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Kaltstart zur Operation Teamgeist

Trainingsauftakt Kaltstart zur Operation Teamgeist

Zum Trainingsauftakt nach der Winterpause setzt Holstein Kiel auf ein altbekanntes Mittel, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen: Teamgeist. Erweitert mit Neuzugängen wurde der Störche-Kader allerdings bis auf den Isländer Sigurbjörnsson nicht.

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Holstein Kiels Fitnesstrainer Timm Sörensen (in rot) bringt die Spieler des Fußball-Drittligisten bei eisigen Temperaturen auf Trab.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Das Premieren-Training 2016, es ging sowohl den Fußball-Profis des Drittligisten Holstein Kiel als auch deren rund 50 zuschauenden Fans durch Mark und Bein. Dies allerdings weniger ob der knackigen Begrüßungsrede des neuen Geschäftsführers Sport, Uwe Stöver. Auch die Inhalte der ersten Übungseinheit trieben die Störche keineswegs an ihre körperlichen Grenzen. Es waren die gefühlten 20 Grad minus inklusive des schneidigen Ostwindes, der allen Beteiligten am Sonntagnachmittag im Nachwuchsleistungszentrum Projensdorf die Knie schlottern ließen.

 Die Kieler überwintern mit drei Punkten Vorsprung auf den ersten der drei Abstiegsränge auf Platz 15. Als Symbol für die in der 17-teiligen Restserie lauernden Gefahren wollte Cheftrainer Karsten Neitzel die arktischen Bedingungen an der Förde indes nicht interpretieren. Im Gegenteil. „Begriffe wie Sturzflug oder miserable Hinrunde sind seit heute 14 Uhr aus den Köpfen der Spieler “, sagte der 48-jährige Fußballlehrer. Teamgeist – so lautet das neue, alte Zauberwort gegen die bisherige Ergebnis-Inkonstanz. Dies, so Neitzel, sei wie schon in der Vorsaison die elementare Basis für den gemeinschaftlichen Erfolg. Gefordert seien in diesem Zusammenhang speziell jene Profis, die nicht zur ersten Elf gehören. Stöver pflichtete bei: „Stimmen Mannschaftsspirit und Kameradschaft, habe ich im Kollektiv schon 70 Prozent erreicht. Da ist jeder Einzelne in der Pflicht. Der Rest ergibt sich auch durch die individuelle Klasse.“

 Die erste Woche der Vorbereitung auf den Punktspielstart bei Werder Bremen II am 24. Januar steht für Neitzel unter dem Motto „Arbeit bei eigenem Ballbesitz“. Ziel sei es, „dass alle mit Überzeugung Fußball spielen und zu einer gewissen Lockerheit zurückfinden“. 25 Akteure des 26-köpfigen Kaders stapften, begleitet von den guten Wünschen der Kiebitze, auf den Kunstrasenplatz. Mittelfeld-Allrounder Tim Siedschlag mit vollem Tatendrang und leichter Wehmut bei der Erinnerung an die sommerliche Wärme in seinem Dubai-Kurzurlaub. Torwart Niklas Jakusch freute sich entspannt auf den Dienstbeginn, hatte doch seine neun Monate junge französische Bulldogge „Hulk“ das für Hunde-Ohren so brisante Silvester-Feuerwerk „bei lauter Musik“ gut überstanden. Gewohnt beinhart, ohne lange Trainingshose, dafür aber mit neuem Schnäuzer eröffnete Rechtsverteidiger Patrick Herrmann den Kampf um die Stammplätze. Als bislang einziger Winter-Neuzugang zählte der Isländer Eidur Sigurbjörnsson zum Tross der Störche. Auch die drei Kreuzbandfälle Kenneth Kronholm, Marlon Krause und Milad Salem schnupperten im Rahmen ihres individuellen Reha-Programmes am Seitenrand wieder einmal Mannschafts-Atmosphäre. Lediglich Kapitän Maik Kegel fehlte zum Jahresauftakt aus privaten Gründen.

 Dass an diesem Sonntag noch keine neuen Stürmer das Trainingstrikot der Störche trugen, nahm Neitzel gelassen. „Nicht nur unsere Angreifer sind gefordert, das Missverhältnis von Chancen und Ertrag zu korrigieren. Wir müssen auch aus dem zentralen Mittelfeld torgefährlicher werden“, erklärte der Coach. Auch Stöver hatte zu Beginn des Nachmittags, eingerahmt von Präsident Roland Reime und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Stefan Tholund, Grundsätzliches bei den Profis eingefordert: „Jeder muss verinnerlichen, in welcher Situation wir uns in dieser qualitativ eng beieinander liegenden Liga befinden. Wir dürfen die Tabellenlage nicht unterschätzen.“ Seiner generellen Ansprache ließ Stöver nach Abschluss der Trainingseinheit Einzelgespräche mit Spielern folgen. Klartext zum Ende des ersten Arbeitstages 2016. Hinter verschlossenen Türen.

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