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Holstein Kiel verliert gegen den VfB Lübeck

SHFV-Lotto-Pokal Holstein Kiel verliert gegen den VfB Lübeck

Blamage für Holstein Kiel! Der Fußball-Drittligist unterlag im Halbfinale des SHFV-Lotto-Pokals am Sonnabend beim Regionalligisten VfB Lübeck verdient mit 0:1 (0:1).

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Holstein Kiel hat das SHFV-Lotto-Halbfinale gegen den VfB Lübeck am Sonnabend mit 1:0 (1:0) verloren.

Quelle: Felix König

Lübeck. Die klar favorisierten Gäste versuchten auf tiefem Boden mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, doch das reichte gegen hoch motivierten, kämpferisch und läuferisch klar besseren Platzherren nicht aus. Die Lübecker kämpfen nun im Landespokal-Finale am 28. Mai gegen den Sieger der zweiten Halbfinal-Begegnung zwischen dem SV Eichede und ETSV Weiche Flensburg, die am 6. Februar ausgetragen wird.

Nach dem 3:1-Erfolg vor einer Woche gegen die SG Sonnenhof Großaspach mussten die Kieler im 123. SH-Derby einen herben Rückschlag hinnehmen, während die Lübecker nach ihren beiden Niederlagen gegen Meppen (0:2) und Braunschweig II (1:3) wie ausgewechselt auftraten. Die Mannschaft von Trainer Denny Skwierczynski  wollte diesen Pokalerfolg unbedingt, die eine Klasse höher agierenden Profis aus der Landeshauptstadt vermittelten diesen Eindruck nicht.

Lediglich in den ersten 20 Minuten hatte das Team von Trainer Karsten Neitzel das Spiel unter Kontrolle und mit dem 18-Meter-Schuss von Tim Siedschlag, den VfB-Keeper Jonas Toboll glänzend entschärfte (12.), auch die erste klare Torchance. Doch nachdem VfB-Innenverteidiger Moritz Marheineke nach einer Ecke  aus dem Gewühl heraus das 1:0 erzielt hatte (26.), übernahmen die Gastgeber mit den fußballerischen Basistugenden Zweikampfstärke und Laufbereitschaft zunehmend das Kommando. Dennoch hätte Manuel Schäffler mit einem Kopfball nach einer Flanke von Patrick Kohlmann den Ausgleich erzielen können, doch der Ball strich knapp am Posten vorbei (45.).

Die rund 250 mitgereisten Holstein-Fans hofften, dass ihre Spieler in der Pause zur notwendigen Einstellung für diesen Pokalfight finden würden – und wurden enttäuscht. Während die Lübecker immer mutiger wurden und nun sogar ansehnliche Kombinationen auf den Rasen brachten, setzte sich die erschütternde Schwäche der KSV-Spieler in 1:1-Situationen nahtlos fort. Nur über bedingungslosen Einsatz wäre diese Partie an der Lohmühle noch zu drehen gewesen, aber die Störche konnten den Schalter einfach nicht mehr umlegen. Während sich der VfB noch fünf gute Chancen erarbeitete, um die Führung auszubauen, hatten die Gäste nur noch eine einzige Möglichkeit, als in den letzten zehn Minuten die (wirkungslose) Brechstange ausgepackt wurde: Der eingewechselte Innenverteidiger Dominik Schmidt setzte einen Kopfball über das Tor (83.).

Immerhin, nach der zweiten Pokalderby-Niederlage in Folge diskutierten die Holstein-Profis rund 20 Minuten lang am Tribünenzaun mit ihren bitter enttäuschten Fans. Redebedarf mit seiner Mannschaft meldete auch Karsten Neitzel an, ohne näher ins Detail gehen zu wollen. „Diese Niederlage ist extrem ärgerlich. In den Zweikämpfen haben es die Lübecker einfach besser gemacht. Man muss sich auch mal dreckig machen und sich wehren“, war auch der KSV-Coach restlos bedient.      

VfB Lübeck: Toboll – Sirmais,  Wehrendt, Marheineke, Knechtel – Sievers (63. Bohnsack), Nogovic (78. Voss), Maletzki, Senger – Kramer, Richter (83 Meyer).

Holstein Kiel: Jakusch – Herrmann, Weidlich, Czichos, Kohlmann (82. Schmidt) – Siedschlag – Janzer (70. Heider), Kegel, Wirlmann (46. Sane), Lewerenz – Schäffler.

Schiedsrichter: Göttsch (Hartenholm) – Tor: 1:0 Marheinecke (26.) - Zuschauer: 2557 - Gelbe Karten: Wehrendt, Sievers, Richter / Kegel, Czichos.

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