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Holsteins Gegner ist in der Bredouille

Spiel gegen Hansa Rostock Holsteins Gegner ist in der Bredouille

Am Sonnabend (14 Uhr, live im NDR-Fernsehen) sinnt Hansa bei den Störchen auf Revanche und hat derzeit zumindest sportlich die Nase ein bisschen vorn. Auf Platz elf rangieren die Rostocker derzeit zwei Punkte und drei Ränge vor den Kielern.

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Der letzte Akt der bösen Bescherung für Rostock vier Tage vor Heiligabend 2014: Holsteins Angreifer Manuel Schäffler (li.) erzielt das Tor zum 4:0-Triumph der Kieler. Hansa-Keeper Johannes Brinkies (Mitte) muss den Ball passieren lassen, Steven Ruprecht kann nicht mehr eingreifen.

Quelle: imago

Kiel. Wirtschaftlich hingegen trennen die beiden „Ostsee-Anrainer“ Welten. Während sich Holstein finanziell in ruhigem Fahrwasser tummelt, hat die Hansa-Kogge weiterhin starke Schlagseite. Zwar sicherte die Einnahme von 500.000 Euro aus Spielerverkäufen und einem „Retterspiel“ die Drittliga-Lizenz für die laufende Saison. Doch trotz eines Schuldenschnitts von zehn Millionen Euro steckt der 50 Jahre alte Traditionsklub noch immer in der Bredouille.

 Die Zukunft heißt deshalb „F.C. Hansa Rostock GmbH und Co. KGaA“. Im Mai machten die Vereinsmitglieder den Weg frei für eine Ausgliederung der Profi-Abteilung bis zum Jahresende. Am 1. November wird endgültig abgestimmt. Die Umsetzung der neuen Rostocker Vereinsstruktur wird vor allem durch Hansa-Mitglied Rolf Elgeti (39) getragen. Der Finanzexperte aus Broderstorf bei Rostock hat dem Verein bereits unter die Schultern gegriffen und will zudem Anteile an der neuen Profi-Abteilung erwerben.

 Teile der wütenden Rostocker Fan-Meute, die an jenem 20. Dezember die Hansa-Geschäftsstelle stürmen wollte und nur von Einsatzkräften der Polizei abgehalten werden konnte, trägen die Neuausrichtung Hansas zähneknirschend mit. Die Angst, sich nahezu komplett in die Hände eines Investors zu begeben, bereitet der einflussreichen Fanszene Kopfschmerzen. Bei der Fortführung des jetzigen Klubmodells würden allerdings auch sie die Gefahr sehen, nach einer Insolvenz in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Immerhin: Ihren alten Stadionnamen haben die Anhänger schon einmal wieder zurück. Nachdem die Deutsche Kreditbank (DKB) ihre Namenspartnerschaft vorzeitig beendet hatte, wurde die FC-Arena im Mai wieder in „Ostseestadion“ umbenannt.

 Sportlich stehen für Hansa aktuell zwei Siege, vier Remis und zwei Niederlagen zu Buche. „Wir hätten natürlich gern ein paar Punkte mehr auf dem Konto. Mit der sportlichen Entwicklung der Mannschaft sind wir aber zufrieden“, sagt Hansa-Trainer Karsten Baumann. „Der späte Wechsel von Christian Bickel nach Paderborn hat uns nach unserem Umbruch noch einmal arg zugesetzt.“ Der Zukunft Hansas sieht der 46-Jährige mit „positiven Gefühlen“ entgegen. „Als ich im Dezember 2014 nach Rostock kam, brannte es an allen Ecken und Kanten. Seitdem hat sich viel getan, und es wurden seitens des Klubs viele richtige Entscheidungen getroffen.“

 Gegen Holstein konnten die Rostocker, bei denen Toptorjäger Marcel Ziemer (Schambeinentzündung) weiter ausfällt, während der gemeinsamen Drittligazeit noch nicht gewinnen. In vier Partien gab es zuletzt zwei Niederlagen. „Wir hoffen, dass wir diesmal etwas aus Kiel mitnehmen können. Wir sind auf jeden Fall besser aufgestellt, als in den beiden Duellen der Vorsaison“, sagt Baumann, der den Kieler Störchen noch einiges zutraut. „Das Negativerlebnis von München muss eine Mannschaft erst einmal verarbeiten. Zudem haben viele wichtige Spieler den Verein verlassen. Ich denke, Kiel braucht noch Zeit, wird am Ende aber wieder oben mitspielen.“

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