18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Holsteinstadion noch Großbaustelle

Saisonauftakt von Holstein Kiel Holsteinstadion noch Großbaustelle

Neue Eingänge, Pflaster und Container: Noch sieht das Stadion von Drittligist Holstein Kiel aus wie eine einzige Baustelle. Doch bis zum Heimstart am Sonnabend gegen Mainz II soll alles fertig sein. Fast.

Voriger Artikel
„Rafael Kazior ist nicht 1:1 zu ersetzen“
Nächster Artikel
Marlon Krause ist neuer KSV-Kapitän

Bau-Alarm am Holsteinstadion: So sah es am Montag hinter den Stehblöcken H und I aus. Störche-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke lässt indes keinen Zweifel an der Fertigstellung bis zum Sonnabend: „Freitag ist Abnahme!“

Quelle: Frank Peter

Kiel. Es kribbelt und knistert wieder. 53 Tage nach dem Relegations-Drama in der Münchner Allianz-Arena beginnt für den Drittligisten Holstein Kiel am Sonnabend mit dem Heimspiel gegen Mainz 05 II der Ernst der Fußballpflicht 2015/16. Cheftrainer Karsten Neitzel und sein Team basteln an der bestmöglichen Zusammensetzung des Kaders, an der optimalen Strategie. Es geht um nachhaltigen Erfolg. Extremen kurzfristigen Zeitdruck verspüren dagegen die Handwerker rings um das Holsteinstadion.

 Beeindruckende Sand- und Kiesberge türmen sich hinter der Stehplatztribüne für Kieler Zuschauer, werden von Baggern und Schubkarren abgebaut. Sie stehen für die Umbaumaßnahmen, die durch die Brandschutzverordnungen von Feuerwehr und Polizei erforderlich wurden. Kaum vorstellbar, dass diese Großbaustelle in fünf Tagen so weit abgearbeitet ist, dass die zahlende Kundschaft ohne Sicherheitshelm auf ihre Plätze gelangen kann. „Am Freitag ist Abnahme“, sagt Holstein-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke bei der Ortsbegehung im Brustton der Überzeugung. Und seine feste Stimme unterdrückt jegliche Skepsis.

 Rund 400 000 Euro hat die Stadt als Eigentümerin des Stadions in Beton, Steine und Arbeitslöhne investiert, um ihrem Mieter, die Störche, die Spielgenehmigung für die kommende Serie zu ermöglichen. Gut 100000 Euro mehr nahm die im Interesse des Vereins handelnde Stadion-GBR in die Hand, um künftig den Komfort bei Besuchen der KSV-Heimpartien spür- und sichtbar zu erhöhen. Neue Spundwände wurden errichtet, die alten Bratwurst- und Getränkebuden fielen den sicherheitsrelevanten Aspekten zum Opfer.

 Während die neuen Toiletten-Container schon an Ort und Stelle stehen, sind für die angedachten, mit Vollektronik, eigener Kühlzelle und Flatscreens an den Wänden ausgestatteten Versorgungs-Containern bislang nur die Fundamente gelegt. Der neue Caterer heißt Lars Farien von der Budenzauber Event-Agentur. „Wir bitten unsere Zuschauer noch um ein wenig Geduld. Im Moment muss noch etwas improvisiert werden. Aber es wird von Spiel zu Spiel besser werden“, so Schwenke. Bis zur endgültigen Fertigstellung stehen Getränkewagen und Schwenkgrills zur Verfügung.

 Die Pflasterarbeiten an der Rückseite der Gegengeraden zeugen dagegen schon heute von neuen Dimensionen. Um zehn Meter wurde die Gehfläche erweitert. Der Dachüberstand bietet zudem Regenschutz. Die Zuschauer der Sitzblöcke K1 bis K3 haben vom Fögeplatz einen eigenen Zugang. Wie auch die Stehplatzkunden der Blöcke J und L. Die Seitenenden der Blöcke I und J werden mit Wellblechmatten versehen, so dass „die von den Fans oft kritisierte kalte Zugluft künftig ausbleiben sollte“, erklärt Schwenke weiter. Auch im Stehplatzblock G unter der Polizeileitzentrale wurde Hand angelegt. Der mit Betonplatten verlegte Boden birgt im Vergleich zum Vorjahr keine Stolpergefahr mehr.

 Auf ein Gesamtfassungsvermögen von rund 12500 Zuschauern könnte das Stadion ohne größere bautechnische Probleme durch das Aufstocken der Mobiltribünen erweitert werden. „Dazu müssten wir aber zunächst einmal des öfteren ausverkauft sein. Denn diese Geschichte ist nicht ganz billig“, sagt Schwenke. So bleibt es zunächst einmal bei offiziell 10 200 Plätzen. Die könnten beispielsweise beim DFB-Pokalspiel am 8. August (20.30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart vergriffen sein.

Bislang, so der Störche-Geschäftsführer weiter, seien 1600 Drittliga-Dauerkarten inklusive des Vorkaufsrechtes für das Duell mit den Schwaben abgesetzt. Jahreskarten-Reservierungen für insgesamt 2500 Kunden liegen vor. Morgen und Donnerstag können die aktuell 1457 Klubmitglieder jeweils ein Pokalticket erwerben. Auf 1200 Steh- und 200 Sitzplätze beläuft sich das Gäste-Kontingent. Der freie Verkauf für den ersten Saison-Höhepunkt beginnt am kommenden Montag um 8 Uhr im Online-Ticketing, via Ticket-Hotline und an den bekannten Vorverkaufsstellen, nicht aber im Fan-Shop am Holsteinstadion.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3