18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Mit Mainzer DNA zum Klassenerhalt

Saisonauftakt Holstein Kiel Mit Mainzer DNA zum Klassenerhalt

In Mainz sind das schon fast traditionelle Werte: Holstein Kiels Auftaktgegner Mainz 05 II stellt den Ausbildungsgedanken in den Mittelpunkt der Drittliga-Saison.

Voriger Artikel
Marlon Krause ist neuer KSV-Kapitän
Nächster Artikel
KN trifft KSV mit Marlon Krause

Marlon Krause (li./im Rückspiel der vergangenen Saison im Holsteinstadion) wird im Auftaktspiel der neuen Drittliga-Saison gegen Mainz 05 II das erste Mal als Kapitän der KSV Holstein auflaufen.

Quelle: Uwe Paesler

Mainz. Lange musste der Mainzer Nachwuchs um den Klassenverbleib in der Dritten Liga bangen. Am 34. Spieltag der vergangenen Saison belegte die U23 des FSV einen Abstiegsplatz. Ein guter Endspurt mit acht Punkten aus den letzten fünf Spielen sollte für den Aufsteiger schließlich reichen, um am Sonnabend (14 Uhr) im Holstein-Stadion eine weitere Drittliga-Saison beginnen zu dürfen.

 Im Mittelpunkt der Bundesliga-Reserve steht wie gewohnt der Ausbildungsgedanke. Entsprechend jung und unerfahren kommt der Mainzer Kader daher. Das Durchschnittsalter der 05er liegt bei 21,2 Jahren. Die Verantwortung für die rheinische Rasselbande trägt Trainer Sandro Schwarz. Dieser ersetzte im Frühjahr den zur Bundesliga-Mannschaft abkommandierten Martin Schmidt. Zuvor war Schwarz im Mainzer Nachwuchsleistungszentrum für die U19 verantwortlich.

 Mit seinen fußballerischen Vorstellungen passt er bestens zur einheitlichen Mainzer Spielphilosophie, die bei gegnerischem Ballbesitz eine aggressive Balljagd und bei eigenem Ballbesitz überfallartige Angriffe vorsieht. Im Trainingslager auf Borkum versuchten die Rheinhessen, „neben dem Anlaufen und der Kompaktheit gegen den Ball auch eine größere fußballerische Flexibilität zu schaffen, die wir für langfristigen Erfolg brauchen“, so Schwarz auf der vereinseigenen Homepage. Doch die Arbeit gegen den Ball bleibt laut Schwarz „die Basis unseres Spiels“. Ein Vorteil für die überwiegend aus dem eigenen Nachwuchs kommenden Neuzugänge, die in ihrem ersten Jahr im Profifußball die Mainzer DNA bereits verinnerlicht haben.

 Insgesamt verstärkte sich der FSV mit nur drei externen Akteuren. Den Abgang von Linksverteidiger Felix Müller (Preußen Münster) kompensiert Patrick Schorr (TSG Hoffenheim). Maximilian Wagener wechselt für ein Jahr als Leihspieler aus Leverkusen nach Mainz, und Julian-Maurice Derstroff kommt von Absteiger Borussia Dortmund II. Der Linksaußen trumpfte letzte Saison mit sechs Toren und zwei Vorlagen in 27 Spielen auf. „Julian ist ein schneller Spieler für die Außenbahn, der auch im Offensivzentrum eingesetzt werden kann und zudem einiges an Erfahrung mitbringt“, sagt Schwarz, der sich viel von seinem Neuzugang verspricht.

 Mit den Testspielergebnissen kann der Übungsleiter sehr zufrieden sein. Gegen die Regionalligisten VfR Wormatia Worms (1:0) und SV Meppen (2:0) blieb man ohne Gegentor. Der letzte Test gegen den französischen Zweitligisten FC Metz endete mit einem 2:1-Erfolg. Dass die Mainzer defensiv schwer zu knacken sind, erfuhren die Kieler Störche zuletzt am 32. Spieltag der vergangenen Spielzeit, als Rafael Kazior per Elfmeter für den umjubelten 1:0-Siegtreffer sorgte. Zudem verfügt die FSV-Reserve mit Neuankömmling Derstroff, Lucas Höler, der in der letzten Spielzeit in 26 Spielen zehn Treffer erzielte, Philipp Klement sowie Patrick Pflücke und Devante Parker über viel Potenzial in der Offensivabteilung.

 Ein anderes Ziel als den Klassenerhalt verfolgt Sandro Schwarz mit seiner eingespielten Mannschaft nicht. Nicht bis zum letzten Spieltag um diesen zittern zu müssen, käme dem Chef-Ausbilder im Mainzer Nachwuchsbereich jedoch sicherlich ganz recht. Eine Zittersaison soll es nicht wieder geben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Florian Sötje
Volontär

ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3