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Warnung vor den Hessen-Kontern

Störche Warnung vor den Hessen-Kontern

Durchaus spektakuläre Personalmeldungen prägten in der Länderspiel-Pause das öffentliche Bild des von Holstein Kiel. Dem überraschenden Ausstieg des Sportlichen Leiters Ralf Heskamp am Mittwoch der vergangenen Woche folgten die Verlängerung des Engagements von Torwart Kenneth Kronholm bis zum 30.Juni 2018 sowie der besiegelte Abschied von Kapitän Marlon Krause.

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Gut gefüllte Ränge, keine Tore: Auch Saliou Sane hatte beim jüngsten 0:0 gegen den 1. FC Magdeburg einen „Riesen“ auf dem Fuß. Beim Gastspiel in Wiesbaden am Sonnabend muss der 23-Jährige aller Voraussicht nach wegen Rückenbeschwerden passen.

Quelle: imago

Kiel. Bei ihm war es nach Ablauf dieses Spieljahres wegen zu unterschiedlichen Auffassungen über die Ausgestaltung eines neuen Vertrages gekommen. Jetzt allerdings gilt alle Konzentration wieder dem sportlichen Alltag, dem Auswärtsspiel der Störche am Sonnabend (14 Uhr) beim SV Wehen Wiesbaden. Heskamp wird wieder Nachwuchsscout beim Fußball-Rekordmeister FC Bayern München.

 Doch schon die Suche nach der optimalen Formation konfrontiert nicht nur Cheftrainer Karsten Neitzel erneut mit personellen Fragezeichen. Mannschaftsführer Maik Kegel ist wegen der fünften Gelben Karte gesperrt, Sturmhoffnung Saliou Sane muss wegen Rückenproblemen nach eigener Aussage vom Mittwoch aller Voraussicht nach passen. Wieder einmal. Schon in der Vorsaison kam der 23-Jährige aufgrund von Verletzungen nur auf 15 von 38 möglichen Drittliga-Einsätzen. In der Vorbereitung auf diese Serie zog sich der Ex-Havelser und -Paderborner einen Innenbandriss zu. Mit bislang 309 Punktspiel-Minuten führt die Statistik Sane – deutlich zu wenig für ein Talent seines Kalibers. „Das ist höchst ärgerlich für ihn und auch für uns. Wir müssen sehen, wie wir mit dieser Personalie umgehen“, sagt Neitzel. Ein vorzeitiges Ende des bis 2017 datierten Kontraktes scheint im Fall Sane bei anhaltendem Körperstreik nicht mehr ausgeschlossen.

 Auch ohne den in Hannover geborenen Deutsche-Senegalesen steht speziell die Holstein-Offensive in der Wiesbadener Brit-Arena auf dem Prüfstand. Seit fünf Begegnungen sind die Störche ungeschlagen, haben in dieser Zeit nur einen Gegentreffer kassiert. Die Kehrseite der vor gewachsenem Selbstvertrauen glänzenden KSV-Medaille: die Torflaute mit vier Nullnummern und nur einem Sieg (2:1 in Cottbus). „Wir haben noch Luft nach oben. Aber wir sind nicht so unzufrieden, wie es unser 14. Tabellenplatz und die 14 Punkte vermuten lassen könnten“, lautet Neitzels Bilanz vor dem 13. Spieltag: „Wir haben die Länderspiel-Pause genutzt, um intensiv an den Dingen zu arbeiten, die uns die Maximal-Punktausbeute gekostet haben.“

 Geduld bewahren, im richtigen Moment ins Pressing gehen – das sind zwei der Vorgaben Neitzels vor der Mission „Auswärtserfolg Nummer drei“. Der SVWW verfüge mit den Mittelfeld-Akteuren Kevin Pezzoni und Nils-Ole Book sowie Torsten Oerl in vorderer Front über „richtig erfahrene Spieler“. Und könne dazu mit Luca Schnellbacher, Marc Lorenz und David Blacha eminent hohes Tempo ins Geschehen bringen. Neitzels dringlichster Appell an die eigenen Farben: „Wir dürfen uns nicht auskontern lassen.“

 Der 18-köpfige Holstein-Kader für Wiesbaden stellt sich derweil angesichts der lediglich 17 gesunden Feldspieler fast von alleine auf. Ob Denis-Danso Weidlich wie schon beim 0:0 in Aue oder Tim Siedschlag, der bei einer Anfangsnominierung die Kapitänsbinde tragen soll, in die Rolle von Kegel im zentralen Mittelfeld schlüpft, ließ Neitzel offen. Mit dem Zusatz: „Tim ist ein Instinktfußballer, der bei uns auf allen fünf offensiven Positionen spielen kann.“

Heskamp hat eine neue Aufgabe

Während sich der Profitross des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel mit Konzentration auf das wichtige Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden vorbereitet, hat der am Mittwoch der vergangenen Woche „aus privaten Gründen“ ausgeschiedene Sportliche Leiter Ralf Heskamp eine neue/alte Aufgabe übernommen.  Ab dem 1. Novembersteht der 50-Jährige als Nachwuchsscout offiziell in Diensten des deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München. Eine Tätigkeit, die Heskamp schon in den anderthalb Jahren vor seinem Einstieg bei den Störchen im Januar dieses Jahres ausübte. „Ich habe bei den Münchnern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 unterschrieben“, bestätigte Heskamp am Donnerstagabend.

 Da beschäftigt auch Wolfgang Schwenke. Auf dem Schreibtisch des KSV-Geschäftsführers sammeln sich die Bewerbungsunterlagen für den verwaisten Posten des Sportlichen Leiters. Die Gerüchteküche brodelt, einen Namen indes dementierte Schwenke zumindest für den Moment: „Dass unser Aufsichtsrat Kontakt zu Oliver Kreuzer aufgenommen hat, kann ich nicht bestätigen.“

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