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Störche nehmen die erste Hürde

VfR Neumünster gegen Holstein Kiel Störche nehmen die erste Hürde

Pflicht erfüllt, das noch nicht terminierte Viertelfinale im SHFV-Lotto-Pokal gegen den Regionalligisten ETSV Weiche erreicht: Ohne großen Glanz, aber souverän wurde Fußball-Drittligist Holstein Kiel am Freitagabend im Achtelfinal-Duell beim SH-Ligisten VfR Neumünster seiner Favoritenrolle gerecht, gewann mit 5:1 (2:0).

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15 Tage bevor der Puls zum Drittligastart so richtig nach oben geht, traf Holstein Kiel am Freitagabend auf den VfR Neumünster beim Achtelfinale des SHFV-LOTTO-Pokal in der Grümmi-Arena zu Neumünster.

Quelle: Jörg Lühn

Neumünster. Saliou Sane (10., 40.) per Doppelpack, Tim Siedschlag (67.), Rafael Czichos (75.) und Alexander Bieler (82.) zeichneten für die Kieler Treffer verantwortlich.

Das erste Glanzlicht des Duells hatte 90 Minuten vor dem Anpfiff indes der VfR-Platzwart gesetzt, in dem er den Rasen auf ein normales Höhenmaß gestutzt hatte. Richtig rollen wollte die Kugel auf der tiefen, stumpfen und rutschigen Spielfläche deshalb trotzdem nicht. Sane war’s egal, der Holstein-Stürmer staubte auf dem „grünen Flokatiteppich“ im zweiten Versuch nach Hackentrick Siedschlags in der 10. Minute zur frühen Kieler Führung ab. Es war vier Tage vor seinem 24. Geburtstag sein erstes Pflichtspieltor im Trikot der Störche seit August 2014.

Der zwei Spielklassen tiefer beheimatete Gastgeber bot den Profis anfangs im Rahmen seiner Möglichkeiten frech Paroli. Abdel Aziz Hathat (13.) prüfte KSV-Keeper Kenneth Kronholm. Der flog elf Minuten später an einer Freistoßflanke von Selcuk Can Tidim vorbei und eröffnete dem baumlangen VfR-Innenverteidiger Philip Lorenzen eine unverhoffte, aber folgenlose Kopfballchance. Immer deutlicher dominierten danach die Kieler das Geschehen. Steven Lewerenz (26.), Luca Dürholtz mit einem im Gras verendenden Versuch eines Hebers (31.) und Czichos (33.) verpassten beste Möglichkeiten. Erst Sane (40.) gelang aus leicht abseitsverdächtiger Position das 2:0.

Der zweite Durchgang begann ungewöhnlich. Schiedsrichter Daniel Siemer (Schönwalde) musste mit einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden und wurde ersetzt vom zufällig unter den 866 Zuschauern weilenden A-Klassen-Unparteiischen Mario Rauschke vom FSC Kaltenkirchen. Und plötzlich durften die Veilchen vor den Augen des ehemaligen Holstein-Sportchefs Ralf Heskamp, dessen Filius Marco beim VfR den Linksverteidiger gab, gar von der Sensation träumen. Beytulla Bilgen (52.) drehte sich im KSV-Strafraum um Holstein-Kapitän Rafael Czichos und schoss den Ball flach ins Netz des Drittligisten.

Immer mutiger wurden die Neumünsteraner. Torwart Yilmaz Caglar klärte außerhalb seines Hoheitsgebietes mit einer spektakulären Scherenschlag-Flugeinlage. Und die Störche? Die verkrampften kurz, schüttelten sich und besiegelten durch Siedschlags Kopfballtor (67.) nach Lewerenz-Flanke das endgültige Pokal-Aus des VfR. Für „Siedo“ war der Treffer auch der Lohn für seine starke Leistung als „Achter“ im zentralen Mittelfeld.

Holsteins Chefcoach Karsten Neitzel zog ein nüchternes Fazit: „Man ist nie zufrieden. Aber es war ein Vorbereitungsspiel mit Pflichtcharakter. Diesen Auftrag haben wir erledigt. Besser geht es immer, besonders bei der Chancenverwertung.“

VfR Neumünster: Caglar – Heskamp (70. Gohrke), Momo, Lorenzen, Rivera (77. Honig) – Hathat, Falk, Igbokwe, Bilgen – Dagli (81. Khemiri) – Tidim.

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Sigurbjörnsson, Czichos, Kohlmann – Salem (84. Janzer), Peitz, Siedschlag, Lewerenz (73. Bieler) – Sane, Dürholtz (64. Fetsch).

Schiedsrichter: Daniel Siemer (Schönwalde) – Tore: 0:1 Sane (10.), 0:2 Sane (40.), 1:2 Bilgen (52.), 1:3 Siedschlag (67.), 1:4 Czichos (75.), 1:5 Bieler (82.) – Gelbe Karten: Lewerenz, Herrmann – Zuschauer: 866.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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