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Wohin zogen die Kieler Ex-Störche?

Flensburg bis Pietermaritzburg Wohin zogen die Kieler Ex-Störche?

Ex-Kapitän Rafael Kazior kommt am Sonnabend (14 Uhr) bereits zum zweiten Mal seit seinem Abgang im Sommer 2015 im Trikot des SV Werder Bremen II ins Holsteinstadion. Mit Manuel Hartmann (TSV Schilksee), Finn Wirlmann und Rene Guder (beide ETSV Weiche) sind drei ehemalige Störche zumindest in Stadt oder Land geblieben.

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Zugriff: Beim Südwest-Viertligisten FC Homburg ist der Ex-Kieler Niklas Jakusch (li./hier beim 2:0-Sieg in Kassel) die klare Nummer eins.

Quelle: imago/Hartenfelser

Kiel.  Doch was machen die anderen Fußball-Profis mit jüngerer Holstein-Vergangenheit?

Denis-Danso Weidlich verschlug es nach Afrika

Die größte Distanz zwischen dem alten und neuen Arbeitgeber hat Denis-Danso Weidlich zurückgelegt. 14193,5 Autokilometer liegen zwischen Pietermaritzburg und Kiel – der Trip mit der Fähre von Almeria (Spanien) nach Algerien und weiter über den Trans-Sahara Hwy/N1 inklusive. Der 30-Jährige schnürt in dieser Saison seine Stiefel für Maritzburg United FC in der höchsten Liga Südafrikas.

 Der deutsche Trainer Ernst Middendorp (früher unter anderem Bielefeld) hat Weidlich als Stammkraft auf der rechten Seite in der Abwehr-Dreierkette auserkoren. 5000 Zuschauer kommen im Schnitt zu den Heimspielen ins Harry Gwada Stadion. Der Marktwert des Fußball-Stolzes der 223448 Einwohner zählenden Stadt (596 Meter über dem Meeresspiegel) beträgt laut transfermarkt.de 4,5 Millionen Euro (Holstein: 5,88 Millionen Euro).

Jakusch ging ins Saarland

 Ins Saarland verschlagen hat es derweil Torwart Niklas Jakusch. Der 26-Jährige stellt sich beim traditionsreichen FC Homburg einer neuen Herausforderung. Im Gepäck Jakuschs liegen immerhin 16 Jahre Erfahrung bei den Störchen. „Ich wäre gerne richtig verabschiedet worden“, sagt der Keeper im Rückblick ohne großen Zorn. Zusammen mit seiner französischen Bulldoge „Hulk“ lebt der ehemalige Drittliga-Elfmeterkiller in Waldmohr in der Nähe Homburgs. Das sportliche Dasein in der Regionalliga Südwest betrachtet Jakusch keineswegs als Rückschritt. „Hier in Homburg ist alles etws kleiner als in Kiel, aber ebenfalls sehr professionell. Dazu ist die Liga äußerst attraktiv mit Klubs wie Saarbrücken, Elversberg, Waldhof Mannheim oder den Kickers aus Offenbach und Stuttgart. Ich kann Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln“, so Jakusch, der einen Einjahresvertrag plus Option beim ehemaligen Bundesligisten (1986/87, 87/88, 89/90) unterschrieben hat.

 Nach einem Fehlstart in die neue Saison haben sich die Homburger auch dank ihrer neuen Nummer eins gefangen. Zuletzt gab es in fünf Partien vier Siege ohne Gegentor. Nach 13 Spielen rangieren die Grün-Weißen mit 13 Zählern Abstand auf Spitzenreiter 1.FC Saarbrücken auf Platz zehn. „Unser Ziel ist es, besser als im Vorjahr abzuschneiden. Da wurde Homburg Sechster“, sagt Jakusch.

Und was ist mit Heider, Schäffler und Kegel?

 Die Stürmer Marc Heider und Manuel Schäffler sind bekanntlich zu Kieler Drittliga-Gegnern geworden. Der 30-jährige Heider, der sieben Jahre bei der KSV unter Vertag stand, verdient sein Geld beim VfL Osnabrück (887 von möglichen 900 Spielminuten/drei Torvorlagen). Der drei Jahre jüngere Schäffler (506 von 900 Minuten/ein Tor, ein Assist) zählt zum Offensivaufgebot des SV Wehen Wiesbaden. Zum Pechvogel unter den Ex-Störchen ist Maik Kegel avanciert. Der Mittelfeld-Taktgeber der Kölner Fortuna fällt wegen eines Kreuzbandrisses noch minimal sechs Monate aus.

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