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Der Traum vom Durchbruch

Saliou Sane Der Traum vom Durchbruch

Als er im Sommer 2013 vom Viertligisten TSV Havelse zum Zweitligisten SC Paderborn wechselte, träumte der damals 21-jährige Saliou Sane davon, die Fußball-Bundesliga im Sturm zu erobern. Knapp drei Jahre und diverse gesundheitliche Rückschläge später gibt sich der Angreifer des Drittligisten Holstein Kiel bescheidener.

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Spaßfaktor Training: Holstein-Stürmer Saliou Sane (vorne) freut sich nach Monaten der Verletzungsseuche über jede Einheit mit der Mannschaft. Jetzt hofft die Nummer zehn des Drittligisten auf Großtaten wie zu Beginn seiner Zeit an der Kieler Förde.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. „Wenn man so oft verletzt war wie ich, weiß man es zu schätzen, endlich konstant über einen längeren Zeitraum bei der Mannschaft zu sein und nicht nur in der kleineren Reha-Gruppe arbeiten zu müssen“, sagt Sane vor dem im Kampf um den Klassenerhalt eminent wichtigen Heimspiel der Störche am Sonnabend (14 Uhr) gegen den SV Wehen Wiesbaden.

 Zehn Zweitliga-Kurzeinsätze für Paderborn standen in der Vita des gebürtigen Hannoveraners, als er in der Hoffnung auf größere Spielanteile am 13. Juli 2014 nach Kiel ausgeliehen wurde. Und an der Förde einen Start hinlegte, der die KSV-Fans in wahre Verzückung versetzte. Am dritten Spieltag (6. August 2014) traf der 1,87 Meter große Deutsch-Senegalese zum 2:0-Endstand gegen Hansa Rostock. Es sollte sein bislang einziger Drittliga-Treffer für die Störche bleiben. In einer Schambeinentzündung mündende Probleme mit den Adduktoren (Herbst 2014), ein Handbruch (Januar 2015) sowie ein Innenbandanriss (Sommer 2015) durchkreuzten in der Folge Sanes kühne Pläne – zwischenzeitliche Selbstzweifel inklusive. „Ich habe in Paderborn nicht viel gespielt, vielleicht war das ein Faktor“, mutmaßt Sane im Rückblick.

 Dennoch glaubten die Holstein-Verantwortlichen weiter an das Potenzial ihrer Offensivkraft, statteten Sane nach Ende des Leihgeschäftes mit einem bis zum 30. Juni 2017 datierten Vertrag aus. „Ich habe vom Trainerteam und vom Verein immer Unterstützung bekommen. Dafür bin ich dankbar, denn es ist nicht unbedingt normal bei meiner Verletzungshistorie“, sagt der Modellathlet im Brustton der Überzeugung.

Nur vor großer Kulisse

 Die Zeit, dieses Vertrauen mit Top-Leistungen zu bestätigen, sei nun reif, hofft Sane. 22 Mal stand er in dieser Drittliga-Saison auf dem Rasen, bestritt aber „nur“ 707 von möglichen 1980 Minuten. Beim jüngsten 1:0-Erfolg in Magdeburg zählte der „Joker“ erstmals seit knapp vier Monaten wieder zur Startelf der Störche. Beim Test gegen den Hamburger SV erzielte Sane den Treffer zum 1:2-Endstand. Wie am 6. August 2014 waren auch am Gründonnerstag 2016 über 9000 Zuschauer im Holsteinstadion. Geht’s bei ihm nur vor großer Kulisse? Sane lacht bei seiner Antwort: „Scheint fast so. Auf jeden Fall weiß ich wieder, wo das Tor steht. Das war ein sehr gutes Gefühl, wieder im eigenen Haus getroffen zu haben.“

 Auch Cheftrainer Karsten Neitzel wähnt Sane „auf einem guten Weg. Saliou ist in diesem Jahr körperlich stabil, nahezu in jeder Trainingseinheit dabei und immer voll engagiert“. Der interne Konkurrenzkampf mit Mathias Fetsch, Marc Heider und Manuel Schäffler sorge für zusätzliche Reizpunkte.

 Sane überträgt den Optimismus in eigener Sache auf die Belange der Mannschaft: „Wehen Wiesbaden ist ein starker Gegner. Aber ich denke, das wird ein Heimsieg.“ Der Traum von weiteren Drittliga-Toren, vom endgültigen Durchbruch in Kiel schwingt bei diesen Worten mit.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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