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Henzler macht Schalkes Torhütern Beine

Testspiel von Holstein Kiel Henzler macht Schalkes Torhütern Beine

Simon Henzler kehrt zurück zu Holstein Kiel! Dies allerdings nicht als neue, alte Nummer eins des Fußball-Drittligisten. Sondern als Torwarttrainer des Bundesligisten Schalke 04, der am Freitag (17.30 Uhr) zur Generalprobe vor dem Saisonstart gegen den FSV Frankfurt (30. Juli) im Holsteinstadion gastiert.

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Zwei Profis, die sich mögen: Schalkes Torwarttrainer Simon Henzler (li.) und Ralf Fährmann, der unter Anleitung des Ex-Kielers zu einem der besten Keeper Deutschlands gereift ist.

Quelle: imago/Team 2

Kiel/Gelsenkirchen.  Dass Henzler aktuell bei den Königsblauen in dieser Funktion arbeiten kann, ist eine besondere Wertschätzung seiner Leistungen. Der heute 39-Jährige ist der einzig Verbliebene aus dem Stab des nach nur zwölf Monaten in Gelsenkirchen unter skurrilen Umständen entlassenen Chefcoaches Andre Breitenreiter. Der ehemalige Holstein-Kapitän hatte seinen einstigen Kollegen (Henzler trug von 2004 bis 2011 in 100 Punktspielen das KSV-Trikot) 2014 aus dem Kieler Nachwuchsleistungszentrum zum damaligen Zweitligisten SC Paderborn gelotst. Und nach dem Erstligaabstieg direkt mit zum FC Schalke genommen. Henzler durfte bleiben, als Breitenreiter gehen musste.

 Bei der Frage, ob Breitenreiter möglicherweise wegen des Verdachts mangelnder Solidarität sauer auf ihn sei, antwortet Henzler ohne Zögern: „Nein, ich habe sofort nach dem Schalker Angebot mit ihm gesprochen. Andre sagte, ich solle das in jedem Fall machen. Er selbst brauche eine Pause, wisse noch nicht, wie es bei ihm in Sachen Fußball weitergehe.“

 Nicht zuletzt der Fürsprache des zu den Top-Keepern Deutschlands zählenden Ralf Fährmann (27) verdankt Henzler sein weiteres Engagement unter dem Breitenreiter-Nachfolger Markus Weinzierl. „Ralf und ich haben tatsächlich ein super Verhältnis. Die Chemie zwischen uns stimmt einfach“, sagt Henzler. Fährmann hatte sich zuvor im Fachblatt „Kicker“ äußerst positiv über seinen Spezialtrainer geäußert: „Es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten. Er hat ein sehr breit gefächertes Auge und setzt in allen Bereichen Akzente.“

 Henzler hatte bei den Knappen den nach seinen Tätigkeiten beim AC Florenz und Manchester City über eine Menge internationaler Erfahrung verfügenden Italiener Massimo Battara abgelöst. Und mit der deutschen anstelle der italienisch-englischen Torwartschule einen positiven Schub bei Fährmann als Speerspitze der Schalker Torhüter ausgelöst. Bei Battara, so Fährmann, seien beispielsweise viele Flanken mit Ballwürfen imitiert worden. Henzler setze mehr auf Sprung- und Schnellkraft, auf Ausdauer, knackige Torschüsse sowie Eins-gegen-Eins-Situationen. Die Intensität der Übungseinheiten sei deutlich höher. „Ralf will täglich gefordert werden, gibt immer 100 Prozent. Er mag es, nach dem Training platt zu sein“, bestätigt der gebürtige Ravensburger Henzler, der am 6. Dezember 2002 beim sensationellen 2:1-Erfolg gegen den FC Bayern zur legendären „Weltpokalsiegerbesieger“-Elf des FC St. Pauli zählte.

 Von den aktuellen Störchen kennt Henzler noch den Chefscout und Ex-Bundesliga-Torwart Carsten Wehlmann, unter dem er früher als Holstein-Profi selbst schuften musste. Dazu seinen Kieler Kollegen Patrik Borger sowie KSV-Assistenzcoach Jan Sandmann und Mittelfeldspieler Tim Siedschlag, mit dem er noch gemeinsam auf dem Feld stand. „Erstaunlich, Simons Schusstechnik war zum Ende seiner aktiven Karriere eher bescheiden“, flachst der 28-jährige Siedschlag. Und schiebt zwecks Vorbeugung eventueller Irritationen vor dem Freitag-Gastspiel des FC Schalke nach: „Aber auf der Linie war er immer geschmeidig wie eine Raubkatze.“

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Foto: Wiedersehen in der Heimat: Der gebürtige Kieler Sidney Sam (re./hier im Test gegen den DSC Wanne-Eickel) will heute mit dem FC Schalke 04 die Störche vor ihrem Drittliga-Start in einer Woche auf Herz und Nieren prüfen.

Für die Fans des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel ist es der Festtag der Saisonvorbereitung. Störche-Cheftrainer Karsten Neitzel sieht in dem heutigen Gastspiel des FC Schalke 04 (17.30 Uhr, Holsteinstadion/live bei Sport1) den ultimativen Testlauf vor dem Drittliga-Auftakt am 30. Juli gegen den FSV Frankfurt.

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