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Störche treffen auf Hansa Im Bereitschaftsdienst

Für einen Fußballprofi ist es suboptimal, wenn der alte Verein kommt und man auf der Bank sitzt. Und wenn man beim „Ex“ auch noch Führungskraft und Kapitän war, wird die Lage nicht angenehmer. Genau das droht am Sonnabend (14.05 Uhr/NDR-Fernsehen live) Denis-Danso Weidlich: Holstein Kiel empfängt Hansa Rostock.

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„Das ist kein Problem, wenn ich gegen Rostock nicht in der Startelf stehe", sagt Denis-Danso Weidlich.

Quelle: Frank Molter

Kiel. Der Innenverteidiger trägt es mit Fassung. „Das ist kein Problem, wenn ich gegen Rostock nicht in der Startelf stehe. Eine Mannschaft besteht ja nicht nur aus elf Spielern. Letztendlich entscheidet der Trainer“, sagt der 29-Jährige, der vor der laufenden Saison auf ein Engagement in der Zweiten Liga verzichtete, um bei der KSV Holstein einen Zwei-Jahres-Vertrag zu unterschreiben. Seine Erwartung war natürlich, unter Chefcoach Karsten Neitzel eine ähnlich prägende Rolle zu spielen wie auf der Hansekogge, wo der Kapitän in zwei Jahren 67 Drittliga-Einsätze absolvierte.

 Der Knick erfolgte nach der 1:2-Heimniederlage am 5. September gegen die Stuttgarter Kickers. Ein Magen-Darm-Infekt setzte den Routinier mit den ghanaischen Wurzeln matt, Neitzel zog Rafael Czichos von der linken Seite in die Innenverteidigung. Dort bot der Linksfuß vor einer Woche beim 0:0 in Aalen eine so überzeugende Vorstellung, dass ein Wechsel in der auch als Kollektiv starken Viererkette mit Patrick Herrmann, Dominik Schmidt, Czichos und Patrick Kohlmann keine gerechte Logik hätte.

 „Wenn Weidlich auf die Bank muss, dann darf das kein Problem darstellen, sondern muss eine Stärke sein“, machte Neitzel am Donnerstag unmissverständlich klar, dass er von den Reservisten die professionelle Bereitschaft erwartet, der Mannschaft zu jedem Zeitpunkt und in jeder Rolle zu helfen. Für Weidlich ist das kein Problem. Zumindest sagt er das: „Für mich ist wichtig, dass wir uns alle respektieren, und wir das machen, was der Trainer von uns verlangt und das wir von uns selbst verlangen.“

 Sozialverträgliche Worte, gelassen ausgesprochen. Auch die Begegnung mit seinem ehemaligen Klub sorgt bei dem gebürtigen Hamburger, der seit vergangenen Mittwoch wieder am Mannschaftstraining teilnimmt, nicht für erhöhten Adrenalin-Ausstoß. „Für mich ist das nicht wirklich eine besondere Partie. Ich habe schon öfter gegen Ex-Klubs gespielt. Nur ein Sieg für Holstein zählt. Wir wollen uns endlich belohnen für die harte Arbeit und da unten rauskommen“, sagt der 1,87-m-Athlet, der im Hansa-Umfeld keine persönlichen Begegnungen mehr hat. „Mit einigen Spielern habe ich noch schriftlichen oder telefonischen Kontakt.“

 Obgleich er dort zwei Jahre gespielt hat, könne er nicht sagen, ob „sie besser sind als wir“. Das liegt nicht an Desinteresse, sondern ist vielmehr der Tatsache geschuldet, dass die Rostocker Mannschaft nahezu vollständig ausgetauscht worden ist. Immerhin „sind sie ordentlich in die Saison gestartet“, stellt das Mitglied des vierköpfigen Mannschaftsrats fest und warnt davor, den Gegner zu unterschätzen. Ohnehin könne in dieser Liga jeder jeden schlagen, „mit Ausnahme von Dynamo Dresden vielleicht“. Und Holsteins durchwachsener Saisonstart sollte alsbald Geschichte sein: „Wir haben sehr viele neue Spieler. Das geht nicht von heute auf morgen.“ Geduld ist also angesagt – auch bei Denis-Danso Weidlich selbst.

Verfolgen Sie das Spiel auch im KN-KSV-Liveticker.

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