sehr guten Austausch mit den Nachwuchstrainern“ lobt, beim SC Freiburg als Trainer des Breisgau-Nachwuchsteams. Auch der 27-jährige Werner verharmlost die aktuelle Lage nicht, nennt aber nachvollziehbare Gründe für den bisher enttäuschenden Saisonverlauf: „Es ist immer ein U23-Thema, dass man mit einem Rückstand an Erfahrung und Automatismen in die Saison startet. Mal findet man sich früher, so wie im letzten Jahr, oder es braucht länger und der Start misslingt. Zudem kommt uns der Spielplan mit fünf Spielen in zwei Wochen, in einer Phase, in der sich die Mannschaft finden muss, natürlich auch nicht entgegen.“ 70 Prozent der Akteure seien neu im Kader und im Schnitt zwei Jahre jünger als die nächstjüngere Mannschaft. „Daher brauchen wir einfach Zeit, die wir natürlich auch nicht unendlich haben.“

 Auch deshalb nicht, weil laut des Sportlichen Leiters Ralf Heskamp „unsere U23 immer in der höchstmöglichen Liga spielen soll. Wir beäugen die Situation intern kritisch“. Der Liga-Unterbau sei auch in Kiel eine Fördermannschaft für Perspektivspieler. Und zugleich ein Team, das verletzten oder mit geringen Spielanteilen bedachten Drittliga-Akteuren die Chance biete, Spielpraxis zu sammeln. Dass bei anderen Klubs – zumeist aus Kostengründen – die U23 gestrichen wurde, hält Neitzel stellvertretend für die Auffassung im Lager der Störche für nicht sinnvoll: „Ich persönlich würde mein Veto gegen eine Abschaffung einer U23-Mannschaft einlegen.“

 Am Sonntag (14 Uhr) bietet sich für das Werner-Team im Heimspiel gegen TuS Hartenhom die nächste Chance zum ersten Saison-Sieg. Welche Profis er inProjensdorf einbauen muss, hängt nicht zuletzt vom Verlauf des Drittliga-Duells der Kieler 24 Stunden zuvor in Chemnitz ab.

Von Andreas Geidel und Florian Sötje

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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